Spam bei Threema kenn ich nicht!
Dass die Wahrscheinlichkeit von Spam bei Threema geringer ist als bei Whatsapp oder Signal, liegt aus meiner Sicht daran, dass die Telefonnummer nicht das primäre Identitätsmerkmal ist. Gültige Threema-IDs lassen sich viel schwerer zufallsgenerieren als gültige Telefonnumern.
Mal eine Milchmädchenrechnung für Deutschland: Laut Wikipedia gibt es im deutschen Mobilfunk 34 Netzvorwahlen, denen jeweils eine siebenstellige Nummer folgt (die scheinbar achtstelligen Versionen sind durch die Vorwahlen bereits abgedeckt). Das ergibt 340 Millionen mögliche Nummern, von denen statistisch mehr als die Hälfte gültig sein sollte (bei 200 Mio Mobilfunkanschlüssen). In den Netzen 0171, 0172 und 0177 ist die Trefferwahrscheinlichkeit besonders hoch.
Zwar haben Threema-IDs nur acht Stellen, dafür sind sie alphanumerisch, das ergibt 36⁸, da sind mehr als 2,8 Billionen mögliche ID. Bei 14 Millionen Nutzern (grobe Schätzung) hieße das: Von 2 Millionen zufällig generierten Threema-IDs ist nur eine einzige gültig.
Das heißt aber nicht, dass Spam nicht möglich ist. Von kompromittierten Nutzern gesammelte Daten können natürlich missbraucht werden. Und theoretisch kann man auch zufällig generierte Telefonnummern darauf prüfen, ob sie mit einem Threemakonto verknüpft sind. Für eine einträgliche Nutzung müsste man aber sehr, sehr große Adressbücher abgleichen, vielleicht greift hier auch ein Missbrauchsschutz seitens Threema, wobei zB mehr als 1000 (oder so) Kontakte nicht mehr abgeglichen werden.