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Die Gefahr die Handynummer zu teilen
#1
Hallo

Ist es möglich einen Nutzer anhand seiner Handynummer einfach zu orten oder auf sein Gerät zuzugreifen (Virus installieren, IMEI auslesen, Surfverhalten ermitteln) oder kann ich neuen, noch unbekannten Personen, meine Handynummer bedenkenlos weitergeben?
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#2
Grundsätzlich würde ich meine Handynummer nur Personen geben, die ich auch kenne. Andererseits weiß ich, dass es oftmals gar nicht so leicht ist. Zum Beispiel ist man in einer WhatsApp-Gruppe und nun ist die Nummer für alle Gruppenmitglieder öffentlich.

Eine Person, die deine Handynummer kennt, kann nicht einfach Viren installieren oder dein Surfverhalten ermitteln. Bezüglich dem Orten: Soweit ich weiß ist auch das nicht einfach für Privatpersonen möglich. Allerdings habe ich mich damit nicht näher beschäftigt.
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#3
Hallo Gustav

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Aus dem einfachen Grund das bei der Programmeriung von Mobiltelefonen Fehler passieren und diese ausgenutzt werden können. Je nach Firma die diese Geräte herstellt werden auch absichtlich solche Fehler eingebaut. Jedoch sind diese Fehler nur sehr schwer zu finden und werden für Millionenbeträge gehandelt. Darum ist es für die grosse Mehrheit der Menschen unmöglich solche Fehler auszunutzen und auf einem Mobiltelefon einen Virus zu installieren.

Für die grosse Mehrheit der Bevölkerung in einem Land wie der Schweiz halte ich die Gefahrenlage daher für gering. Wie es in anderen Ländern aussieht wage ich nicht einzuschätzen.

Falls der Gegenspieler aber nicht eine Privatperson, sondern die Polizei oder ein Geheimdienst ist, sieht die Lage anders aus. Dies könnte zum Beispiel auf Whistleblower zutreffen. Hier ist bereits die Bekanntgabe der Telefonnummer eine Gefahr, es wäre zum Beispiel in der Schweiz möglich den Provider zu fragen wo sich die Person in den letzten 6 Monaten aufgehalten hat. Oder mit einem IMSI Catcher den Datenverkehr abzufragen. Auch ist das Ausnutzen von Sicherheitslücken hier eher möglich, auch wenn diese Möglichkeit wohl bei gemeinen Kriminellen nicht genutzt wird.

Auch Stalker beschränken sich oft nur auf das Ausnutzen der bekannten Kommunikationswege und sind daher sehr lästig, nutzen aber soweit ich weiss selten sonstige Sicherheitslücken aus.

Für mich käme wohl maximal ein Stalker infrage, aber da vertraue ich darauf, dass ich die Handynummer einigermassen schnell wechseln kann. Darum gebe ich meine Telefonnummer bedenkenlos an alle Personen welche einigermassen sympathisch wirken weiter.

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen.

schuschu

Edit: Wichtig zu erwähnen ist natürlich, dass das installieren von Schadsoftware in vielen Ländern illegal ist.

(23.04.2019., 10:05)Crixus schrieb: Bezüglich dem Orten: Soweit ich weiß ist auch das nicht einfach für Privatpersonen möglich. Allerdings habe ich mich damit nicht näher beschäftigt.

Einen IMSI Catcher kann man laut Wikipedia relativ günstig nachbauen (https://de.wikipedia.org/wiki/IMSI-Catcher). Aber hier ist der Aufwand für eine Privatperson natürlich gewaltig und der Einsatz zumindest in der Schweiz verboten.


Edit: Ich bin natürlich auch nicht Anwalt, sondern blosser Forist. Mein Wissen sollte man also nur mit Vorsicht geniessen.
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#4
@ Gustav
Es gibt bspw. den "Virus" namens "WhatsApp". Selbst wenn du diesen Messenger selber nicht nutzt, wird deine Mobilfunknummer sehr wahrscheinlich trotzdem verteilt werden. Das geschieht dann über Kommunikationspartner, die WA nutzen und deren Adressbucheinträge regelmäßig (mit jeder einzelnen Nachricht) und nach dem Zufallsprinzip mit dem Datenbestand bei Facebook abgeglichen und ausgeleitet werden. Die ungewollte Weitergabe der eigenen Mobilfunknummer ist bei regelmäßiger Nutzung eines Mobiltelefones (Smartphones) kaum verhinderbar.
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