Threema wird den Quellcode veröffentlichen und Multi Device Support wird kommen

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  • Wahnsinn! Diese Nachricht schlägt wirklich ein wie eine Bombe!


    Offenlegung des Quelltextes wurde ja immer wieder gefordert. Genau wie Multidevice. Deswegen klingts erstmal cool.


    Und vielleicht ist mit dem neuen "Partner" jetzt genug Geld da um in Sachen Funktionsumfang zu anderen Messengern aufzuschließen. Das wird den Usern nicht gefallen dies übersichtlich mögen. Muss aber wohl so sein weil man "über den deutschen Sprachraum hinaus wachsen" will.

    Laut Webseite der Afinum Management AG: Afinum investiert Fonds, über die bevorzugt Mehrheitsbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen eingegangen werden. Hoffentlich geht davon keine Gefahr für das Vertrauen in Threema aus.


    Mir kommts es vor als wäre das der Anfang vom Ende der gemächlichen Entwicklung, hin zu schnelleren Veränderungen und Innovationen. Schauen wir mal.

  • Ich frage mich, ob die Apps dann kostenlos im Store angeboten werden? Hält mit einer Einmalzahlung aber auch die davon ab, die ich nicht zwingend als Kontakte benötige :P


    Außerdem schwirrt mir im Kopf die Frage, wie die ID-Generierung dann ohne Smartphone/App allein am PC abläuft?

    Ach, und ob die Threema Server für die anderen, offenen Builds/Nachahmer zur Verfügung stehen oder eigene verwendet werden sollen/müssen. Es sind doch so einige Fragen in meinem Kopf.... :D


    Threema startet mit Open Source und neuem Partner in die Zukunft

  • Laut Webseite der Afinum Management AG: Afinum investiert Fonds, über die bevorzugt Mehrheitsbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen eingegangen werden. Hoffentlich geht davon keine Gefahr für das Vertrauen in Threema aus.

    [Die drei Gründer] bleiben mit einem wesentlichen Anteil an der Gesellschaft beteiligt.

    Vielleicht sind die Anteile so aufgeteilt, dass die Afinum zwar die meisten Anteile in der Einzelsicht hat (z. B. 40%), aber die 3 Gründer zusammen (z. B. je 20% = 60%) immer noch mehr als Afinum?

  • Ich frage mich, ob die Apps dann kostenlos im Store angeboten werden?

    Diese Afinum Management AG buttert jetzt Geld in Threema rein. Und will das irgendwann wieder haben, mit entsprechenden Gewinnen.


    Bei Apps verdient man Geld entweder durch Auswertung und Verkauf von Nutzerdaten, durch Werbung innerhalb der App oder durch Einnahmen aus App-Verkauf oder wiederkehrendem App-Abo.

    Das erste widerspricht dem Sinn von Threema. Das zweite scheint gegen den Willen der User kaum machbar (auch WhatsApp kann davon ein Lied singen). Bleibt nur die letzte Möglichkeit.


    Deswegen kann ich mir nicht vorstellen dass Threema kostenlos wird.

    Aber wir können ja momentan alle nur spekulieren ;-)

  • Bei Apps verdient man Geld entweder durch Auswertung und Verkauf von Nutzerdaten, durch Werbung innerhalb der App oder durch Einnahmen aus App-Verkauf oder wiederkehrendem App-Abo.

    Das Abo-Modell hat Threema bereits bei Threema Work. Der professionelle Bereich scheint noch nicht von dieser dämlichen Gratis-Mentalität verseucht zu sein - weil dort Sicherheit und Vertraulichkeit noch wichtig sind und man auch bereit ist, dafür Geld auszugeben. Dort sehe ich am meisten Potenzial für Threema und seinen neuen Partner.

  • Diese Afinum Management AG buttert jetzt Geld in Threema rein. Und will das irgendwann wieder haben, mit entsprechenden Gewinnen.

    Ja, es wird sich an dem Gebahren dieses Partners zeigen, ob Threema seinen guten Ruf wahren können wird. Ich hoffe es jedenfalls sehr!

    Leider ist mir nicht klar, wie viel Mitsprache Afinum haben wird?


    Andy

  • Außerdem schwirrt mir im Kopf die Frage, wie die ID-Generierung dann ohne Smartphone/App allein am PC abläuft?

    ...Wieso sollte das mit einer PC-Software nicht gehen? Die ID-Generierung (und die zugehörige Schlüsselpaar-Erzeugung) ist doch nicht grundsätzlich an ein Smartphone gebunden (u.a. keine Telefonnumer-Verknüpfungs-Pflicht), oder hab ich was übersehen?

  • Ach, und ob die Threema Server für die anderen, offenen Builds/Nachahmer zur Verfügung stehen oder eigene verwendet werden sollen/müssen.

    Gute Frage! Gratis-Clients könnten natürlich das Geschäft "versauen", wenn man vom App-Verkauf lebt. Sollte Threema für Privatnutzung allerdings gratis werden (also wie Signal), dürften alternative Nachbauten in der Praxis wohl keine große Bedeutung erlangen, oder?

    Wie ist das eigentlich bei Signal? Wenn man den Open-Source-Code dessen Clients 'runterlädt und selbst kompiliert (auch mit eigenen Änderungen), kann dieser sich dann mit den Signal-Servern verbinden? Wenn nein, wieso nicht und woran wird der "Nachbau" erkannt?

  • Ich frage mich, ob die Apps dann kostenlos im Store angeboten werden?

    Wohl kaum. Ausser vielleicht, wenn Threema Work so erfolgreich ist, dass es alleine schon das Geschäft tragen würde und Threema dann für Privatnutzung kostenfrei werden kann (Vergrößerung der Nutzerbasis, auch als Werbung).

    Am sinnvollsten wäre eigentlich ein Abo, z.B. 1-2 EUR/Jahr für Privatnutzer, das würde laufende Einnahmen generieren. Da wäre ich sofort dabei. Allerdings weiss ich jetzt schon, dass viele meiner bereits bestehenden Kontakte anders auf ein Abomodell reagieren würde (und wenn es auch nur um Centbeträge geht).

  • Im Blogeintrag steht am Ende:


    "Dank einer innovativen, plattformübergreifenden Multi-Device-Lösung wird Threema zudem künftig auf mehreren Geräten parallel nutzbar sein, auch am PC und unabhängig vom Smartphone. Im Gegensatz zu bisherigen Lösungen am Markt werden dabei natürlich keine personenbezogenen Daten auf einem Server hinterlassen."


    Das soll wohl eine Anspielung auf "Wire" sein, wo manche sensible Daten in Plaintext auf Servern rumliegt. Hoffentlich wissen sie, was sie tun und machen nicht dieselben Fehler wie Wire.

  • Wohl kaum. Ausser vielleicht, wenn Threema Work so erfolgreich ist, dass es alleine schon das Geschäft tragen würde und Threema dann für Privatnutzung kostenfrei werden kann (Vergrößerung der Nutzerbasis, auch als Werbung).

    Am sinnvollsten wäre eigentlich ein Abo, z.B. 1-2 EUR/Jahr für Privatnutzer, das würde laufende Einnahmen generieren. Da wäre ich sofort dabei. Allerdings weiss ich jetzt schon, dass viele meiner bereits bestehenden Kontakte anders auf ein Abomodell reagieren würde (und wenn es auch nur Centbeträgt sind).

    Aber wer soll mich dann daran hindern, mir meine eigen App zu basteln und mich dann mit den Servern zu verbinden?

  • Wie ist das eigentlich bei Signal? Wenn man den Open-Source-Code dessen Clients 'runterlädt und selbst kompiliert (auch mit eigenen Änderungen), kann dieser sich dann mit den Signal-Servern verbinden? Wenn nein, wieso nicht und woran wird der "Nachbau" erkannt?

    Ich bin zwar kein Spezialist was die Feinheiten bei APKs betrifft, aber ich kann es mir so vorstellen:


    Das Kompilieren ist nicht das Problem, wohl aber das Signieren der APK. An der veränderten Signatur, die ja nicht identisch mit der offiziellen Signatur von Threema sein kann, könnte ein Nachbau erkannt werden.


    Das kann man auch jetzt schon testen: Wenn man die APK von Threema selbst signiert dann funktioniert sie zwar völlig problemlos (wenn man eine bestehende Datensicherung importiert). Allerdings ist es damit nicht möglich eine ID neu zu erstellen. Vermutlich eben wegen der anderen Signatur.


    Dieses Verhalten gibt es übrigens erst seit ein paar Monaten, vorher war es auch möglich mit einer selbst signierten Threema.apk eine ID zu erstellen. Vermutlich wurde dies also aktiv seitens Threema eingeschränkt. Und ebenso aktiv könnten sie auf diesem Wege fremdsignierte Nachbauten aussperren.


    Nochmal: Ich bin nur ein interessierter User mit Spieltrieb und Experimentierwillen ;-) Echte App-Profis wissen es sicher besser und können gerne widersprechen.

  • Aber wer soll mich dann daran hindern, mir meine eigen App zu basteln und mich dann mit den Servern zu verbinden?

    Naja, dass sie den Quellcode der Anwendung freigeben heisst ja nicht, dass sie gleich alles offenlegen. Es wäre immernoch denkbar, dass für die Verbindung zum Server ein bestimmter Key erforderlich ist, der nur mit den offiziellen Apps mitgeliefert wird.

    Aber das ist reine Spekulation. Man wird das sicherlich schon ordentlich durchdacht haben und sich nicht sein eigenes Geschäftsmodell kaputt machen.

  • Also ich bin mir nicht sicher, ob ich das mit Afinum gut finde. Ich hoffe das führt nicht dazu, dass Werbung oder ein Abo-Modell auf welche Art auch immer mit in Spiel kommt. Auch hoffe ich, dass weiterhin am strikten Datenschutz festgehalten wird, den ich von Threema bisher gewöhnt bin.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Geldgeber natürlich "mitreden" wollen und es als Folge davon zu einer "Umstrukturierung" kommt, die den Fokus und bisherige Schwerpunkte und Ziele verschieben. In den Fällen, wo ich das selbst live miterleben durfte, hatte sich dadurch immer nur alles verschlechtert. Es ging vor allem darum die Kuh in kurzer Zeit maximal zu melken. In einem Fall wurde sogar der ursprüngliche Firmengründer rausgeworfen. Ich hoffe ich hatte mit meinen Erfahrungen einfach nur Pech und sie sind nicht repräsentativ.