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Strategiewechsel?
#1
Vorausgeschickt: Ich meine hier nur den "privaten" Threema Messenger, nicht Work, Gateway etc. pp.

Viele Leute hier denken darüber nach wie man dem Threema Messenger zu mehr Popularität verhelfen kann. Da gibts viele gute Ideen mit den Verlosungen, Lizenzen verschenken, es gibt diese zahllosen Überzeugungsversuche mit pro und contra Listen, Vergleichstests usw. Es gibt den Shop mit den Threema "Devotionalien", auch eine prima Sache. Aber - sind wir ehrlich - all das hat es bislang nicht wirklich gebracht. Threema hat eine ganz "nette" Verbreitung, aber eine echte Konkurrenz zu WhatsApp ist es nicht. Mit Fakten scheint es der besseren Anwendung nicht zu gelingen, die Menschen für sich einzunehmen, also müssen Emotionen her. Beispiel ist angefügt. Dazu wird es vermutlich eine Milliarde Ideen geben, aber ich denke mit vier bis fünf guten Motiven könnte man die Sache mal anders angehen. Genauso viral natürlich, denn wer sollte / wollte / könnte eine Werbekampagne auch bezahlen?

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen, allerdings kann es mit meinen Antworten dauern, denn ich bin heute viel unterwegs.


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#2
Witzige Idee! Zwincker
Allerdings glaube ich nicht, dass sich dafür irgendjemand (wirklich) interessieren wird.
Das Credo ist immer wieder dasselbe: "Was soll ich mit Threema, benutzt doch eh keiner."
Die Nutzer müssen auf die eine oder andere Art und Weise irgendwann von selber darauf kommen, dass ihr heissgeliebter Messenger (WA) eigentlich ein Virus und Schei**e ist.

Kleine Geschichte aus dem eigenen Leben:
Im Herbst letzten Jahres Klassentreffen. Bei der Gelegenheit habe ich einfach mal in die Runde meiner früheren Klassenkameraden gefragt, ob denn jemand Threema kenne oder womöglich sogar nutze. Die Antworten waren niederschmetternd. "Threema, noch nie gehört. Was ist das denn?" Der zweite Teil der Frage nach der Benutzung hatte sich somit sofort von selbst erledigt. Ach ja, WA kennen und nutzen selbstverständlich alle, abgesehen von mir selbst natürlich. Ich bin womöglich der einzige Ehemalige von ursprünglich insgesamt 31 Schülern (wir waren eine recht grosse Schulklasse, allerdings bei Klassentreffen nie ausnahmslos alle anwesend), der WA restlos abgeschafft hat und stattdessen Threema kennt und auch aktiv nutzt.

Anmerkung:
Die Abschaffung von WA hat bei mir dazu geführt, dass eine nicht unwesentliche Kontaktmöglichkeit zum großen Teil der Familie verloren gegangen ist. Lediglich mit einer meiner Nichten kann ich auf diesem Wege noch kommunizieren, weil auch sie (aus eigener Initiative) Threema nutzt.
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#3
Ja kann sein, dass es nix bringt, aber solange man es nicht versucht hat kann man nie ganz sicher sein ;-)

Ansonsten kann ich Deine Erlebnisse annähernd bestätigen. Bei mir in der Familie sind es so an die 50 %, bei den engen Freunden nahezu 100 % und der ganze Rest an Freunden und Bekannten ... nicht der Rede wert. Das war mal so ein Schub und jetzt ist es seit einiger Zeit ganz vorbei mit den "Neuzugängen". Deshalb ja die Idee es mal ganz anders zu versuchen. Natürlich will ich solche Pics nicht an Freunde und Verwandte mailen, ich dachte eher daran die Dinger in sozialen Netzwerken zu streuen. Müsste - wenn überhaupt etwas zustande kommt - ja auch die Threema Crew einverstanden sein, alleine schon weil ja "Threema." draufsteht und natürlich eine Verlinkung auf die Threemawebsite dazugehören müsste. Vielleicht gleich auf die Downloadseite?

Wollte einfach mal Meinungen haben und sag schon mal "DANKE!" für Deine.
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#4
Ich glaube, wenn, dann muss Threemas-Marketingabteilung so etwas professionell erstellen.
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#5
Es ist eben schwierig die Leute zu überzeugen weil WhatsApp natürlich so einige Future hat die schon sehr cool sind. Gerade bei der Jugend ist der Status mega angesagt. Dazu gibt es die Videotelefonie usw. Dazu ist alles kostenlos und alle sind meistens bei Facebook. Jetzt versuche denen Mal zu erklären warum die wechseln wollen wo der Messenger auch noch kostenlos ist?! Klar liegt der Focus auf Sicherheit bei Threema aber wenn du Leute zum Wechseln bringen möchtest musst du mehr bieten. Ein Messenger muss Spaß machen und dafür musst du Sticker bieten, Effekte usw. Mich nervt das Bunte auch aber die Mehrheit steht drauf. Selbst iMessage legt den Fokus darauf



Gesendet von iPhone mit Tapatalk
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#6
WhatsApp Junkies kann man nicht bekehren! Evtl. ändert sich etwas, wenn WhatApp in Zukunft Werbung anzeigt. Viele wird aber sicher auch das nicht stören. Geiz ist ja sooo geil.
BTW: Ich hatte schon mal geschrieben, dass man für Sticker und Gifs keine Erweiterung in Threema braucht. Das kann man einfach in die SwiftKey-Tastatur integrieren - und dann stehen massenhaft Sticker, Gifs und Filmchen auch in Threema zur Verfügung. (Bei SwiftKey sollte man aber auch etwas vorsichtig sein. Das Login würde ich persönlich nicht nutzen).
Hier mal ein kleiner Link zu den Änderungen in Whatsapp: https://www.chip.de/news/WhatsApp-bekomm...14623.html
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#7
Okay über eine alternative Tastatur aber wem möchte man schon sagen das er einen neuen Messenger installieren soll und dann auch noch ne andere Tastatur?! Das wird nix. Da muss App schon was bieten.


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
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#8
Threema hat nicht die Mittel eines milliardenschweren Konzerns und kann mit fröhlichen Stickern der Konkurrenz nicht gefährlich werden. Über die Aufklärungsarbeit hinaus, kann man wohl nicht viel tun. Aus der Nische kommen kleinere Messenger wohl nie wirklich, es sei denn sie bieten irgendeine innovative Funktion wie Snapchat zu Anfang aber auch die wurde schnell von der Konkurrenz adaptiert. Dazu kommt, dass ich Threema zwar gerne mal empfehle, aber für einen kommerziellen closed Source Messenger jetzt nicht unbedingt vor Photoshop sitzen will und Bilder erstellen.
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#9
Kann man mit WhatsApp Bilder erstellen?
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#10
Leider kann ich die Erfahrungen hier teilen. Auch ich habe WhatsApp vor längerer Zeit abgeschafft und bin seitdem für mein Umfeld nur noch über Threema zu erreichen. Mit all den Hürden, die ihr ja schon genannt habt. Damals hat das noch halbwegs funktioniert, aber der Hype ist längst weg und Threema konnte davon offenbar nicht längerfristig profitieren. Zwar bin ich noch in der halbwegs komfortablen Lage, dass mein engeres Umfeld mir zuliebe noch bei Threema bleibt. Aber wirklich befriedigend ist die Situation nicht.
Wenn der nervtötende Zwangs-Jetzt-Online-Status bei WhatsApp nicht wäre (und ein paar andere Dinge), wäre ich mittlerweile wieder dort. Einfach nur weil man damit problemlos quasi jede Person schnell errreichen kann und nicht nur eine immer kleiner werdende Kontakt-Insel wie bei Threema. Und das sage ich als überzeugter Threema-Unterstützer und Nutzer der ersten Stunde... Sorry, aber mit so wenigen Kontakten kann ein Messenger seinen Zweck nicht erfüllen - egal wie sicher und privatsphärefreundlich er ist.

Die Überschrift dieses Threads ist perfekt. Es muss ein Strategiewechsel her. Gerne auch mit lustigen Katzenbildern, aber der Kern muss meiner Meinung nach ein anderer sein:

1) Noch die letzten fehlenden Kernfunktionen nachrüsten (Videotelefonie, versehentlich gesendete Nachrichten rückrufbar machen [innerhalb kurzer Frist und transparent für die Teilnehmer], Verbesserung der Gruppen [mehr Teilnehmer, Gruppenbeschreibung, Einladungslinks]). Und gerne auch eine höhere Zuverlässigkeit der Benachrichtigungen (mir sind die technischen Hintergründe klar, aber es nervt wenn ich meine Kontakte nach jedem Handywechsel supporten muss bis das wieder funktioniert).

Das sind - meiner Meinung nach - die Voraussetzungen, die ein Messenger heute erfüllen muss um erfolgreich zu sein. Und wenn das erledigt ist muss der Messenger endlich in die Breite gehen und Einstiegshürden beseitigen:

2) Eine kostenlose Testphase muss her. Für mich persönlich ist es unverständlich, aber offenbar geben viele Menschen kein Geld für eine App aus, die sie vorher nicht wenigstens mal testen konnten. Also warum sträubt man sich seit Jahren gegen diese Forderung? Oder man geht den Weg den andere Messenger gehen: Man verdient das Geld mit den Business-Versionen und die Version für den privaten Gebrauch ist kostenlos. Wäre sicher ein riesiger Vorteil für Verbreitung und Bekanntheit. Oder: Man könnte eine Privatversion anbieten die kostenlos ist und unten einen Werbebanner hat. Damit ist den Menschen geholfen die überhaupt keine Zahlungsmöglichkeit in den Stores hinterlegt haben und Threema verdient damit längerfristig vielleicht sogar mehr als mit einer einzigen Zahlung zu Beginn.
Und wenn Katzenbilder zusätzlich helfen können: Von mir aus.

Andererseits reden wir genau über diese Themen mittlerweile seit vielen Jahren hier im Forum. Aber das einzig sichtbare Ergebnis ist, dass meine Kontaktliste (trotz viel Überzeugungsarbeit) mittlerweile bis auf meine engeren Freunde zusammengeschrumpft ist (und bei einigen dieser Freunde bin ich der einzige Kontakt in deren Liste). Und mit dermaßen wenig Usern überzeugt man leider auch keine neuen User mehr. Daran wird auch künftig die Werbung bei WhatsApp nichts ändern.

Wir User können diese Entwicklung nicht aufhalten. Haben wir ja lange genug versucht und nun stehen wir leider an diesem Punkt... Neue Impulse müssen von Threema selbst kommen.
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#11
Ich habe genau noch einen Threema-Kontakt – meinen Sohn, weil er im „Androidlager“ unterwegs ist. Alle anderen erreiche ich per iMessage oder per SMS.

Ich finde Threema mittlerweile sehr altbacken (bestes Bsp. ID-Sicherung) und es drängt sich mir der Verdacht auf, dass die Entwickler garnicht mehr an uns „kleinen“ User interessiert sind. Eine gleichzeitige Nutzung auf mehreren Geräten wie es Telegram oder Wire anbieten, ist schon längst überfällig.

Meine Frau hat alle wichtigen Kontakte von Telegram überzeugt. Es ist nun mal einfacher, jemanden zu erklären, dass die Verschlüsselung einzuschalten ist, als dass man gefälligst die ID sichern muss!

Telefonie über Threema war für uns noch nie ein relevantes Thema. Da gibt es wenn benötigt mit Satellite eine weit aus bessere Lösung!

Machen wir uns doch nichts vor. Wenn ein Geheimdienst ob nun NSA, FSB oder wie sie alle heissen an unsere Kommunikation wollen, dann schaffen sie es auch. Das Argument mit den Servern in der Schweiz ist auch nur Augenwischerei - siehe Verrat am Bankengeheimnis und Steuer-CDs.

Der Werbung haben wir mit „AdGuard“ bei iOS und „Blokada“ bei Android den Garaus gemacht.
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#12
Threema hatte nach dem Verkauf von WhatsApp an Facebook ein gewisses Momentum, das nicht genutzt wurde. Leider kann ich auch in der Retrospektive schwer sagen, wie man es hätte nutzen können. Videotelefonie (benutze ich persönlich nicht), Multidevice wären ganz sicher schön gewesen aber ob das wirklich entscheidend geholfen hätte, wage ich zu bezweifeln. Datenschutz alleine kann jedenfalls keine größte Masse erreichen. Die meisten verstehen es noch nicht einmal, sonst würden sie nicht versuchen andere zu Telegram zu bewegen. Wahrscheinlich wäre eine Kombination aus mehreren Punkten, der beste Weg gewesen oder ist es noch. Multidevice, ein besseres Backup, Videotelefonie und vor allem ein anderes Bezahlmodell. Ein Euro pro Jahr, wie es WhatsApp früher gemacht. Threema hinkt der Konkurrenz technisch immer hinterher und das ist auch nicht so einfach zu ändern, wenn das Team viel kleiner ist. Wenn WhatsApp Werbung einführt, gibt es vielleicht noch mal so ein Momentun aber auch da hat Threema sich in den letzten Jahren einfach zu wenig weiterentwickelt, um eine Alternative für viele zu bieten. Telegram wird die meisten Zugewinne haben aber wahrscheinlich auch eher als Strohfeuer.
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#13
(24.09.2018., 16:26)Ajax schrieb: Ich habe genau noch einen Threema-Kontakt – meinen Sohn, weil er im „Androidlager“ unterwegs ist. Alle anderen erreiche ich per iMessage oder per SMS.

Du klingst ja fast so, als gäbe es Threema nicht für iOS… (und andere Betriebssysteme auf Handys nutzt sowieso keiner, Windows teilweise noch, aber da gibt es es ja auch)

(24.09.2018., 16:26)Ajax schrieb: Ich finde Threema mittlerweile sehr altbacken (bestes Bsp. ID-Sicherung) und es drängt sich mir der Verdacht auf, dass die Entwickler garnicht mehr an uns „kleinen“ User interessiert sind. Eine gleichzeitige Nutzung auf mehreren Geräten wie es Telegram oder Wire anbieten, ist schon längst überfällig.

Tja, technische Gründe… Aber es wurde doch ganz klar daran gearbeitet: Multidevice ist praktisch mit Threeaḿa Web möglich (und bei WhatsApp geht es praktisch auch nicht anders, soweit ich weiß.) Die ID-Sicherung hat ihren Sinn und das Backup wird ja, wie im Forum schon geleakt wurde, mit der nächsten Version auch leichter,

(24.09.2018., 16:26)Ajax schrieb: Machen wir uns doch nichts vor. Wenn ein Geheimdienst ob nun NSA, FSB oder wie sie alle heissen an unsere Kommunikation wollen, dann schaffen sie es auch. Das Argument mit den Servern in der Schweiz ist auch nur Augenwischerei - siehe Verrat am Bankengeheimnis und Steuer-CDs.

Deswegen gibt es ja Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, du musst den Servern dafür nicht vertrauen. Somit ist der Vergleich mit deinen zwei genannten Dingen hinfällig. Für was man das Standortargument wichtig finden kann, ist bspw. der Schutz der Metadaten und auch das Vertrauen in die Threema GmbH, dass sie keine Hintertüren o.ä. einbaut.
Und ja, wenn sie dich abhören will, werden sie dies ziemlich sicher schaffen. Wenn du z.B. Whistleblower der NSA bist oder so. Das ist aber nicht der Punkt. Hauptgrund ist eine Massenüberwachung, wie durch Snowden aufgedeckt, zu verhindern. Auch würden sie dich vlt. anders überwachen, als du denkst. Einfach eine Malware auf dein Endgerät und fertig – es ist viel schwieriger das irgendwie über die Threema-Server zu machen, aber du musst eben das eine Endgerät angreifen. Und genau das ist der Punkt, der Massenüberwachung erschwert. Erschwert, natürlich, weil wenn du einen Messenger verwendest, der leicht zu überwachen ist, dann ist das auch egal.

Anderseits, was willst du damit sagen? Sichere Messenger zu verwende ist sinnlos. Falls das so ist, dann ganz klar: Nö. Jeder einzelne der einen sicheren Messenger verwendet erschwert diese Massenüberwachung und schützt natürlich auch sich selbst, wenn du eben nicht ins Fangnetz irgendeiner Massenüberwachung bist.
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#14
Mein Hauptgrund, WhatsApp nicht zu verwenden, ist die Passage in deren AGB, mit der ich bestätige, alle Rechte zu haben, WhatsApp zu erlauben, die Daten meiner Kontakte an Facebook zu diversen Zwecken, darunter Werbung, weiterzuleiten.

Ein weiterer Grund ist die Macht des Facebook-Konzerns und deren Machenschaften. Angefangen mit den Like-Buttons auf Websites, die bereits Daten gesammelt haben, bevor man eingreifen konnte, bis zum Cambridge-Analytica-Skandal.

Wenn ich höre, die NSA könne sowieso alles knachen, wenn sie es wollen, bekomme ich Bluthochdruck. Nein, das können sie nicht! Sie konnten nur deshalb soviele Daten sammeln, weil wir alle viel zu lange zu lasch mit dem Internet umgegangen sind und Verschlüsselungen wie PGP und S/MIME oder SSL/TLS viel zu wenig eingesetzt haben und noch heute zu wenig einsetzen. Eine weitere Erkenntnis aus der NSA-Affäre ist für mich, dass ähnliches mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch von Russland, China und Nordkorea gemacht wird. Gerade Nordkorea sollte man nicht unterschätzen.

Threema fehlt es an Marketing. Daran scheint europäischen IT-Firmen im Vergleich zu US-amerikanischen allgemein zu mangeln. Ein Teil des Marketings könnte ein Wechsel beim Bezahlverfahren sein. Vor allem muss ein Messenger für junge Leute sexy sein. Über die jungen Leute erreicht man deren Eltern und Verwandte. Dazu muss man vielleicht Dinge wie Status und Info-Texte einführen. Vor allem muss man es aber cool vermarkten.

Das ID-Backup, um seine ID nicht zu verlieren, ist tatsächlich ein Problem. Ich habe mehrere Kontakte mit zwei IDs, von denen eine inaktiv ist. Vielleicht sollte das ID-Backup automatisch angelegt werden und eine Nutzerführung deren Absicherung (Passwortschutz und externe Sicherung auf Cloud-Space) nachträglich einholen? Dabei könnte Threema vielleicht selbst entsprechenden Platz bereitstellen, aber zusätzlich wahlweise Drive, Dropbox, Box, OneDrive und WebDAV anbieten. WebDAV muss man allerdings wohl "maskieren", indem man Magentacloud, Mailbox.org, Strato, GMX etc. hervorhebt.

Meiner Einschätzung nach, ist Threema der technisch beste Instant Messenger. Was fehlt, ist die spielerische Leichtigkeit, sich zu präsentieren und eine Funktion, die junge Leute anspricht.
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#15
(24.09.2018., 21:29)rugk schrieb: Und ja, wenn sie dich abhören will, werden sie dies ziemlich sicher schaffen. Wenn du z.B. Whistleblower der NSA bist oder so. Das ist aber nicht der Punkt. Hauptgrund ist eine Massenüberwachung, wie durch Snowden aufgedeckt, zu verhindern.

Sehe ich genauso. Threema hilft beim Schutz vor Massenüberwachung. Eine Einzelüberwachung wird mit entsprechendem Aufwand / Geldmitteln immer erreichbar sein - nicht unbedingt über die Threema-App selbst, sondern ggf. durch Kompromittierung des Betriebssystems auf dem mobilen Device oder zur Not durch kurzzeitigen, unbemerkten physischen Zugriff auf das Device.
Dass ich mir für Threema dennoch idealerweise die Implementierung von Perfect Forward Secrecy wünschen würde ist nur ein Detail und würde jetzt zu weit führen.

Schlussendlich bekommt man an jeder Ecke Ende-zu-Ende-verschlüsselte Messenger kostenlos hinterhergeworfen. Auch welche mit PFS. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal und somit kein Kaufkriterium für Threema mehr.
Mein persönlicher Hauptgrund für Threema ist also nicht mehr die Verschlüsselung sondern die Privatsphäre. Kein blöder Ich-bin-jetzt-Online-Status. Abschaltbare Lesebestätigungen und Tippmeldungen. Das ist momentan in meinen Augen das Alleinstellungsmerkmal von Threema. Und die Tatsache, dass es optisch und funktional mehr bietet als Mitbewerber wie z.B. Wickr Me (welches kostenlos, ohne Handynummer, selbstgewählter ID mit Passwort und mit PFS verwendbar ist - aber dafür ganz andere, deutliche Schwächen hat).

Threema ist also immer noch ein guter Messenger. Mit mehr Funktionen als andere "Exoten-Messenger". Aber trotzdem mit fehlenden Features im Vergleich zu WhatsApp, Telegram, Viber & Co, wodurch sich der Kaufpreis für viele Leute nicht rechtfertigt. Funktionen fehlen, genau wie sinnvolles (Guerilla-)Marketing, genau wie eine kostenlose Testphase oder z.B. gleich eine werbefinanzierte Version.

Und - leider - fehlt mittlerweile eben auch die Nutzerbasis. Von meiner einst dreistelligen Kontaktanzahl sind nicht einmal 40 Kontakte übrige geblieben, trotz viel Überzeugungsarbeit meinerseits, trotz unzähligen verschenkten Lizenzen. Und bei den knapp 40 Kontakten sind sogar schon *SUPPORT, *THREEMA, *MY3DATA, etc. mitgezählt.
Es wird einsam bei Threema, trotz aller Bemühungen.

Insofern: Ja, ich mag Threema immer noch sehr. Aber mittlerweile ist es fünf nach Zwölf. Und so ein Momentum wie 2014, wie @Kenny_Butters es formuliert hat, wird nicht wieder kommen. Die kommende Werbung bei WhatsApp wird ein paar Tage Frust auslösen aber die Welt nicht verändern.
Threema muss selbst für so ein Momentum sorgen. Am besten gestern.
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