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Welcher Webbrowser?
#16
Google zahlt am Mozilla dafür, dass ihre Suchmaschine vorinstalliert und vorausgewählt ist. Da die Gecko-Engine unter GPL steht, ist sie genauso einsehbar wie die Chromium-Engine.

Firefox selbst enthält (zumindest teilweise) seinerseits Tracking-Module. Ich setze deshalb seit geraumer Zeit auf Fennec (F-Droid). Dort sind diese Module entfernt. Auch IceCat ist bereinigt, aber damit fehlt der Zugriff auf die Lesezeichensynchronisation und viele Add-Ons (zumindest über die Menüstruktur). Mit den vorinstallierten Add-Ons ist IceCat ziemlich sicher, aber man sieht auch, wie kaputt das Web ist. Man sieht es in Form von kaputten Seiten.
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#17
(14.05.2019., 15:23)MuLu schrieb: Leicht nachzuprüfen über einen Blick in about:config.

Fair enough.

(14.05.2019., 15:23)MuLu schrieb: Mir fallen auch ein paar Fälle ein bei denen ein Teil des Sponsorings so aussah, dass man den Projekten Programmierer "auslieh".
Ernst gemeinte Frage: Wie schaut das denn da bei Mozilla und Google aus?

Da musst du Google/Mozilla fragen. Beim Browser kann ich es mir kaum vorstellen - es ist jedoch z.b. völlig normal, dass man zusammen an Standards schraubt.

(14.05.2019., 15:23)MuLu schrieb: Gerade wenn es Konkurrenz ist sollte man kritisch bleiben ob die Programmierer für das Projekt arbeiten oder durch nur für den AG.
Die Einflussnahme kann ja ganz subtil ablaufen.

Natürlich wird Einfluss genommen - bewusst und unbewusst. Das passiert automatisch, wenn man den gleichen Standard implementiert und muss überhaupt nicht negativ sein. Ob Mozilla oder Mozillians jetzt hier irgendwelche intransparenten Pflichten zu beachten hat, wage ich zu bezweifeln.

(14.05.2019., 15:23)MuLu schrieb: Mal von der ungefragten Installation von Addons und der Abschaltung der XUL-Plugins abgesehen.

Ersteres ist mir unbekannt. Letzteres war meiner Meinung nach der richtige Schritt zu browserunabhängigen WebExtensions. Ob die Probleme mit e10s vorgeschoben waren oder nicht, sei mal dahingestellt.

(14.05.2019., 15:23)MuLu schrieb: (Prism, Electron, Positron)

Installierte PWAs sind die Zukunft. Winzige Apps in riesige Browser-Engines zu packen und davon dann etliche gleichzeitig laufen zu lassen war schon immer ein Workaround. Aus Entwicklersicht mag es kurzfristig angenehm sein, nur für eine Engine entwickeln zu müssen, aber mittel- und langfristig dürfen sie dann alles fressen was Google ihnen vorlegt, inkl. proprietärer Standards. Man sollte da schon über den Tellerrand hinausschauen.
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#18
(14.05.2019., 15:23)MuLu schrieb: Mir fallen auch ein paar Fälle ein bei denen ein Teil des Sponsorings so aussah, dass man den Projekten Programmierer "auslieh".
Ernst gemeinte Frage: Wie schaut das denn da bei Mozilla und Google aus?

Ähm, nein…
Nochmal: Das sind zwei verschiedene Unternehmen. Die werden sich ganz sicher nicht Programmierer "ausliehen" – wozu auch? Hat ja jeder seine eigenen.
Ich meine das sind beides Open-Source-Projekte, vlt. könnten manche da (privat) beitragen, aber eine "Ausleihe" ist das nicht. Allein schon arbeitsrechtlich stelle ich mir das schwierig vor.

Das wäre ja auch kein Sponsoring (ist ja kein Marketing), dass wäöre einfach unnötig komplex.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die nicht miteinander reden: Gerade um Web-Standards zu entwickeln, macht sowas durchaus Sinn. Aber entwickeln, tun sie ja für ihre Unternehmen, bei denen sie beschäftigt sind, alias für ihre Browser.

Und selbst wenn: Behaupten wir mal, die Hypothese, dass Google mal was contributed hat zu Gecko stimmt. Da wäre meine Frage dann: So what?
Das ist ein Open-Source-Projekt. Der Sinn der Sache ist, dass da Leute beitragen können. Der Code wir natürlich reviewed und so…

Kurz gesagt: Es ist völlig egal, wer da Code entwickelt, wer Software schreibt. Es geht ja nicht um die einzelnen Leute, die Quellcode schreiben, sondern um die Firmen: Um die Firmenpolitik. darum, wie das ganze dann verteilt wird, ob noch proprietäre Dinge hinzugefügt werden, etc.

(14.05.2019., 15:23)MuLu schrieb: Gerade wenn es Konkurrenz ist sollte man kritisch bleiben ob die Programmierer für das Projekt arbeiten oder durch nur für den AG.

Kann ich dir sagen: Für den Arbeitgeber. Ist doch klar…
Aber auch nicht schlimm. Also ich meine: Sicher werden (und sollten) viele Leute trotzdem für ihr Projekt brennen und das mögen. (So suchen sie ja auch ihre Arbeitgeber aus, evt.)
Um es anders zu sagen: Klar, die wollen auch Geld verdienen. Du nicht oder was?

Was das mit "Einflussnahme" zu tun haben soll, wird mir nicht klar…
Und nochmal: Die Richtung gibt der AG vor. Die einzelnen Programmierer machen nur ihren Job. (was nicht heißen soll, dass die nicht auch ihre eigenen moralischen Maßstäbe haben und haben sollten, aber so was sieht man ja bspw. an den Mitarbeiterprotesten gegen Software für das ICE in den USA.)

Und nochmal: Davon unabhängig sind natürlich Open-Source contributions. Die sind zumindest hier sicherlich meistens unbezahlt/freiwillig (denke ich jetzt mal), eben weil die "Hauptarbeit" große Firmen machen.

(14.05.2019., 15:23)MuLu schrieb: An Engines bleibt also dann eigentlich nur:
- Trident (MS, kann man eh knüllen wenn man auf was anderem als Windows unterwegs ist)
- Gecko (Zwingt einen zu Firefox oder nem Fork)
- WebKit (Spontan fallen mir da aber auch nicht für alle Betriebssysteme Browser ein)

Auf die Servo-Engine bin ich mal gespannt. Die kommt aus einer Kooperation von Samsung und Mozilla und soll sowohl standalone als auch embedded tun.

Ja genau, mit Servo ist das ein Ziel. Aber das dauert halt…
BTW mit WebKit gibt es epiphany für Linux/GNOME. Die MS-Engine stirbt ja, MS setzte ja auch auf Chromium.

Und klar, gerade durch Electron ist es für Entwickler sicherlich teilweise einfacher für Chrome/ium zu entwickeltn.

Aber genau deswegen, sollte man ja versuchen, die Chromium-Engine zu meiden. Oder zumindest die Diversität zu waren. Weil wollen wir wirklich ein Web, welches nur noch von Google abhängt?
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