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Selbstzerstörung wie bei SIMSme
#46
(11.09.2016., 19:08)andygg schrieb: Hm, nein, dem kann ich nicht 100% zustimmen. Es sind schließlich meine (=Absender) Worte und damit Daten, um die es geht, nicht deine (=Empfänger).


Auch wenn der Messenger verschlüsselt und einen in Sicherheit wiegt, sollte man immer noch überlegen, was man postet.

Es gibt Dinge, die würde ich auch über einen verschlüsselten Messenger nicht schicken. Ob mit oder ohne Selbstzerstörung.


Ich denke der gesunde Menschenverstand ist da, wie so oft im Leben, ein guter Ratgeber.
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#47
(11.09.2016., 20:04)KL7000F schrieb: Kommt darauf an, in welchem Zusammenhang ich Daten bekomme. Ich habe keinem Privatmann gegenüber eine Schweigepflichtserklärung unterschrieben oder muss dessen Datenschutz aufrecht erhalten.
Stimmt, Du hast Recht, private Nutzung scheint vom Datenschutz ausgeschlossen zu sein. Jedenfalls besagt §1 des Bundesdatenschutzgesetz (BDSG):
"(2) Dieses Gesetz gilt für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten durch
[...]
3. nicht-öffentliche Stellen, soweit sie die Daten unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen verarbeiten, nutzen oder dafür erheben oder die Daten in oder aus nicht automatisierten Dateien verarbeiten, nutzen oder dafür erheben, es sei denn, die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung der Daten erfolgt ausschließlich für persönliche oder familiäre Tätigkeiten." (siehe hier)

Dennoch fände ich für einige Situationen eine Möglicheit, meine Daten beim Empfänger nicht-dauerhaft speichern zu lassen, wünschenswert.

(11.09.2016., 20:27)threemat schrieb: Auch wenn der Messenger verschlüsselt und einen in Sicherheit wiegt, sollte man immer noch überlegen, was man postet.
Es gibt Dinge, die würde ich auch über einen verschlüsselten Messenger nicht schicken. Ob mit oder ohne Selbstzerstörung.
Ich denke der gesunde Menschenverstand ist da, wie so oft im Leben, ein guter Ratgeber.
Ja, völlig richtig: besonders sensitive Informationen, wie wirklich 110% privat sind, gehören grundsätzlich in kein schriftliches/elektrionisches Medium.
Es geht mir aber auch gar nicht darum, dass die Information im Messenger garantiert "vernichtet" wird. Das kann man nie garantieren; wer das umgehen will, wird das natürlich schaffen.
Andererseits wäre es schön, eine Möglichkeit zu haben, bestimmte Infos nicht automatisiert auf ewig in fremden Chatverläufen zu archivieren, z.B. WLAN-Passwort, Kontonummer, ohne diese kompliziert telefonisch durchgeben zu müssen. So dass der Empfänger weiss: der Absender möchte nicht, dass diese ich Infos speichere. Wenn ich es dennoch tue (was immer irgendwie möglich ist), begehe ich einen Vertrauensbruch.
Aber vielleicht kann man das ja auch anders als per Selbstzerstörung realisieren? Vielleicht hat ja jemand eine gute Idee...
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#48
Hm... Und wenn der Threema-Support hier mitliest, weiß er jetzt genau, was die User denken und was er machen solll, um die User zufriedenzustellen... Grinsen 
Ich hab beim "Nachlesen" der neuen Beiträge vorhin irgendwo gelesen, dass man es nicht Jedem recht machen kann...
Rrrichtig...
Ich wäre aber persönlich auch FÜR eine Löschfunktion.
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#49
Funktion wurde in Signal realisiert und auch erklärt: https://whispersystems.org/blog/disappearing-messages/
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#50
Nichts was jemals auf einem Bildschirm des Chatpartners ist, ist 100% löschbar. Immer daran denken das es User mit gerooteten Geräten gibt, und da gibt es weitaus mehr Möglichkeiten einen Bildschirmgrabber einzusetzen, sowie andere vorgegaugelte Sicherheitsmechanismen außer Kraft zu setzen.


Zudem es mit einer zweiten Kamera auch möglich ist die Nachricht abzufotografieren. Also ich sehe in einer Löschfunktion absolut keinen Sinn.
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#51
Ich denke auch, dass diese "Selbstzerstörfunktion" falsche Sicherheit suggeriert.



Zitat:Bundeskriminalamt plant Mobilversion des Bundestrojaners

...Die neue Überwachungssoftware soll unbemerkt auf Handys von Verdächtigen installiert werden können. Ermittler sollen dadurch alle Eingaben auf den Geräten nachverfolgen können. Damit will das BKA vor allem Verschlüsselungsmethoden umgehen, die von den deutschen Behörden bislang nicht geknackt werden können. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung....

http://www.heise.de/newsticker/meldung/B...39512.html
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#52
So eine Funktion ist vor allem interessant, wenn es um Dritte geht und nicht um meinen direkten Chatpartner. Zum Beispiel, wenn ein schlecht gesichertes Telefon in die Hände von Behörden oder missgünstigen Leuten gerät. "In falscher Sichherheit wiegen" finde ich dagegen kein gutes Argument. Eine gewisse Mündigkeit muss eben beim Anwender vorhanden sein. Mich würde es allerdings stören, wenn man durch das Löschen von trivialen Nachrichten meinen Verlauf kaputt macht. Die meisten setzen aber solche Funktionen auch schonend im Sinne der Sache ein. Interessant, dass Signal das jetzt macht. Meines Wissens waren die auch mal dagegen.
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#53
Volle Zustimmung, @Kenny_Butters, so sehe ich das auch - und auch OpenWhisper selbst schreibt im oben verlinkten Blog explizit, dass es nicht der absoluten Sicherheit dient.

Ich habe es eben mal ausprobiert und eine Mitteilung an einen Signal-Chatpartner mit 1 Min. Lebensdauer geschickt. Ernüchterndes Ergebnis: bei mir wurde die Message gelöscht - nicht jedoch beim Empfänger?!?!! Ich vermute mal, dass auf Empfängerseite das Update noch nicht installiert ist - schwach ist dann jedoch, dass ich als Sender gar nicht erfahre, dass die Löschung beim Empfänger gar nicht erfolgt... Und doppelt schwach, dass der neuen Funktion nicht schon durch ein vorbereitendes Update eine Woche früher schon der Weg bereitet wurde...
[EDIT] Jetzt klappt's . Mal sehen, wie sich das bewährt. Da sich die Selbstzerstörung auf den gesamten Thread ab dem Zeitpunkt der Aktivierung bezieht (und nicht nur auf einen einzelnen Beitrag), bin ich noch etwas skeptisch...
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#54
(23.11.2015., 01:28)dirkzettpunkt schrieb: Bei SIMSme gibt es die Funktion der Selbstzerstörung und das ist echt super praktisch. Ich finde das es auch viele Sachen gibt die man gerne zeigen aber vielleicht nicht überlassen möchte.

Gerade bei Bildern oder Videos muss nicht alles weitergegeben werden. Das wäre noch eine super Sache um Threema noch besser zu machen :)

Gibt es bei Telegram auch.

Dafür!

Bei Telegram kann man ja auch bearbeiten, was prima ist, wenn sich ein Tippfehler eingeschlichen hat oder die Autokorrektur ungünstig nach dem Absenden was geändert hat.
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#55
(04.11.2017., 16:08)Schwarzromantikerin schrieb: oder die Autokorrektur ungünstig nach dem Absenden was geändert hat.
Die Autokorrektur ersetzt nicht das Korrekturlesen! Zwincker
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#56
Ich lese & alles passt. Ich sende ab und dabei wird mein Text geändert. Daher schrieb ich ja "nach dem Absenden"!
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#57
Dann schalte die Autokorrektur aus. Das ist nur mühsam wenn sich der Text ändert während man die Antwort schon halb fertig hat.
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#58
In der Vergangenheit hatte ich eigentlich immer eine recht kritische Haltung gegenüber selbstzerstörender Nachrichten, aber mittlerweile habe ich meine Meinung geändert. Wenn sinnvoll eingesetzt, kann das schon ein sehr praktisches Tool sein.

Es ist keine Lösung, wenn man dem Empfänger sowieso nicht traut, aber eine sehr gute Unterstützung, um Datensicherheit praktisch umzusetzen. In diesem Thread wurden ja schon gute Beispiele genannt.

Zum Beispiel wenn man eine Password-Datei an einen Kumpel schicken möchte, will man einfach, dass diese Nachricht nicht dauerhaft gespeichert wurde. Es übernimmt also das Löschen für einen selbst. Da gibt es noch viele andere Beispiele, ob (peinliche) Fotos oder schlicht eine sehr private Unterhaltung.

Wenn man dieses Feature vernünftig kommuniziert und benutzerfreundlich umsetzt, halte ich es für eine sehr gute Sache!

Alle bekannten Datenschutz-orientierten Messenger, wie Signal oder Wire, unterstützen dies bereits. Warum nicht Threema?
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#59
(03.02.2018., 17:50)Crixus schrieb: Alle bekannten Datenschutz-orientierten Messenger, wie Signal oder Wire, unterstützen dies bereits. Warum nicht Threema?

Ich denke weil es eine reine Scheinsicherheit bietet. Die User haben das Gefühl, dass sie sich darauf verlassen können, dabei ist es extrem einfach zu umgehen.

Also mehr so ein Hollywood-Feature: Schöne Fassade aber nix dahinter.
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#60
(03.02.2018., 18:39)Claus schrieb: Ich denke weil es eine reine Scheinsicherheit bietet. Die User haben das Gefühl, dass sie sich darauf verlassen können, dabei ist es extrem einfach zu umgehen.

Also mehr so ein Hollywood-Feature: Schöne Fassade aber nix dahinter.

Warum Scheinsicherheit? Du gehst davon aus, dass du deinem Gesprächspartner nicht vertrauen kannst. Dieses Problem kann man technisch natürlich nicht lösen, diesen Personen sollte man keine sensiblen Dinge schicken.

Wenn man allerdings davon ausgeht, dass man seinem Gesprächspartner vertraut, so ist dieses Feature schon sinnvoll und hilft einfach.
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