Ist Threema Work das richtige für eine Schulklasse?

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  • Hallo zusammen!



    In der Grundschule meiner Kinder gibt es in jeder Klasse eine WhatsApp Gruppe für die Eltern.

    Dort werden Elternabende genauso vereinbart wie auch mal "Was war heute die Hausi in Mathe?" beantwortet.


    Nun ist es den Lehrern nicht mehr gestattet, WhatsApp zu nutzen wegen Datenschutz. (Verständlich)

    Das einzige, was diesbezüglich noch legal ist, ist eben Threema.


    Nun hab ich das Problem, dass ich die anderen Eltern davon überzeugen soll, dass es richtig ist, eine Lizenz zu kaufen.


    Und hier brauch ich jetzt bitte Eure Hilfe:


    Threema schlägt mir ja auf der offiziellen Seite "Threema education" vor, das wohl eine Sonderform von Threema Threema work ist. Frage 1: Stimmt das?


    Nun kostet diese Lizenz 8.30€. (Ich höre die anderen schon wieder motzen...)

    Frage2 Sind die 8.30€ dann pro Endgerät oder pro Schulklasse?


    Und zum Abschluss:

    Frage 3: Reicht es für unseren Fall nicht auch aus, wenn sich von jedem Schüler ein Elternteil eine Threema Lizenz für ~4€ beim jeweiligen AppStore besorgt?


    Vielen lieben Dank für Eure Hilfe!


    Liebe Grüße caro

  • Hallo Caro


    Threema schlägt mir ja auf der offiziellen Seite "Threema education" vor, das wohl eine Sonderform von Threema Threema work ist. Frage 1: Stimmt das?

    Stimmt. Das ist eine vergünstigte Threema Work Alternative für Bildungseinrichtungen.


    Frage2 Sind die 8.30€ dann pro Endgerät oder pro Schulklasse?

    Ohne den Preis und die anderen Konditionen nachgelesen zu haben ist das wohl der einmalige Preis einer Einzellizenz = 1 Endgerät bzw. 1 im Paket enthaltene ID. Angaben ohne Gewähr.


    Frage 3: Reicht es für unseren Fall nicht auch aus, wenn sich von jedem Schüler ein Elternteil eine Threema Lizenz für ~4€ beim jeweiligen AppStore besorgt?

    Würde vollkommen ausreichen, wenn ihr keine zentrale Verwaltung der IDs, Kontakte und Gruppen benötigt.

    Der erstmalige Aufwand ist halt immer etwas mehr ;)


    Jeder kauft sich 1x die App im jeweiligen Store, generiert sich eine ID und teilt sie der Organisation (z. B. teilt die Orga ihre ID zuvor allen mit). Die Orga erstellt dann die passenden Gruppen mit den entsprechenden IDs als Teilnehmer.


    Übrigens: pro Familie reicht es auch aus, wenn "das Familienoberhaupt" die App einmalig im jeweiligen App Store kauft und per Familienfreigabe/Familienbibliothek an die bessere Hälfte und/oder die Sprößlinge teilt. So können diese (selbes System (Android/iOS) voraussgesetzt) die App kostenfrei installieren und mit eigener ID nutzen.


    Diese Freigabe hat manchmal ihre Tücken: wird sie zurückgezogen, wird die App ohne Backup, Nachfrage und Umwege direkt gelöscht.


    Viele Grüße

  • Der wohl grösste Vorteil von Threema Work/Education für Schulen ist, dass Kontakte vorkonfiguriert werden und nicht erstmal eine grosse "Scanparty" veranstaltet werden muss, wo die Schüler sich jeweils gegenseitig scannen müssen. Zudem können (z.B. zwecks Jugendschutz) noch diverse Optionen direkt für alle aktiviert/deaktiviert werden. Das ginge mit Threema für normale Nutzer nicht - dort muss man alles von Hand einstellen. Unter Umständen lohnt sich da der Aufpreis durchaus. Und jetzt mal ehrlich: Jedes noch so kleine Schulbuch kostet weiter über 8€. :)


    Edit: Ah, aber hier geht's ja hauptsächlich um Eltern! Ich denke, die möglichen Vorteile kann man sich dennoch aus obigem Kontext ableiten. Für die Lehrer selbst macht's jedenfalls sicher Sinn, je nachdem wie gross die Schule ist.

  • Wenn es um die Orga einer einzelnen Klasse geht, denke ich nicht, dass ThreemaWork optimal ist. Das würde m.E. nur Sinn machen, wenn die gesamte Schule komplett auf Threema umgestellt werden sollte. Aber dann müsste das von Schulleitungsseite aus organisiert werden und nicht über Eltern.

    Für den Klassenverband find ich die Lösung, selbst Threema-Lizenzen zu kaufen, die beste.


    Eine Frage noch: Welches Bundesland? In Ba-Wü stellt nämlich das Land allen seinen Lehrkräften eine Threema-Lizenz (Education) kostenlos zur Verfügung.

  • Hallo,

    es gibt inzwischen verschiedene datenschutzkonforme Messenger-Apps für Schulen. Hier sollte man sich mal erkundigen, ob nicht das Land oder die Schule bereits eine Lösung anbietet. Sehr viele Schulen nutzen z.B. Sdui. Die Messenger haben unterschiedliche Systeme.Bei der Schul.cloud z.B. wird je nach Schulgröße eine jährliche Gesamtgebühr von der Schule entrichtet, die dann alle Schüler und Eltern einschließt. Nach einem Schulwechsel löscht der Admin die betreffenden einfach wieder aus dem System.

    Sicherlich hat eure Schule auch einen Datenschutzbeauftragten. Einfach mal anfragen, ob es schon Lösungen gibt oder geplant sind, bevor ihr als Klasse einen Alleingang macht.


    Viel Erfolg!

  • PRAM


    Ja, wir haben da einen Datenschutzbeauftragen. Dieser sitzt im Schulamt und nicht in der Schule.


    Insgesamt ist unsere Schule wahrlich klein. 4 Klassen, ~80 Schüler, 5 Lehrer.


    Der DSBeauftragte mahnte vorige Woche bei einer GLK an,WhatsApp nicht mehr zu nutzen. Wenn ein Messenger, dann Threema.


    Nun trat die Lehrerin meiner Großen damit eben an mich heran, da sie selbst einfach mal keine Ahnung von dieser Materie hat.


    Und bevor ich jetzt sämtliche Eltern dieser Klasse davon überzeuge, Einzelplatzlizenzen zu kaufen, bin ich am Vorteile suchen und sammeln, um damit an den Rektor heranzugehen, ihm Threema schmackhaft zu machen und ihn letztendlich davon zu überzeugen, 100 Threema education Lizenzen zu besorgen :D


    "Wir" sind eine Grundschule in Baden-Württemberg.

  • Nun, über die Education-Lizenzen wären aber zumindest schon mal die ganzen Lehrkräfte abgedeckt. Das senkt die Schwelle zum grundsätzlichen Einstieg und zur Wechselbereitschaft seitens der Schule bzw. des Direktors ("schmackhaft machen") schon mal erheblich:

    um damit an den Rektor heranzugehen, ihm Threema schmackhaft zu machen

  • Zu beachten ist, daß die Kosten von Threema (einfaches Threema, nicht Work bzw. Education) dramatisch sinken, wenn es in den jeweiligen Appstores über die Familien-Apps gekauft wird (z.B. über Google Family): Dann zahlt die ganze Familie nur einmal.

  • wenn es in den jeweiligen Appstores über die Familien-Apps gekauft wird (z.B. über Google Family): Dann zahlt die ganze Familie nur einmal.

    Genau. Geht dann z.B. wie folgt, also an Mitlesender, nicht verwechseln mit z.B. Familiy-Link, das wäre wieder was anderes:

    -> https://support.google.com/googleplay/answer/7007852?hl=de


    Gut ist, dass die Familienmitglieder in ganz Deutschland verknüpft werden können:

    -> https://support.google.com/goo…de#zippy=%2Canforderungen

  • Auch wenn ich privat ein Fan von Threema bin, würde ich für die Schule über einen spezifischen Messenger nachdenken, der schulspezifische Zusatzfunktionen bietet. Sdui ist da aktuell m.E. absoluter Marktführer. Und erlaubt sind in Schulen alle DGVO-konformen Messenger. Ich bin selber Datenschutzbeauftragte unserer Schule und wir nutzen Schul.cloud. Wenn ich heute noch mal wählen könnte, würde ich aber Sdui nehmen. Gerade im letzten Jahr haben sich die Schulmessenger noch mal deutlich weiterentwickelt. Wenn ihr aber wirklich nur einen Ersatz für eine Klassengruppe sucht, ohne individuelle Einstellungen vornehmen zu wollen (z.B. Eltern können von der Schulleitung angeschrieben werden, aber nicht antworten), könnte die kostenlose Version der Schul.cloud (https://schul.cloud/) ausreichen.

    Gerade für Schule würde ich nicht vorschnell einen Messenger wählen, sondern genau überlegen, welche Funktionen in Zukunft wichtig sein könnten (z.B. Elternbriefe in Papierform ersetzen, Vertretungsplan sichtbar machen, Dateiablage, Hausaufgaben einstellen) und danach entscheiden. Die Auswahl ist gegeben. Und das sind in der Regel auch deutsche Anbieter.

  • Noch eine weitere Idee, wäre die Verwendung des jeweiligen Schulportals, wenn die Schule an so etwas angeschlossen ist. Z.B. bei uns in Hessen bietet das Schulportal Hessen (vorwiegend für den Distanzunterricht gedacht), eine Messenger Funktion, auch für Eltern.

  • Noch eine weitere Idee, wäre die Verwendung des jeweiligen Schulportals, wenn die Schule an so etwas angeschlossen ist. Z.B. bei uns in Hessen bietet das Schulportal Hessen (vorwiegend für den Distanzunterricht gedacht), eine Messenger Funktion, auch für Eltern.

    Richtig, deshalb habe ich auch darauf hingewiesen, erst einmal zu überprüfen, was evtl. schon vorhanden sein könnte. Sowohl an den Schulen als auch auf Ebene der Länder hat sich in den letzten Monaten viel getan. Während in den letzten Jahren immer nur kommuniziert wurde, dass WhatsApp nicht mehr genutzt werden darf, wurden jetzt auch Alternativen zur Verfügung gestellt. NRW hat auch eine eigenen Messenger, RLP bekommt diese Funktion wenn der digitale Schulcampus ganz freigegeben wird, ... .

  • Gerade für Schule würde ich nicht vorschnell einen Messenger wählen, sondern genau überlegen, welche Funktionen in Zukunft wichtig sein könnten (z.B. Elternbriefe in Papierform ersetzen, Vertretungsplan sichtbar machen, Dateiablage, Hausaufgaben einstellen) und danach entscheiden. Die Auswahl ist gegeben. Und das sind in der Regel auch deutsche Anbieter.

    Ich halte das aber nur für gangbar, wenn es für die ganze Schule eingeführt werden sollte. Außerdem steht hierbei noch die (implizite) Empfehlung für Threema von Land Ba-Wü im Raum. Des weiteren glaube ich, dass wenn die Schülerschaft in der Schule schon an Threema herangeführt wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dies nach der Schulzeit weiter nutzen höher, da Threema ja eben nicht speziell auf Schulen zugeschnitten ist und somit auch außerhalb der Schulzeit einen Mehrwert bringt.

  • Moinsen!


    Hatte nun ein wirklich aufschlussreiche Gespräch mit "unserem" Datenschutzbeauftragten.


    Joah, sagt der, vorerst mal liegt die Empfehlung, Threema zu verwenden, auf Eis. Solange die Entscheidung des EuGh aussteht, empfiehlt er von offizieller Seite aus, keinen Messenger zu verwenden.


    E-Mails sind aber ebenfalls DSGVO-technisch unsicher, vor allem wenn einige Mailadressen bei US-Amerikanischen Anbietern liegen. (Das sind nun ja keine Neuigkeiten ;-) )


    Im Grunde genommen kann er unserer Schule momentan rein gar nichts empfehlen bezüglich elektronischer Kommunikation zwischen Schule und Eltern.


    Nun ja, dann steht das nun eben mal so.


    Nach den Sommerferien aber wird definitiv was handfestes entschieden und festgelegt werden.


    Ich danke Euch allen soweit mal für Eure wirklich hilfreichen Infos, Links und Gedanken!


    Herzliche Grüße

    caro