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Amazon ist überall
#1
Zitat:Ein reiner Onlinehändler? Von wegen. Der Konzern aus Seattle dominiert eine ganze Reihe von Branchen. Das Netz und seine Nutzer sind längst abhängig von ihm.

... den Internetkonzern zum allumfassenden Dienst ausgebaut, der Einfluss auf alle möglichen Lebensbereiche nimmt. Längst ist Amazon auch im Kreditgeschäft tätig, produziert eigene Serien und Kinofilme, oder liefert Essen. In Deutschland können Kunden von Amazon Prime neuerdings Magazine zur Flatrate lesen, in den USA tritt der Konzern seit Jahren als Verlag auf.

..Das Unternehmen aus Seattle werde als erster Konzern, noch vor Apple, eine Börsenbewertung von einer Billion Dollar erreichen.

Knapp 150.000 verschiedene Webseiten laufen über die Rechner des Konzerns...
Der Marktanteil ist mit 40 Prozent fast doppelt so groß wie jener der nächsten drei Anbieter zusammen – immerhin Microsoft, Google und IBM.

..Doch langfristig könnte Amazon mit seiner Plattform laut Branchenkennern zur ernsthaften Gefahr für die Platzhirsche im Werbegeschäft werden. In wenigen Jahren, glaubt Scott Galloway, würden wir alles auf Amazon kaufen.

Zeit Online

Extrem bedenkliche Entwicklung. Übrigens sind auch fast alle Dax-Konzerne in der Amazon Cloud.

Kann jetzt jeder selbst entscheiden, ob der Gigant noch weiter gefüttert werden muss oder ob es Zeit ist sich nach Alternativen umzusehen, oder einfach wieder den Einzelhandel zu unterstützen.
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#2
Da muss ich erst meine Alexa fragen Freuen

Große Monopole sind auch meiner Meinung nach nicht gut. Und nicht alles ist bei Amazon günstig. Der lokale Händler kann da auch, aber nicht oft, mithalten.
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#3
Ich bin seit ca. 2 Monaten von Amazon weg ( Account gelöscht ). Die wurden mir einfach zu groß ...

Erstaunlich, dass das mit der Konzentration und dem Profit schon jemand vor 150 Jahren herausfand.
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#4
Ich persönlich habe nichts gegen Amazon, im Gegenteil. Ich nutze Amazon regelmäßig und bestelle dort, die Alexa steht bei mir im Haus. Grundsätzlich finde ich, sollte jeder für sich selber entscheiden, was für ihn das beste ist (ist finde ich wie beim Thema messenger etc.).
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#5
Amazon hat mir persönlich direkt ja auch nichts getan, aber indirekt schon gewaltig: kostet viele Arbeitsplätze in meinem Bekanntenkreis, sorgt dafür dass wir im Stau stehen und beeinflusst unsere Wirtschaft und Regierung in immer stärkerem Ausmaß - insofern kommt das früher oder später auf mich und die Gesellschaft in der ich lebe zurück.

Du schreibst jeder kann selbst wählen.. Aber hier geht es doch gerade darum, dass hier ein gewaltiges Monopol und eine brutale Abhängigkeit entsteht, bei der ich (wenn es so weiter geht) in Zukunft nicht mehr wählen kann. Warum sind wir hier denn alle so engagiert? Weil uns die Übermacht Whatsapp nicht gefällt, die von ihrer Infrastruktur aber weit unabhängiger ist als Amazon es heute schon ist. Ich kann heute gut ohne Whatsapp leben, aber der Markt in dem ich einkaufe steht bereits in vielfacher Abhängigkeit von Amazon.

Und natürlich ist es dir selbst überlassen, ob du dir eine Wanze in dein Zimmer stellst auf die theoretisch die ganze Welt zugreifen kann und die auch deinen Besuch ausliefert, aber dann verstehe ich nicht warum du Threema verwendest..

Und es mag ja auch Menschen geben, die sich nicht dieser enormen Datensammelwut aussetzen wollen und die können dann aber bald nirgends wo hin und kaum eine Website mehr besuchen, weil ihren Mitmenschen keine Notwendigkeit sehen unser aller Grundrechte zu verteidigen.
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#6
Das mit den staus bzw. arbeitsplätzen mag sein - ich persönlich habe davon bisher nichts mitbekommen. Wenn deine bekannten durch amazon arbeitsplätze verloren haben ist das natürlich tragisch.

Ich verwende Threma, weil es mir zum einen vom aufbau besser als WA gefält und zum anderen wurde meiner Tante das FB-Konto gehackt und da man nicht weis, welche Daten zwischen FB und WA hin-und-hergeschoben werden, bin ich von beiden Plattformen weck. Dass ich eine Alexa nutze, wiederspricht meinen letzten ausführungen, je doch habe ich bisher nicht mittbekommen, dass Alexa (wenn man z. B. die Einkaufsfunktion ausschaltet) derart probleme mit dem datenschutz als z. B. FB hat (wer Beispiele für das Gegenteil hat, korrigiert mich bitte). Zu deiner Erinnerung: man kann Alexa auch ausstecken bzw. die Mikrofone deaktivieren.

Ich finde, nur weil man Threma verwendet, muss man nicht gleich sich vor jeder technischen Neuerung fürchten (ist nicht speziell an dich gerichtet, ist meine allgemeine Meinung). Bei diesem Thema spielt aber sicherlich auch meine Blindheit eine Rolle, amazon etc. erleichtern mir meinen alltag was das angeht (online einkaufen etc.).
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#7
Entschuldige, dass du blind bist lese ich erst jetzt. Insofern ist es natürlich klar, dass dich derlei Geräte unterstützen können.

Mir geht es eigentlich vielmehr um die Leute die aus reiner Bequemlichkeit Amazon nutzen und denen die Folgen völlig egal sind, nach dem Motto: nach mir die Sintflut.

Zum Thema Datenschutz werden dir hier sicher noch einige Beiträge im Laufe der Zeit begegnen Lächeln
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#8
Alexa hat mir keine Alternative angeboten :-(

#comfortably numb
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#9
Auch von mir noch ein Wort zu Alexa: Ich denke auch darüber nach, sie bei mir einziehen zu lassen. Sie wird aber nur über den WLAN-Gastzugang kommunizieren dürfen und außerdem schaltet sich mein WLAN auch per Zeitplan (Fritzbox) ab. Und dann habe ich auch noch die Hoffnung, dass es schnell den Experten auffällt, wenn sie ständig alles übertragen würde oder der Mikrofon-Schalter keine Funktion hat.

Threema werde ich trotzdem weiter nutzen Freuen
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#10
Mal anders gefragt: warum warnen dann so viele Professoren, Journalisten und Datenschutzbeauftragte vor insbesondere digitalen Assistenten, wenn sie so unbedenklich sind?
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#11
@anton Kein Problem.

Ich muss zugeben, dass ich solche Warnungen nicht so ernst nehme. Ich mache mir (wenn mir die echnik sinnvoll erscheint) lieber mein eigenes Bild (will dir nicht unterstellen, dass das bei dir nicht so ist). Gehe z. B. ins Internet und gebe den Namen einer neuen Technologie etc. ein und schaue, was dabei herauskommt. Oder ich gehe zu Mediamarkt und lasse mich dort beraten o.ä. Ich bin schon vorsichtig bei solchen dingen, versuche, mich möglichst wenig von anderen "beeinflussen" zu lassen bzw. Aussagen zu überprüfen (ich hoffe, ihr versteht, was ich meine).
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#12
Moin
(01.07.2017., 13:21)Anton schrieb: ... warum warnen dann so viele Professoren, Journalisten und Datenschutzbeauftragte vor insbesondere digitalen Assistenten ...
Weil es deren Aufgabe ist. Die negativen Auswirkungen eines neuen Produktes wird der Hersteller normalerweise nicht veröffentlichen. Das müssen andere (s.o.) machen.

Die Abwägung, welche Kriterien für einen selber relevant sind, muss jeder selber treffen.
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#13
(01.07.2017., 13:39)Magrathea schrieb: Weil es deren Aufgabe ist...
Die Abwägung, welche Kriterien für einen selber relevant sind, muss jeder selber treffen.

Wissenschaftler sind der Wahrheitsfindung verpflichtet und nicht der Gegenmeinung. Wenn jeder alles selbst erforschen und einschätzen könnte bräuchten wir keine Wissenschaftler mehr. Insofern sind sie für mich nicht das natürliche Gegenpol auf gleicher Augenhöhe wie Marketingpersonen.

Unser Rechts- und Gesellschaftsmodell haben auch keine Konzerne erfunden, sondern war ein extrem steiniger jahrhundertelanger Prozess mit insb. vielen Geisteswissenschaftlern und heute warnen diese, dass wir durch die neuen Techniken unsere Freiheit und die Demokratie verlieren werden, wenn wir blind der Ideologie des Silicon Valley folgen.

Hier mal eine Diskussion (ab Minute 24:45 zum Thema digitale Assistenten - ist aber alles interessant und voll zum Thema)

SWR2 Forum - Diktatur 2.0 u.a. mit Peter Schaar
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#14
Alexa kommt mit nicht ins Haus.

Selbst wenn sie standardmäßig nichts überträgt, wer sagt denn das sie es technisch nicht kann und es irgendwann aktiviert wird. Von wem auch immer. Das sich Alexa im Gastnetz aufhält ist dabei doch unerheblich. Das Mikrofon befindet sich in meinem Lebensraum. Außerdem, was kann Alexa was ich bislang nicht auch relativ einfach selbst erledigt habe. Mir geht der Smarte Wahnsinn langsam auf die Nerven. Alles muss irgendwie vernetzt sein.
Auf Teufel komm raus.

#comfortably numb
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#15
(01.07.2017., 14:12)Doppellhelix schrieb: Das sich Alexa im Gastnetz aufhält ist dabei doch unerheblich. Das Mikrofon befindet sich in meinem Lebensraum.

Erstes Argument ist unrichtig. So erfolgt über den Gastzugang kein Zugriff auf das Hauptnetzwerk, sprich den PC mit den echt privaten Daten. Ein Abfluß von diesen Daten wäre damit unterbunden und bei einem potentiellem Einbau einer Backdoor in Alexa (eigentlich den Echos) wäre zumindest da nichts zu erreichen. Das zweite Argument stimmt natürlich. Aber entschuldige, Handys können als Wanze missbraucht werden, trotzdem nutzt Du vermutlich eines. Ich meine, Du könntest ja schließlich auch über das Festnetz telefonieren und früher mussten wir ja auch nicht immer erreichbar sein. Wir gehen das Restrisiko ein. Wichtig ist, dass man sich nicht abhängig von der Technik macht und sich der Risiken bewusst ist.
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