Beiträge von Sze.Td

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    Conversations beispielsweise bietet mit dem OMEMO Protikoll doch eine sehr gute Alternative und es stehen einige andere Messenger zur Auswahl, teilweise mit echter Multidevicefunktionalität und weiteren (Sicherheits-)Features die bei Threema fehlen (https://www.kuketz-blog.de/mes…cherheit-und-datenschutz/). Schritt für Schritt? Ja sicherlich, aber wie schaut es denn aus bei Threema? Ich will hier nicht haten, aber die Windows App kann man im Vergleich zur Android Version in der Pfeife rauchen.


    Du hast in vielem Recht. Finde ich ja auch super das du das mit dem Datenschutz so ernst nimmst. Aber nach deiner "Encryption-Keule" und dem von dir herangetragenem Blog, fallen so ziemlich alle "Konkurrenzprodukte" raus, die nicht Tox, Conversations, Matrix, oder Briar heißen. Auch Wire erfüllt nicht die haushohen Anforderung vom Blogbetreiber.


    Freilich brauchen wir hier nicht mehr darüber zu reden das Threema hier herausfällt bzw. nie den Anspruch hatte mitzumischen. Ich kenne Tox und Conversations und ich finde das handling einfach unmöglich (für viele nicht praktikabel). Threema schafft, meiner Meinung nach, ganz gut diesen Spagat zwischen Usability und Security. Wire macht es natürlich besser, aber verdient es nicht neben Conversations erwähnt zu werden, weil der Anspruch beider Produkte komplett unterschiedlich ausfällt.


    Da steht man also wieder. Deine Kritik ist angebracht, aber der größte Threema Konkurrent im deutschsprachigem Raum ist nunmal Whatsapp. Und hier steht Threema gar nicht mal so schlecht da (zumindest was die Funktionen angeht). Mich würde es dennoch interessieren, welcher Messenger die von dir genannten Kriterien erfüllt?


    Telefonieren muss man ja können (wire), auf einer dezentralen Struktur aufbauen (tox, conversations) wäre klasse, eine Prise Multidevice, einen Client (Web taugt nicht), gutes Ökosystem (kein Geschäftsmodell dahinter), Plattformübergreifend, selbstzerstörende Nachrichten und zu guter letzt ein Panik Passwort. Benutzerfreundlichkeit und gute verbreitung -> Selbstredend.


    Abseits davon. Allgemeine Frage: Whatsapp und Signal nutzen ähnliche Web-Lösungen. Gab es hier schon erfolgreiche Angriffe darauf?


    Threema scheint den Anschluss zu verlieren und hört einfach nicht auf seine User und schwächt jetzt durch den Webclient seine eigene Verschlüsselung. Sicherlich könnte man jetzt argumentieren, dass es egal ist welcher Teil des PC kompromitiert wird, jedoch ist ein Browser durch die weite Verbreitung, javascript und andere Techniken ein attraktives und vielversprechendes Ziel für einen Angreifer.


    Ich sehe es genau andersherum. Der Webclient ist ein Schritt in die richtige Richtung, Plattformunabhängigkeit inklusive. Ich verstehe es auch nicht, weshalb wir den ganzen Faktor "Sicherheit" immer nur gerne auf Unternehmen auslagern wollen, jedoch selber so gut wie nie vor der eigenen Haustür kehren.


    Threema soll vom PC aus benutzbar sein (am besten für Mac, Linux und Windows), mit einem eigenem Client, bitte eine Solide Verschlüsselung, Selbstzerstörende Nachrichten, keine Zentrale Speicherung (wie bei Wire), "Easy to Handle", schick und bestenfalls nichts kosten. Was wir jedoch auf keinen Fall möchten, obwohl wir sollten, ist einen zweiten, oder dritten Browser verwenden? Sorry, ich verstehe das wirklich nicht.


    Bei mir klappt es bisher wunderbar auf drei Linux-Distris.


    Es ist jedenfalls schon bemerkenswert, wie die ganze Welt Anteil nimmt an der USA-internen Wahl - und den Amis sagen will, was sie hätten tun sollen.


    Da sagst du was. Die US-Wahl wurde so behandelt, als ob es die eigene Landeswahl wäre. Das wir es in Deutschland am allerwenigsten einschätzen können, was gut für die USA ist, darüber hat keiner mehr nachgedacht. Hier fand schon auch eine gewisse Manipulation statt. Ich wollte immer verstehen was denn so schlecht am Trump ist, geopolitisch. Als Antwort kam prompt, dass er eine Mauer bauen möchte und Obamacare abschaffen wollte. ¯\_(ツ)_/¯


    Die Berichterstattung war merklich pro Clinton. Woher das wohl kommt?

    Stehe der "Selbstzerstörung" auch nicht negativ gegenüber, wenn die so unauffällig implementiert wurde wie bei Signal. Ich brauche das selbst nicht, aber die Option schadet keinem und soooooo schlecht ist das nun ja auch alles nicht.


    Stiftung Warentest sollte besser bei 24 Stunden Deos und Tütensuppen bleiben ;)


    Nicht mal das kriegen die richtig gebacken :D
    Aber dennoch erfreulich das die es nun beim zweiten mal besser hingekriegt haben posteo zu bewerten.


    Der erste Test war eine Vollkatastrophe.


    Was bei posteo noch positiv hervorzuheben ist, ist die Kommunikation nach außen. Muss man mal echt sagen.
    Im Blog erfährt man immer was im Hintergrund passiert.


    Kann den Anbieter nur empfehlen.


    Aber solche Sachen kann man doch mit der Suchen-Funktion schnell finden oder?


    Sagen wir mal so: Es ist besser als nichts, aber diese Suchfunktion ist nicht wirklich optimal. Es wäre um einiges schneller und besser gelöst, wenn man die markierten Nachrichten in einem separaten Tab ansteuern könnte.


    Meine Ausgangslage war die, dass ich vor einem Taxifahrer stand und echt die Adresse gescrollt habe.....in einem Gruppenchat. Das ging vielleicht früher, als noch drei Leute in der Kontaktliste waren. Heute ist das nicht mehr so praktikabel, finde ich.

    Hallo!


    Neulich habe ich mich wieder durch Nachrichten gescrollt, auf der Suche nach einer bereits zuvor übermittelten Anschrift.
    Ich fände es super wenn sich eine Nachricht als "Wichtig" oder "Favorit" markieren lassen würde, um ggf. später im zweiten Reiter einer Konversation schnell abrufbereit zu sein.


    Was denkt ihr?


    Gruß


    Einerseits willst du keine Auskünfte geben und andererseits sollen die Anstalten wissen welches Einkommen du hast? Wie soll das gehen?
    Die Beiträge wurden "erhöht" weil es jetzt VOD und das gesamte Programm im Internet gibt.


    Tja, und da wären wir wieder. Das mantraartige heruntergebetete System kann nicht anders funktionieren als so wie es funktioniert. Ich finde die ÖR sollten absolut keine Ansprüche darauf haben zu wissen ob ich im Ausland lebe, umziehe, arbeitslos werde oder was auch immer. Genau diese Auskünfte werden aber immer von mir eingefordert und nicht einmal richtig verarbeitet. Letztendlich hat sich dieses System auch deshalb, bei mir, so unbeliebt gemacht. Ich kann dir sagen das ich nicht schlecht gestaunt habe als ich nach meinem 2 Jährigen Auslandsaufenthalt erst mal eine 400 Euro Rechnung von den ÖR bekommen habe, weil die da irgendwas nicht richtig verarbeitet haben (wer sich mit den anlegt, versteht das das relativ häufig passiert). Mir ging es aber seit jeher nicht mehr darum wo der Fehler lag, sondern ums Prinzip, weshalb der ÖR überhaupt wissen musste das ich nicht mehr in Deutschland lebe. Ich würde sagen das war ein WTF-Moment.


    Aber vor ca. 8 Jahren war das alles halb so wild. Ich bin aus dem Verein ausgetreten, weil ich kein TV hatte. Erledigt.
    Als die ein paar Jahre später das Internet für sich entdeckt haben und auch für neuartige Empfangsgeräte eine Gebühr erheben wollten, konnte man immer noch die Existenz solcher Geräte leugnen. Bis zum Jahr 2013. Entgegen deiner Aussage wurde die Gebühr nicht wegen dem Internet erhöht. Es hatte komplett andere Gründe. Mitunter ließen sich die GEZ-Kontrolleure, die damals zu jeder Wohnung hinliefen um zu kontrollieren ob du einen Fernseher hattest, zu leicht abwimmeln, weil sie keine Beamten waren, sondern nur vorgaben welche zu sein.
    Es entgingen dem ÖR saftige Gelder. Zudem war die Kontrolle des Gesetzes für die "neuartigen Empfangsgeräte" unmöglich geworden. Smartphones konnte man easy verstecken, weshalb das Gremium der ÖR seine politischen Muskeln spielen lassen hat und eine "Haushaltsabgabe" mit politischer Rückendeckung installiert hat. Das war's aber auch schon. Ab dem Jahr 2013 zahlt jeder Haushalt 18€ wo früher 5€ oder gar nichts gezahlt worden war. Die Gebühr für das "Internet" war zu diesem Zeitpunkt schon ~1 Jahr alt. Dem Volk wurde das als gut verkauft, indem man sagte das die Kontrollen entfallen und alles besser sein würde. Die bittere Pille kam natürlich danach.
    Um beim Solidarmodell zu bleiben: Das Durschnittsalter der ZDF-Zuschauer beträgt 61 Jahre. Das "Internet" stellt für diese Menschen keinen Grund dar von 5€ auf 18€ zu gehen. Diese Argumente erlebe ich auch öfter im Gerichtssaal nach den Verhandlungen.


    Jetzt kannst du dir sicher vorstellen, das für jemanden der früher nichts gezahlt hat, den Laden aus einer Vorgeschichte heraus nicht mehr so toll gefunden hat, plötzlich 18€ aufgeschlagen wird mit der Begründung ein Haushalt zu haben und derjenige es vermutlich nicht so toll findet (Akzeptanz)... Ich bin froh das mittlerweile sehr viele so denken wie ich. Darunter auch Anwälte, oder brancheninterne Menschen die ihre Argumentation natürlich nochmal anders aufziehen.


    Im nachhinein betrachtet war das alte System zwar komplizierter, aber fairer, weil man versucht hatte jeden Umstand so gut es geht zu berücksichtigen. Und man konnte austreten, indem man seinen TV verkauft hat (ich fange jetzt lieber nicht damit an, das der ÖR den Namen des neuen Besitzers haben wollte).


    Heute, im Jahre 2016 kann man feststellend sagen, dass die neuen GEZ-Kontrolleure die Gerichtsvollzieher sind. Der ÖR hat seine unliebsame Abteilung outgesourced und vom Steuerzahler finanzieren lassen. Win-Win Situation. Mit der Argumentation das jeder einen Haushalt besitzt geht der Gerichtsvollzieher los und erledigt heute die Arbeit der GEZ-Kontrolleure. Also mag sein das ihr das gut findet. Ich finde das einfach kaputt.



    Um nochmal zu den Steuern zurück zu kommen: zahlst du da auch nur so viel, wie du für sinnvoll hältst? Und landest dann dafür nicht vor einem Richter?
    Respekt, dafür ist mir aber der Aufwand zu groß, da zahle ich lieber die 17,x € monatlich und engagiere mich politisch.


    Nein, ich habe keinen Einfluss auf die Steuer, die wird einfach abgezogen. Deshalb engagiere ich mich politisch, weil ich vieles nicht richtig finde, aber das ist ein anderes Thema. Die Gebühreneintreiber der GEZ (ich meine natürlich den heutigen Beitragsservice) snacke ich in meiner Freizeit ;)



    Das ist ja nun Quatsch. Wenn dies so wäre müsste man Millionen von Nichtzahlern ins Gefängnis stecken


    Warum die Frau sich dieser verweigert hat, verstehe ich allerdings nicht. Es gibt Millionen von Beitragsverweigerern die nicht in den Knast gehen.


    Wer aber wegen 17,xy€/Monat so quer schießt und scheinbar kein Problem damit hat seinen Job zu verlieren und wegen einer Vermögensaufstellung lieber ein paar Nächte im Bau verbringt, den muss ich ja auch nicht unbedingt für die hellste Birne im Leuchter halten.


    Das mit dem Gefängnis kann ich ja mal berichten, vielleicht schaffe ich es bis dahin ;) Die helle Leuchte lasse ich demnach mal unkommentiert stehen. Ich denke jeder hat seine Gründe, seine Überzeugungen und seine Geschichte. Ich habe nicht umsonst früher im Thread geschrieben das die Maßnahmen zur Eintreibung der Gebühr eher an Methoden der Schutzgelderpresser aus dem Fernsehen erinnern. Ich halte nun schon vier Jahre durch und meine Erlebnisse sind eines ÖR nicht würdig. Rein Subjektiv möchte ich fast sagen, das der Laden einfach abbrennen soll, so wie er steht. Objektiv betrachtet gibt es mehr Facetten, die wir in unserer Diskussion schon oftmals angeschnitten haben.


    Aus dem Grund bleibe ich bei "Friss oder Stirb". Entweder man zahlt, oder wird von den Schlägern für die ÖR eingeschüchtert, bis man bezahlt. Es gab schon einige Urteile, mitunter der Tübinger Gerichte, die diese Vorgehensweise kritisiert haben. Zu meiner Erheiterung habe ich mich mal darauf berufen und das Verfahren wurde (zumindest) Stillgelegt. Bis ein erneutes BGH Urteil auf dubiosen Grundlagen die Tübinger-Urteile ausgehebelt hat. So geht dieses Katz und Maus spiel schon seit Jahren. Was mich nur weiterhin darin bestärkt das die beim ÖR einfach nicht mehr ganz dicht zu sein scheinen.


    Hinter den Kulissen geht es wenig um die Gestaltung des Programms. Es geht um Machterhalt und ich bin mit meiner Einstellung einfach nur eine lästige Fliege die bezahlen soll. Gängige Formen werden vom ÖR nicht eingehalten, der Weg zum Gericht ist mühsam, weil die ÖR nicht antworten und keine Bescheide ausstellen. Die bedienen sich Tricks die auf das Unwissen des Bürgers abzielen und Verfahren unnötig hinauszögern.

    Ich habe nichts entfernt - lediglich eine Schönheitskorrektur in deinem Beitrag durchgeführt - genau wie in diesem auch ;)


    Dann sorry!
    Hab dann wohl nicht gespeichert :D[hr]


    Der springende Punkt ist doch der, dass nur der ÖR bestimmte Funktionen der Bildung übernehmen kann - das kann und wird niemals von einem privaten Dienst zu ersetzen sein. Wenn wir uns da einig sind, dann gibt es kein anderes Modell, als das Solidarmodell, bei dem alle bezahlen, damit jeder die Chance hat die ÖR zu nutzen. Wenn Einzelne aussteigen dann funktioniert das Modell nicht mehr. Insofern sehe ich keine Möglichkeit der Zwischenlösung.


    Da sind wir dann wohl einfach anderer Meinung. Ich bin schon bei dir, dass das Solidarmodell bestehen soll, nur sollte es sich auch eben solidarisch nach unten orientieren und nicht immer nur nach oben. Letztendlich wurden die Beiträge 2013 von teilweise 5 auf 18 Euro angehoben und es ist immer noch nicht genug.


    Die Verflechtungen, bzw. das Eigenleben zeigen auch deutlich das der ÖR den Beitrag nicht für das Programm nutzt, sondern größtenteils andere finanzielle Interessen verfolgt. Und das auf Kosten des Solidarmodells. Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass der überbezahlte Apparat nicht sein muss.



    Ohne jetzt die Verflechtungen herunter spielen zu wollen, aber die gibt es in gleichem Maße bei großen Privaten Anbietern.


    Ja richtig. Die ÖR begründen jedoch ihre Existenz auf einem "Beitrag" und leisten mir dadurch "Service". So wie die das nennen. Ein Beitrag impliziert aber die indirekte Frage danach ob ich es will und gut finde. Da wäre eine Zwischenlösung einfach super, weil ich es prinzipiell schon gut finde, nur nicht alles. Dummerweise bleibt mir nichts anderes über als mich sehr konkret zu positionieren. Und ein Solidarmodell sollte schon auch solche Szenarien berücksichtigen.


    Das wäre einfach sozial und total nett.



    Apropos Datenschutz: im Vergleich zu allen privaten Diensten ist der ÖR kaum in Gefahr Daten zu sammeln, zu teilen und verkaufen zu wollen.


    Der Meldedatenabgleich war schon öfters in der Kritik. Die öffentlich Rechtlichen unterliegen einem "Rundfunkstaatsvertrag" und sind in der Lage in so ziemlich jede persönliche Schublade Einsicht zu bekommen. Freilich wird auf die "Strenge Datenschutzrichtline" hingewiesen. Aber die hat Sony auch und es wurden trotzdem Daten abgegriffen.
    Dafür, dass die ÖR nur TV machen, haben die unheimlich viele Berechtigungen. Daran störe ich mich auch.


    Ich möchte an dieser Stelle vielleicht einen Punkt in der Diskussion machen, weil ich denke das hier nun einige Facetten durchaus gut beleuchtet wurden und sich interessierte eine Pro und Contra Meinung anlesen können. Das ist ja letztendlich auch der Sinn des Forums :)


    Deshalb also mein Schlussatz:


    Ich bin der Meinung, dass die ÖR sich von der Solidarität und den demokratischen Grundwerten wegentwickelt haben. Diesen Eindruck vermitteln mir die vielen Skandale um die Anstalt des ÖR und den Unwillen darüber sich zu reformieren, obwohl die Mehrheit der Befragten dafür wäre. Es ist nicht falsch dieses System zu mögen, es ist aber auch nicht falsch es zu hinterfragen. Bei 81 Millionen Einwohnern in Deutschland muss man jedoch eine andere Möglichkeit schaffen Menschen wie mich abzuholen. Stattdessen herrscht mittlerweile eine "Friss oder Stirb" Mentalität die jeden nicht Zahler lieber ins Gefängnis steckt, statt über eine Reform nachzudenken, um mehr Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erhalten. Für mich persönlich ist es ein Zeichen dafür, dass hier etwas nicht stimmt. Die einzige Konsequenz die der ÖR daraus zieht ist die Umbenennung seiner unliebsamen Worte. Aus Gebühr wird "Beitrag", aus Zwang "Service". Das ist aber auch schon alles was unternommen worden ist. Ich finde das nicht gut und mein Unmut äußert sich in einem Boykott dieser Anstalt. Ich verstehe nicht, wie diese (meine) Sichtweise schlimmstenfalls mit Gefängnis und Beugehaft geändert werden soll. Das ist total übertrieben, unverhältnismäßig und gehört nicht in meine Vorstellung von Deutschland.


    Es gibt zweifelsohne gute Dokus und tolle Formate beim ÖR. Dem stehen aber all die negativen Berichte sowie meine schlechten Erfahrungen mit dem ÖR gegenüber. Ich habe mich deshalb entschlossen das nicht mehr weiter in dieser Form unterstützen zu wollen.


    Ich muss mich schon wundern, wie man versucht das Angebot der Fernsehsender (egal welcher) mit einem VOD Dienst zu vergleichen.


    Mich wundert dieser Vergleich nicht. Letzendlich haben sich Bezahldienste etabliert, warum wird dieses Modell in keinster Art und Weise angedacht um z.B. Kostensparender aufzutreten und den Zwangsbeitrag für den Bürger zu reduzieren? Mir geht es bei dem Vergleich eher um technische Möglichkeiten, nicht unbedingt um die Inhalte die gesendet werden.


    Ich denke wir sind uns im großen und ganzen einig, das die ÖR bestehen sollten. Nur das "wie" muss, meiner Meinung nach, komplett überarbeitet werden. Das Programm ist vermutlich nicht mal der größte Kostenfaktor, es sind vielmehr die Strukturen die sich wohl verselbständigt zu haben scheinen.


    Das sollte evtl. auch kurz beleuchtet werden:


    1. Wie dieser Artikel das auch behandelt.
    2. In meinem letzten Beitrag wurde das zwar vom Moderator entfernt, aber der Vorwuf den Vetternwirtschaft und der Korruptionsskandale habe ich mir nicht ausgedacht, belegt wird das hier oder aber hier.
    3. Auch über die fraglichen Verflechtungen der ÖR wurde schon berichtet. Oder hier.
    Tolles Zitat "Politfilz und geschäftliche Sauereien, übelste Geldgeschichten und Stasi-Verwicklungen - das prägt die 20-jährige Geschichte des MDR"
    4. Auch Sixt klagt seit Jahren dagegen.
    5. Die Methoden der Eintreibung habe ich bereits angesprochen. Hier war das mit einem Gefängnisaufenthalt verbunden. Die Ör haben recht verhalten darüber berichtet.


    Und das sind nur die populärsten Fälle der letzten sechs Jahre. Um auf die Frage zurück zu kommen wie das denn anders gemacht werden soll möchte ich deshalb nochmal antworten: "auf keinen Fall so wie jetzt".



    Der einzige Weg an dem bestehenden System der ÖR etwas zu ändern, ist in meinen Augen der Weg über die Politik.


    Da Rundfunk in Deutschland Ländersache ist, muss man wohl politisch aktiv werden.


    Genau das. Die Sendungen die bei den ÖR tatsächlich mal Qualität haben, befinden sich leider im Fahrwasser dieser Skandale. Das Modell der ÖR ist auch so aufgebaut, das man es entweder hasst, oder liebt. Beitrag zahlt, oder nicht zahlt. Eine Zwischenlösung gibt es nicht, vielleicht habe ich auch, in Anbetracht dieser Tatsache, das Bezahlmodell erwähnt. Es wäre zumindest, meiner Ansicht nach, eine guter Weg zu einer Zwischenlösung.


    Würde der gesamte ÖR wegbrechen, hätten wir auch sehr viele Quellen beerdigt. In vielen Regionen Deutschlands wahrscheinlich die besten und einzigen.
    Immer nur "alles oder nichts", das finde ich zu einfach


    Ich sehe es ein was du sagst und möchte nochmal unterstreichen das keiner (bzw. nur sehr wenige) der "Gegner" den ÖR wegbrechen lassen möchte. Verschlanken, effizienter gestalten, trifft es eher. Die ÖR finde ich altmodisch, weil der zu hohe Beitrag komplett die Marktdynamik aushebelt und dieser total festgefahren ist. Auf keiner der Ebene muss sich der ÖR irgendeiner Neuentwicklung anpassen, weil die Einkünfte die Existenz des ÖR komplett rechtfertigen.


    Das gilt sowohl für die Grundversorung, als auch für das komplette Nachmittagsprogramm und zieht sich bis zur Innenstadt Kölns, wo die ÖR ihren Merchandise Schmarrn loswerden und ihre Geschäfte in bester Lage positioniert haben. Dadurch das wir nun mittlerweile fast 18€ im Monat entrichten, muss über keinen einzigen Geschäftszweig kritisch nachgedacht werden, weil das Geld ist da.


    Diese Tatsache haben wir auf der einen Seite. Auf der anderen Seite (aus dem Bereich des Fernsehens) tummeln sich moderne Bezahlangebote. Netflix, AmazonPrime und Sky gestalten zunehmend das Fernsehen und das mit überschaubaren Kosten, vorallem mit der Möglichkeit selbst darüber zu entscheiden ob man es bezahlen möchte, oder nicht. Technisch geht einiges viel effizienter als Zwang.



    Ich kann sehr gut verstehen, dass man sich mit der Beitrags-Eintreib-Methode nicht einverstanden ist, aber kennst du eine Alternative?
    Wenn alle zahlen würden, wäre der Beitrag auch geringer - da sind wir wieder bei der Frage welches Verständnis wir von einem solidarischen Modell haben, aber vor allem welches Verständnis wir von einem Staat haben.


    Die Alternative die fairer war als das was wir jetzt haben gab es vor 2013... Es war nicht perfekt, aber fair. Mich stört es etwas das die heutigen Beiträge als total alternativlos hingestellt werden und der technische Fortschritt komplett ignoriert wird. Das die Beiträge sinken halte ich ebenso für ein Gerücht. Mittlerweile zahlt fast jeder Deutsche Staatsbürger, bis auf einige wenige Außnahmen wie mich. Damit geht den ÖR den Schritt jeden Haushalt mit 18 Euro zu belasten, die Einnahmen sprudeln, darüber berichtet jede Zeitung. Und was ist die Konsequenz darauß? Der ÖR möchte sein maßloses Leben mit einer weiteren Beitragserhöhung durchfinanziert bekommen haben... 20 Euro wären "zeitgemäß". Das ist ein Faß ohne Boden der einfach in keinem Verhältnis zum Gegenwert steht.


    Meine Meinung dazu ist: Wenn wir weiterhin einfach nur zusehen, werden aus den 20 Euro irgendwann 25 Euro bei gleichbleibender Qualität des TV Programms. Natürlich lässt sich von Lanz auf Arte umschalten, für die Menschen ohne Fernseher ist das aber kein Argument welches 18 Euro rechtfertigt. Es soll ein solidarbeitrag sein? Ja dann bitte von beiden Seiten. Der ÖR muss sich mir annähern und ich mich dem ÖR. Momentan entfernt sich der ÖR einfach von jedem, redet irgendwas von solidarbeitrag und erwartet tosenden Applaus ohne Widerstand. Ein Solidar(beitrag) muss finanzierbar bleiben und sollte bestenfalls, aus der Überzeugung heraus gutes zu unterstützen, finanziert werden.


    Die Art und Weise wie die Beiträge eingetrieben werden ist kein Zeichen von alternativlosigkeit, sondern ein Zeichen davon das der ÖR mittlerweile seine Volksnähe verloren hat und nur noch darauf bedacht ist uralte Strukturen aufrecht zu erhalten, ohne darauf Rücksicht zu nehmen was der Zuschauer, für den das Programm letztendlich sein sollte, davon hält.


    Ich halte diese Entwicklung für total falsch.


    Das ist ja des Prinzip eines solidarischen Sozialstaates: nicht jeder nutzt alles aber man verständigt sich auf ein paar Grundpfeiler und wenn etwas wichtig ist, dann doch die unabhängige Presse und die Bildung oder?


    Ich finde eine unabhängige Presse auch wichtig und richtig, aber die gibt es de fakto nicht bei den ÖR. In Zeiten der Ukraine Krise war es fast egal, ob ich den Julian Reichelt auf Bild.de lese, oder die ÖR konsultiere. Der Tenor war ziemlich einstimmig, sehr flach recherchiert und mit subtilen Schuldzuweisungen ausgeschmückt. Kurzum, eine bessere Berichterstattung habe ich ausgerechnet dort erhalten, wo es keine Zwangsmitgliedschaft gibt. Damit möchte ich sagen, das die von dir als wichtig deklarierten Grundpfeiler nicht zwangsläufig die Attribute des ÖR sind. Dafür gibt es genügend Beispiele, aber um bei dem letzen aktuellen Fauxpas des ÖR zu bleiben erwähne ich nur kurz die Russland Doku bei der im nachhinein festgestellt worden ist, das der ÖR einen Russen geschmiert hat, um zu "beweisen" in der Ukraine der Putin tobt. Der Shitstorm war damals auch nicht mehr weit.


    Du kannst jetzt freilich sagen: "naja, passiert doch jedem". Ja, schon. Aber in diesem Moment möchte ich von meiner Freiheit gebrauch machen und die Mitgliedschaft kündigen. Stattdessen bestätigen die ÖR sich selbst im Recht, indem auf steigende Mitlgliederzahlen verwiesen wird. Ein Witz oder?



    Bei Privatisierung haben wir immer das Problem der Befangenheit, immer die eigenen Interessen, nie Unabhängigkeit!


    Kam übrigens heute ein guter Beitrag im DLF (ÖR!), der erklärt hat wie kritisch das ist, dass Menschen nicht mehr unterscheiden können zwischen Nachrichten von der SZ und CocaCola - wollen wir da hin?


    Meine Frage ist deshalb: wie befangen sind die ÖR eigentlich? Den Satz den du zur beschreibung des Problems der privatisierung des Fernsehens verwendet hast, kann ich quasi 1 zu 1 auf die ÖR übertragen. Die einen gestalten ihr TV Programm aufgrund von Marktinteressen die anderen aufgrund von politischen Interessen. Unabhängig ist hier also keiner, egal wie hoch der Beitrag des ÖR ist.


    Wir wollen natürlich nicht in eine Welt schlittern in der coca-cola News gleichgesetzt mit SZ News werden, aber wenn wir bereits jetzt das Problem vor der Tür haben, was hat der ÖR, wenn er doch so substanziell zu sein scheint, dagegen getan?



    Die Mehrheit weiß doch oft gar nicht was gut für sie ist, sie geht nur nach dem Preis. Ihr scheint auch der Unterschied zwischen "News" oder einem guten Artikel in der ZEIT nicht klar zu sein, es geht nur um die "Information". Jetzt kann man sagen gut, ihr ist nicht zu helfen, selbst schuld, oder man bringt nach einem Tatort die Tagesthemen, die (bei aller Kritik) deutlich tiefer gehen als die RTL-News oder (embedded) Reuter-News und das nehmen die Menschen dann noch mit.
    Das finde ich äußerst wichtig, sonst können wir die Demokratie abschaffen, wenn sich eh keiner mehr mit Dingen tiefer beschäftigt und sich dafür interessieren lernt.


    Für meinen Geschmack interpritierst du zuviel Qualität und Relevanz in das TV Programm der ÖR hinein. Das mag ja sein, das die Mehrheit vielleicht etwas nicht begreift, aber die ÖR werden dieses Problem auch nicht beheben können. Ob jemand den Nachrichtengehalt einer News versteht oder nicht, ist nicht die Schuld des ÖR, auch ist es nicht deren ihre Aufgabe zu vermitteln, oder dieses Problem zu lösen.


    Mit der Demokratie wird meines erachtens nach auch nichts passieren, weil die ÖR Sendeanstalten größtenteils das Rentnerpublikum bedienen und die Demokratie demnach schon längst verloren wäre. Aber wie wertest du denn eigentlich die Tatsache das viele Umfragen Veränderungen im System des ÖR wünschen, aber kein Gehör auf der Ebene der Demokratie vorfinden? Wird hier nicht eher das Gegenteil dessen gefördert, was die ÖR deiner Meinung nach vermeiden wollen (z.B Politikverdrossenheit)? Ich könnte genausogut hergehen und sagen das die Demokratie ausgehöhlt wird, weil ich nicht verstehe weshalb kein Volksentscheid zu diesem Thema durchgeführt wird.



    ist es nicht anstrengend, wegen jedem Thema eine neue Website aufzurufen? Im ÖR und der Zeitung ist das Spektrum abgebildet. Dort lässt man dann die Prominews weg und liest den Rest. Auf Netzpolitik.org erfahre ich aber nichts zum Klimawandel oder den Unwettern, also muss ich noch zig andere Seiten aufrufen. Oder wie macht ihr das?


    Nur die ÖR zur Rate zu ziehen ist aber auch nicht gerade die beste Methode um über das Weltgeschehen, halbwegs fundiert, urteilen zu können. Auch wenn es anstrengend wäre zig Webseiten aufzurufen, es ist richtig und wichtig das zu tun. Aber so weit müssen wir doch heute gar nicht mehr gehen. Apps wie Newsrepublic versorgen mich auf dem Tablet mit den aktuellsten Nachrichten, dazu habe ich einen Newsfeed auf meinem smartphone welcher mir sogar die Berichte von Telepolis auf das Display bringt. Sorry, aber dagegen stinkt das Angebot des ÖR ziemlich ab, die haben sich letzes Jahr lieber hingesetzt und den alten Teletext in eine App programmiert.... Hmja.


    Momentan sehe ich genau das Gegenteil dessen, was du im ÖR siehst. Die Demokratischen Grundpfeiler beginnen doch bereits bei der Eintreibung der Gebühr zu bröckeln. Die Art und Weise wie das passiert, ist dem entgegengesetzt was der ÖR eigentlich sein will. Bei meinem Monatsbudget von 30€ für Medien, nimmt der ÖR mehr als 50% ein, es gibt hier einfach keinen Platz mehr für ein SZ-Abo, welches ebenso mit ca 18€ zu buche schlägt. Die ÖR haben bereits jetzt ein Medienmonopol aufgebaut, welches mit seiner Zwangsgebühr einfach nur Anteile abgreift. Anteile die für die Informationelle Selbstbestimmung aber nicht unwesentlich sind, vorallem wenn wir über Demokratie reden.


    Und auf diesem Brei wird versucht "Akzeptanz" aufzubauen...


    Machterhalt durch Angst und Terror im Namen der Demokratie. Das verbinde ich mit den ÖR.


    Viele Sender zu betreiben kostet heute ja nicht mehr viel Geld - was Geld kostet sind die Inhalte zu produzieren, insofern plädiere ich dafür den Sport an die Privaten abzugeben und dafür die Orchester zu behalten, nicht weil Sport nicht wichtig ist für die Grundbedürfnisse, sondern weil er viel zu aufgebläht und zu teuer geworden ist.


    So oder so ähnlich kann man das andenken. Wie gesagt, es besteht aufjedenfall Gesprächsbedarf, davon wollen die ÖR aber überhaupt nichts wissen und wählen, wie schon immer, die Holzhammermethode. Wer nicht will, der wird zu seinem Glück gezwungen.


    Und wie der Zufall es so will, liegt vor mir (wieder mal) ein Schreiben vom Gerichtsvollzieher auf dem Tisch :D Und das ist etwas, was ein "Beitrag" eigentlich nicht auslösen sollte.


    Ich wage auch nicht, dem zu widersprechen. :D


    Radio hast Du auch nie gehört?


    Ich habe nie bewusst die Entscheidung getroffen jetzt das Radio einschalten zu müssen und vermisse das auch nicht. Ehrlich.
    Meistens dudelt das im Büro eines anderen Kollegen, davon bekomme ich aber von meinem Arbeitsplatz, zum Glück, wenig mit. Hab halt Mp3 oder Spotify im Ohr ;)


    Meine Nachrichten hole ich mir aus anderen Online Angeboten und bezahle dann auch gerne dafür.


    Egal, ob man den GEZ-Beitrag nun senken sollte, oder nicht: Wir reden hier von "überschaubaren" Beträgen.
    Ich frage mich immer wieder, wie sich extrem viele Leute, die ich kenne - und die wirklich knapp bei Kasse sind - immer die neusten Smartphones und umfangreichten Tarife leisten können...


    Es werden doch immer Kosten gegen den Nutzen gestellt. Ich würde nicht verhungern, wenn die mir die 18€ abziehen würden, aber hätte ich die Wahl zwischen Tariferhöhung meines Mobilfunkvertrages und den Leistungen des ÖR, dann würde ich den Mobilfunkvertrag wählen. Einfach weil der Gegenwert da ist und ich mittlerweile sehr viel mit dem Smartphone erledige.


    Zudem kenne auch die anderen Menschen, die mit 1200 Netto in München auskommen müssen und nur eine prepaid Karte ohne Mobilfunk besitzen und vom öffentlichen Wlan (der in Deutschland bescheiden ist) abhängig sind. Was meinst du wovon die mehr profitieren würden? 18€ für die ÖR welche sie nicht mal konsumieren, oder von einem Mobilfunkvertrag für 12,99€ ?
    Fest steht, beides geht nicht.



    Meine Meinung ist eben: Wenn der ÖR (egal wie und wie hoch der bezahlt werden muss) entfallen würde, ginge es mit Kultur, gesundem Menschenverstand, Umgangsformen, Realitätssinn und Wichtung von Priorotäten noch weiter bergab...


    Die Menschen die tatsächlich aktiv bei dem Boykott dabei sind, wollen die ÖR nicht abschaffen, sondern reformieren. Zeitgemäßer gestalten. In der jetzigen Form ist es einfach zu teuer und zu ineffizient. Wie zuvor erwähnt sollte der kulturelle Grundstock aufjedenfall bestehen und von uns finanziert werden, die Gebühr wäre aber weitaus geringer und von jedem Menschen tragbar. Nur darum geht es. Einen vertretbaren Gegenwert zu einer vertretbaren Gebühr zu schaffen. Über 5€ würde sich vermutlch keiner mehr aufregen.


    Heute ist der ÖR genau das Gegenteil dieser Forderungen. Es ist eine Made im Speckhaufen die sich nicht mehr vom Fleck bewegen kann und von teuer erworbenem Pflegepersonal noch mehr in ihrer Rückständigkeit verankert wird.


    Ich möchte das Thema nicht verlassen, deshalb nur eine Anmerkung: Kultur ist nicht das Produkt des ÖR. Die ÖR sind eher das Produkt einer Kultur, so wie ein Museum.
    Ich habe die ÖR nie konsumiert und bin deshalb nicht weniger deutsch, oder habe nicht weniger Menschenverstand oder Umgangsformen. So nehme ich mich selbst zumindest wahr :D


    Zahle auch für den Straßenbau, obwohl ich kein Auto fahre, trotzdem muss ich für die SUVs und deren Belastungen zahlen - ist halt nich immer fair.


    An der Behauptung deines #3 Postings ist insofern was dran, dass es wahrhscheinlich nicht mal mich groß aufregen würde, wenn dieser Beitrag eine Steuer wäre und vom Gehalt abgeozgen wird. Die ÖR wehren sich aber gegen alle Anschuldigungen eine Steuer zu erheben. Eine Steuer ist aber genau das was du beschreibst, sie dient dem Allgemeinwohl und für irgendeine Art des sozialen miteinander.


    Daran halte ich persönlich fest. Ein "Beitrag", welchen man bei den ÖR entrichten "sollte", ist eine freiwillige Leistung die ich für die Allgemeinheit erbringen möchte. Und dann beginnt die Achterbahnfahrt. Was ist eigentlich, wenn ich es nicht möchte? Die Antwort darauf erinnert eher an Schutzgelderpresser und Schlägerbanden. Was ist eigentlich, wenn ich sehe das Amazon Prime (in meinen Augen) ein besseres Programm für weniger Geld bereit stellt+zeitunabhängig? Dann möchte ich die Frieheit haben meinen Beitrag in Frage zu stellen. Das alles wird mir jedoch verwehrt bzw. muss über gerichtliche Instanzen ausgefochten werden.


    Das kratzt sehr am Image der ÖR.



    Dann diskutieren wir über den Inhalt: jeder will was anderes sehen. Wie will man Leuten, die politikverdrossen sind wieder solche Inhalte nahebringen, wenn sie den ganzen Tag amerikanische Serien schauen wollen? Da versuchen jetzt eben neue Formate wie das Neomagazin, oder Jugendsender ihr Glück - sonst sind diese Leute komplett an die Privaten verloren.


    Ganz schwierige Diskussion...


    Es ist eine schwierige Diskussion, aber dieser Problematik will sich kein Zuständiger stellen und das ist eher das Problem. Die Einnahmen die eingefahren werden liegen bei 8 Mrd €, damit ist der Kleinstaat der ÖR bereits jetzt konkurrenzlos. Die Summe des Geldes hat aber wenig mit der Qualität des Programms zutun, es wird vielmehr in die aufrechterhaltung des ~70 Jahre alten Systems investiert und mit neuartigen Angeboten angereichert.


    Wenn man mich fragt wie es anders gehen sollte, muss ich immer sagen: Grundversorung. Nachrichten, Kultur, Themen aus der Politik, der Wissenschaft, der Philosophie, Kunst. Diesen Grundstock sollte jeder bezahlen, die Kosten wären nur nich mehr so exorbitant hoch und jeder sollte sich das Leisten können, am besten tatsächlich als Steuer deklarieren. Alle anderen Kanäle sollten optional buchbar bleiben. Technisch wäre das aufjedenfall möglich.


    Das ist nur meine Meinung. Mir schon klar das es sich ziemlich nah am "Pöbel" orientiert. Zeigt aber auch das eine Diskussion darüber geführt werden sollte und das die Verantwortlichen mal endlich Transparent aufschlüsseln wohin die 8 Mrd € hingehen. Denn die nächste Erhöhung steht schonwieder vor der Tür und keiner weiß eigentlich wofür.


    Zudem denke ich das Politikverdorssenheit und der Konsum von Ami-Serien eher in der Erziehung verankert sind. Ich würde jetzt mal nicht soweit gehen und die ÖR als Heilsbringer hinstellen ;)
    Sowohl für die Ami Serie als auch für die Doku ist immer noch meine Entscheidung nötig und diese Sinnig zu fällen, bzw. sich richtig zu entscheiden, das gibt man uns in der Regel mit auf den Weg.


    Heute kann man fast alle Sendungen live im Internet oder in der Mediathek nachschauen - Internet und die Endgeräte hat so gut wie jeder.


    Ja richtig. Nur ist die Abgabe nicht mehr an ein Gerät gekoppelt sondern an eine Wohnung, mit der Argumentation das eine Wohnung per se irgendein Empfangsgerät bereit hält. Das eine Wohnung aber selbst kein Empfangsgerät sein kann, wird rechtlich irgendwie "hingebogen". Einige Kläger hatten zwei Wohnungen und versuchten deutlich zu machen das sie sich physikalisch aber nur einer Wohnung befinden können. Egal, da wird dann total solidarisch zweimal abkassiert. Die Hotels werden ebenso abkassiert und geben den Preis an den Kunden weiter, der aber schon privat abkassiert wird, die Betriebsstätte wird abkassiert, obwohl jeder der dort arbeitet auch privat bereits belastet wird. Also wenn das faierness ist...



    mir würden die Privaten dazu nicht genügen und auf Netflix finde ich auch nichts zur EM, TTIP oder der Voratsdatenspeicherung.


    Und das ist ein Punkt den jeder für sich selbst entscheiden können sollte. Der ÖR finanziert sich heutzutage aus einem Zwangsbeitrag. Wer nicht zahlt, der wird bedroht. Ist das richtig? Ich denke nicht. Es gäbe, in anbetracht der technischen Mitteln, eine Menge Szenarien wie man das Problem angehen könnte, aber das Rentnerkonsortium der ÖR möchte zwar Gebühren für moderne Endgeräte erheben, sich aber keinesfalls der moderne beugen. Und warum? Weil zahlreiche Umfragen nahelegen das das Konstrukt der ÖR so überholt ist, das es nach einer Neuausrichtung wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt.


    Dieses System überdauert nur deshalb sich selbst, weil Geld mit Gewalt eingetrieben wird und nicht, weil die Menschen davon überzeugt sind, das das Zukunft hat. Und hier herrscht durchaus Gesprächsbedarf, zwischen dem Volk und dem ÖR, oder der Politik.


    Es muss ein faires Angebot geben, eine Grundversorung die jeden 2-5€ im Monat kostet und ein Programm welches freiwillig dazubestellt werden kann, je nach Bedarf. Nur das ist fair und hat Zukunft. Mit 18€ jedoch belastet diese Abgabe sozialschwache Menschen, die sich erstmal vor dem ÖR entbloßen müssen, um "befreit" zu werden.



    .....Und das alles für einen TV Sender.....


    Netflix wollte noch nie wissen was ich verdiene, als ich es abbestellt habe.




    Es geht da glaube ich auch nicht um dich oder mich, sondern darum was für die Allgemeinheit gut ist und wir unter einem Bildungsauftrag bei der Grundversorgung verstehen. Da kann man ja immer über die Inhalte diskutieren - bin ich ja auch dafür - aber machen wir uns nichts vor, ohne die Öffentlich-Rechtlichen sähe es sehr viel schlechter aus.


    Ich würde dir sehr gerne Recht geben wollen, aber der "Bildungsauftrag" und die "Grundversorung" sind genau die Dinge die die ÖR vielleicht zu einem sehr geringem prozentsatz leisten. Das Hauptprogramm wird von TV-Formaten eines Hirntoten dominiert. "Rote Rosen", "Sturm der Liebe", "Panda, Gorilla und co" sind nur einige Beispiele der "Grundversorung" bei den ich ganz enschieden sagen muss, das der Beitrag von 18€ total abgehoben ist, weil sich die ÖR zunehmend, auch wenn sie von uns liebevoll mit Geld supportet werden, richtung privates Fernsehen entwickeln. Soviel schlechter würde es vermutlich nicht aussehen und letzendlich halten sich Zeitungen wie die Süddeutsche doch auch über Wasser, indem hochwertig recherchiert wird und ein Abomodell (mit mehr Inhalten) genutzt werden kann. Warum dieses System nicht auf die ÖR angewendet wird, ist mir ein Rätsel.


    Im Kern kann man sagen: Gäbe es soetwas wie die Grundversorung in der Realität, würde diese Anstalt um 80% ihres Volumens schrumpfen. Ganz Köln würde von den Merchandise-Geschäften der ÖR befreit werden und wir hätten endlich ein Programm welches unbahängig von der Quote gestaltet werden würde, für unter 5€ im Monat.


    Deshlab bin ich voll dafür das da was passiert.


    Kritik gibts ja auch seitens Böhmi :D
    http://www.huffingtonpost.de/2…ermann-zdf_n_8087214.html


    Ich bin auch sehr für den Erhalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.


    Ja das ist der Punkt. Man erhält diesen Steinzeitsaurier mit aller Gewalt, weil es niemand einsehen will, dass dieser Laden absolut überholt und im Konkurrenzgeschäft schon längst der Wirtschaftlichen Selektion zum Opfer gefallen wäre. Wer zahlt heute schon gerne 18€ im Monat (tendenz steigend)!!!! Für etwas worauf er bestenfalls keinen Bock mehr hat und das in einer Zeit in der moderne Konkurrenzangebote alles besser und billiger und vorallem ohne Repressalien anbieten?


    In der jetzigen Form ist das alles einfach nur noch ein riesen Mist. Warum nicht einfach alles aufs wesentliche reduzieren und fürn 5er im Monat aufrechterhalten? Da wäre mal zumindest irgendwo ein Gegenwert da, aber für den Preis......


    Abschaffen muss man das nicht. Einfach reformieren.



    Ohne GEZ und allgemein geförderte Medien haben wir bald nur noch Bauer sucht Frau, Trash-TV und Werbung im 5-Minuten-Takt, weil nur noch das gesendet wird, was irgendjemand bezahlt.


    Und das haben die ÖR nicht? Schon jetzt orientieren sich diese, durch uns finanzierten Sender, richtung Trash-TV, weil sie Quote riechen. Wenn du mir das nicht gaubst, schau dir mal das Nachmittagsprogramm von ARD und ZDF an. Das nennen die dann "Bildungsfernsehen"


    Ich boykottiere den Laden schon lange. Was man da alles erlebt... Das hat nichts mehr mit seriösen Geschäftspraktiken zutun. Da wird gedroht, gelogen, ausgesessen. Zuständig dafür fühlt sich keiner.
    Früher war das System zumindest fairer: Menschen ohne TV zahlten weniger, fertig. Heute wird man vor die Wahl gestellt, zahlen oder sich mit dem Saftladen anlegen. Andere Möglichkeiten hat man nicht. Schlimmstenfalls knasten die dich ein, weil du kein TV zahlen magst.


    Das kann man doch gar nicht alles gut finden. Da läuft soviel falsch.


    ...wenn es in den "neuen Märkten" aber eh keinen interessiert, könnte WA allerdings erst recht auf E2E pfeifen... dennoch ist es nun drin.


    Ich kann mir gut vorstellen das damit Regierungsanfragen, egal welcher Länder, diskreditiert werden können und Facebook damit den Schritt geht die herrschnde Politik eines Landes zu "unterwandern". Das ist natürlich gut, weil sich Whatsapp in erster Linie als ein Chatprogramm versteht und für den Inhalt, der geteilt wird, nicht herangezogen werden kann, weil E2E. Selbst wenn der IS nun diese Plattform zur kommunikation nutzen würde. Facebook könnte sich, wie apple, gut aus der Verantwortung nehmen.


    Es ist, denke ich, eine Win-Win Situation für alle Beteiligten. Aber ich, als in Deutschland Lebender IT-Mensch, habe einfach einen anderen Anspruch an die Kommunikation, als Menschen in anderen Ländern. Deshalb ist "nur" E2E für mich noch lange nicht genug und ich finde es super das alternativen, endlich auch, aus der EU kommen. Das war alles zu lange ein US-Dominierter Markt.