Beiträge von Der Milan

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    Na ja. Warum sollte man selbstlöschende Nachrichten schwieriger wiederherstellen können als "handgelöschte"? Würde mich mal interessieren.


    Und ich weiß nicht, ob jemand außer mir Anfang des Jahres diesen Bericht aus Indien gelesen hat: https://www.indiatvnews.com/ne…ignal-whatsapp-nia-678304


    Das klingt nicht danach, als ob Threema ohne das "Killer feature" selbstlöschender Nachrichten gegenüber anderen Messengern im Nachteil wäre...

    Auf Threema.ch gibt's ein Osterei! Ein Gewinnspiel! Genau hinsehen. Tip: Man startet mit einem Klick!


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    Man sollte immer auch einmal anders denken: Was, wenn es um etwas gaaanz anderes geht als um "Kinderpornografie", nämlich schlicht um Geld?


    Das Problem der amerikanischen Plattformen und Softwarehersteller sind nach den beiden Schrems-Urteilen des EuHG unter anderem doch die von den amerikanischen Nachrichtendiensten verlangten "Backdoors". Damit sind die amerikanischen Anbieter z.Zt. alle nicht DSGVO-konform. Und ein Privacy Shield II-Abkommen ist nicht absehbar, erscheint auch als praktisch kaum möglich. Das könnte auf Frist zu einer erheblichen Schwächung der derzeit fast monopolistischen Position der amerikanischen Digitalindustrie in Europa führen - und womöglich dazu, daß Europa ein paar ernstzunehmende Konkurrenten hervorbringt.


    Das Problem der mangelnden DSGVO-Konformität läßt sich aber prinzipiell auf zweierlei Weisen lösen: (i) Die amerikanischen Nachrichtendienste verzichten auf ihre Rechte. (ii) Die Europäer schwächen ihre eigenen Standards (Angleichung nach unten) und führen auch eine "Backdoorpflicht" ein. Variante (i) kann man ausschließen. Aber Variante (ii) wäre perfekt: Backdoor ist Backdoor, warum und wieso Backdoor hier und Backdoor dort ist, dann doch egal.


    Am Gelde hängt's, zum Gelde drängt's. "Kinderpornografie" ist womöglich nur ein Vorwand, um ganz andere Ziele durchzusetzen.

    Quelle? Nicht genügend Spenden generieren zu können, ist das eine. Dass man dadurch automatisch nicht mehr den Status einer gemeinnützigen Organisation hat, wäre mir neu.

    Keine Quelle, weil ich das nicht geschrieben habe. Vielleicht besser erst einmal lesen? tbranchon


    Gerne erkläre ich aber auch ausführlich, was ich meine:


    Signal behauptet stets, es wäre finanziert durch eine Initialspende von $ 50 Mio. von Herrn Acton (in Wahrheit wohl gar keine Spende, sondern ein Kredit) und ansonsten durch Spenden (vgl. auch das Interview, das ich oben zu #2190 verlinkt hatte - auch dort wird klar der Eindruck erweckt, Signal würde von Spenden leben). So liest sich das auch bei Wikipedia unter "Finanzierung". Die Wahrheit ist aber offenbar, daß die Spenden lediglich zu 15% zur Finanzierung beitragen. In Wahrheit finanziert also vor allem Herr Acton. Das ist schon etwas anderes. Ich fühle mich daher darin bestätigt, daß Signal Herrn Acton "gehört". Das muß man wissen.


    Sobald man das sagt und daß man Herrn Acton nicht vertraut, kommt sofort der Einwand, Signal wäre doch aber "gemeinnützig". Und das ist wohl eher nicht so, davon gehe ich jedenfalls aus.


    Der Mangel an ausreichenden Spenden hat allerdings, anders als Du offenbar glaubst, mit der Angeblichkeit der "Gemeinnützigkeit" rein gar nichts zu tun. Das Wort "gemeinnützig" habe ich deshalb in Anführungszeichen gesetzt und das Wort "angeblich" davor, weil der Begriff "gemeinnützig" ein Begriff aus dem deutschen Steuerrecht ist (vgl. § 52 Abs. 1 Abgabenordnung). In Wahrheit unterliegen weder die Signal-Stiftung (die nur eine Holding ist), noch die Signal Messenger LLC (Das ist die "GmbH", quasi, die in Wahrheit den Messenger betreibt.) dem deutschen Steuerrecht. Also wurden sie sicherlich von keinem deutschen Finanzamt als "gemeinnützig" anerkannt. Damit verbietet sich schon aus diesem Grunde - zwecks Vermeidung einer Täuschung - die Behauptung, Signal wäre "gemeinnützig".


    Tatsächlich ist die Signal-Stiftung (!) eine Non-profit-Organisation nach § 501 (c) USC (USA) (vgl. die Seite Signal.org/de ganz links unten). Auch in dem gerade verlinkten Wikipedia-Artikel wird der Begriff "Non-profit" unzulässig vereinfachend mit dem Begriff "gemeinnützig" gleichgesetzt. Das ist aber ganz einfach falsch. "Non-profit" und "gemeinnützig" haben nämlich nur bedingt etwas miteinander zu tun. Non-profit ist z.B. jeder Verein nach deutschem BGB (§ 21 BGB: Nicht wirtschaftlicher Verein oder auch "Idealverein". Ich kenne jdf. keinen Verein, dem die Rechtsfähigkeit nach § 22 BGB verliehen worden wäre) - aber nicht jeder Verein ist "gemeinnützig" i.S.v. § 52 AO. Ich vermag aus dem Verweis auf § 501 (c) USC nicht zu erkennen, daß Signal den Begriff "gemeinnützig" verdient. Die Steuerbegünstigung, die die Signal-Stiftung nach amerikanischem Recht genießen mag, rechtfertigt für sich genommen die Verwendung dieses Begriffes jedenfalls nicht. Das Wort "angeblich" bei dem Wort "gemeinnützig" ist daher meiner Meinung nach berechtigt. Vor allem sind die Konsequenzen, die sich bei Gemeinnützigkeit nach deutschem Steuerrecht ergeben, falls man auf die Gemeinnützigkeit verzichtet oder diese aberkannt wird, einschneidend: Das ganze Vermögen fällt dann den in der bisherigen Regelung vorgesehenen gemeinnützigen Dritten an. Dagegen denke ich, daß, wenn Herrn Acton morgen einfällt, Signal wie seinerzeit WA für $ 19 Mrd. an Herrn Zuckerberg zu verkaufen, er dann nur die ersten $ 50 Mio. zurückzahlen muß - und im übrigen den Gewinn einstreichen darf.


    Das Wort "gemeinnützig" wird nach meinem Eindruck also zu Unrecht und vor allem dazu verwandt, um zu suggerieren, daß Signal edel, hilfreich und gut wäre, während z.B. ein offen auf Gewinnerzielung ausgerichtetes Unternehmen wie Threema geradewegs aus dem ausbeuterischen Höllenschlund des Manchester-Kapitalismus gekrochen kommt.


    Ich hoffe, das beantwortet die Frage?

    - 41 Mio Signal (https://www.businessofapps.com/data/signal-statistics/)


    Nachtrag: zumindest die Fanbase von Threema kann in Deutschland froh gestimmt sein sind sie doch vor Signal:


    https://de.statista.com/progno…and-beliebteste-messenger

    Erst einmal Danke für die Links!


    Interessant in dem Bericht über Signal finde ich die Differenzierung zwischen "Nutzern" und "Downloads". Ich glaube sehr, daß das berechtigt ist. Interessant ist weiter die Information über die Finanzierung von Signal. Halten wir fest: Die immer wieder berichtete "Spende" von Herrn Acton über $ 50 Mio. ist längst weg. Jetzt finanziert er Signal mit einem "zinslosen Darlehen". Die Behauptung, Signal würde sich über "Spenden" finanzieren als eine angeblich "gemeinnützige" Organisation, wird ins Reich der Märchen verwiesen.


    Leider liegt die Information bei Statista hinter einer Bezahlschranke. Kannst Du bitte die Zahlen nennen? ak2021

    Jetzt gebe ich mal zwei weitere Berichte über andere Messenger aus einer "Internet-Sun" X( zum besten:


    Einmal hier zu Google Messages und einer als "Zeitreise-Funktion" titulierten Sendungsverzögerungs-Funktion.


    Und dann hier zu einer "Clubhouse-Funktion" von Telegram.


    Da ich persönlich von beidem wenig halte, dachte ich mir, das würde hier besser passen als in einem der Threads zu Vorschlägen und Wünschen. Wenn, dann könnte ich mich eher noch mit der Sendungsverzögerung (Sendung auf Termin) anfreunden.


    Aber wie seht Ihr das?


    P.S.: Schnapszahl des Beitrages gleich am Morgen... ;)

    Verständnis habe ich einerseits, andererseits solltest du beachten: wenn die ID an einen anderen weitergegeben wird (ob nun interner Mitarbeiter oder externer Auftraggeber), erhält diese Person ggf. Nachrichten von anderen Kontakten, die zuvor mit dieser ID in Verbindung standen. Das könnte bzgl. Datenschutz auch so ziemlich ins Auge gehen ;)

    Ich habe das immer so verstanden, daß genau das nicht passiert. Ich hatte das vielmehr so verstanden, daß bei der Neuausgabe nicht dieselbe ID ausgegeben wird.


    Abgesehen sehe ich den Datenschutz nicht tangiert, wenn klar ist, daß das eine projekt- bzw. dienstbezogene ID ist, die nicht zur privaten Nutzung verwandt werden darf. Das ist wie mit dem dienstlichen Mailaccount. Die geschäftlichen Kontakte werden sicher kein Problem haben, wenn hinter der ID der Mitarbeiter wechselt. Also: Auch hier kann man m.E. durch Vereinbarungen bzw. durch Weisungen doch steuern.


    Ich finde die Idee von Geotober insgesamt sehr gut. :thumbup:

    Ich wünsche mir das man Threema auch Dunkel einstellen kann, das von der App aus.

    In Android geht das: Einstellungen -> Erscheinungsbild -> Designstil "Dunkel"

    das man seine Kontakte Farblich oder den Namen mit einem Smilye kennzeichnen kann

    Auch das geht. Du kannst doch jedem Kontakt das Bild geben, das Du möchtest.

    Also Du hättest das nicht gemacht, wenn dir Milliarden dafür angeboten worden wären?

    Das läßt sich in der Theorie immer schwer sagen, @Ray , einverstanden. In der Tat habe ich auch schon den einen und den anderen hohen Betrag nicht mitgenommen, wenn ich das Gefühl hatte, daß die Sache nicht in Ordnung oder mit meinen Grundsätzen nicht vereinbar ist. Abgesehen davon: Die Alternative war doch nicht $ 19 Mrd. von Herrn Zuckerberg oder Nichts. Die Selbständigkeit etwa mit einem Börsengang hätte vielleicht "nur" einen einstelligen Milliardenbetrag gebracht. Wichtig ist das bei diesen Beträgen so oder so am Ende für ein Menschenleben nicht, es reicht jedenfalls. Der Verkauf an Herrn Zuckerberg hatte nach meiner Meinung nur einen Grund: Grenzenlose Gier.

    Meine MA haben nur private Handys. Ein Grund mehr für Threema, richtig. Allerdings nutzen die MA Threema praktisch nur für die interne Kommunikation.


    Und mit dem EuGH (in Luxemburg) hast Du recht - das ist wohl auch einer der Hauptdiskussionspunkte im Zusammenhang mit dem sog. Rahmenabkommen. Wobei zum Thema Datenschutz die Schweiz natürlich jetzt schon der Gerichtsbarkeit des EGMR (Straßburg) untersteht. Da können selbst die Schweizer schon lange nicht mehr machen, was sie wollen.

    Vertrauen tbranchon - das Thema lautet "Anspruch und Wirklichkeit" bzw. "Ruf und Wahrheit". Natürlich Richtigkeit der verlinkten Aussagen unterstellt. Open source hin oder her - das war für mich in mehr als sechs von den sieben Jahren, in denen ich Threema verwende, nicht das Thema. Open source verhindert m.E. nicht die Veränderung des Codes und den Einbau von Hintertüren. Bis das entdeckt ist, kann man das auch schon wieder zurückändern. Ich glaube nicht an absolute Sicherheit. Deswegen kommt es für mich auf Vertrauen an. Threema erschien (und erscheint) mir immer als "geradeaus" und vertrauenswürdig. Ich verwende Threema v.a., weil ich zu dem Produkt und der Firma Vertrauen habe. Das Vertrauen zu Herrn Acton habe ich spätestens verloren, als er WA an Herrn Zuckerberg verkauft hat. Und Herr Acton beweist mit den verlinkten Informationen zum nicht mehr open source-Server einmal mehr, daß er meines Vertrauens nicht würdig ist. Das genau ist das Ding.