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Das ist der Hammer: real,- | Gesichtserkennung im Supermarkt
#16
Deswegen ja meine wenn-Bedingung. Es muss halt einfach drakonische Strafen geben, wenn gemogelt wird, sonst wird das immer wieder passieren. Es gibt durchaus spannende und sinnvolle Ideen in der Mustererkennung/maschinelles Lernen, die mit personenbezogenen Daten arbeiten und Menschen in ihrem Alltag unterstützen. Sehr schade, dass durch die zahlreichen schwarzen Schafe schon vorab vom Datenschutz-GAU ausgegangen wird. Wenn ich in der Branche tätig wäre, würde mich das echt belasten...
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#17
Das verhängen von Strafe setzt eine Überwachung der Einhaltung von Richtlinien voraus. Da kommt ja im Endeffekt keiner mehr hinterher und alles schaukelt sich in einer Spirale nach oben...
Außerdem: Wer sollte dieses Treiben verhindern, wenn selbst bei den Kontrollstellen Begehrlichkeiten für die Nutzung geweckt werden?
Da kann man ja gleich den Bock zum Gärtner machen...

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#18
(02.06.2017., 12:18)Miaz schrieb: Das verhängen von Strafe setzt eine Überwachung der Einhaltung von Richtlinien voraus.

Ja, und? In welcher Branche ist das denn nicht so? Wenn wir die Überwachung automatisieren können, warum nicht auch die Überwachung der Überwacher?

(02.06.2017., 12:18)Miaz schrieb: Außerdem: Wer sollte dieses Treiben verhindern, wenn selbst bei den Kontrollstellen  Begehrlichkeiten für die Nutzung geweckt werden?

Das müsstest du mir erstmal belegen. Und selbst wenn es so wäre, gibt es dafür Gesetze und Gerichte. Vereinfacht ausgedrückt natürlich. Es wird immer eine Übergangsphase geben oder Grauzonen, in der/denen sowas ausgenutzt wird. Daran lässt sich auch kaum was machen.

Mir geht es nur tierisch auf die Nerven, dass direkt auf alles eingedroschen wird, was irgendwelche Nutzerdaten verwendet, völlig egal für welchen Zweck. Aluhut auf und alles dient dem Überwachungsstaat. Das ist nur mein Eindruck - kann auch anders sein.
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#19
(02.06.2017., 14:12)lgrahl schrieb: Aluhut auf und alles dient dem Überwachungsstaat. Das ist nur mein Eindruck - kann auch anders sein.
Mir geht es in erster Linie darum, dass hier mein "Recht am eigenen Bild" massivst mißbraucht wird. Ich möchte nicht aufgenommen werden, ohne dass ich VORHER meine Zustimmung gebe und ich möchte erst recht nicht, dass meine Daten (egal in welcher Form auch immer) an "irgendeine" (dubiose) Firma weiter gegeben UND dann auch noch ausgewertet wird.
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#20
@lgrahl: Irgendwie reden wir aneinander vorbei.
Wenn man früher ins Ausland gefahren ist, wurde oft als Empfehlung gegeben, dass man nicht einfach jeden fotografieren darf, sondern man soll fragen.
Das nennt man Umgangsformen.
Heute nimmt sich jeder Pimpel-Supermarkt raus, mich aufzunehmen, auszuwerten und zu manipulieren. Von offiziellem Stellen ganz zu schweigen.
Das geht mir sowas von auf dem Geist!
Noch dazu kommt, dass ich mal gelesen habe, dass 90% aller weltweit verfügbaren Daten in den letzten 2 Jahren erstellt wurden. Ich frage mich, wo das noch hingehen soll...

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#21
(02.06.2017., 14:12)lgrahl schrieb: Mir geht es nur tierisch auf die Nerven, dass direkt auf alles eingedroschen wird, was irgendwelche Nutzerdaten verwendet, völlig egal für welchen Zweck. Aluhut auf und alles dient dem Überwachungsstaat.

Das ist doch eine ganz normale Reaktion, wenn den treuen Bürgern (zumindest denen, denen ihre Privatsphäre am Herzen liegt) mehr und mehr der Überblick über derartige Aktivitäten verloren geht. Es steht ja wohl außer Frage, dass die Themen "Überwachung" und "Anlasslose Datenspeicherung" für den Einzelnen kaum noch überschaubar sind.

Der einzelne treue Bürger hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
a) sich damit abfinden und resignieren
b) sich dagegen wehren und kämpfen

Und der einzelne treue Bürger muß sich auch immer wieder die Frage stellen: Wo soll DAS (dieser perfide Wahnsinn) noch hinführen?
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#22
(02.06.2017., 14:12)lgrahl schrieb: Mir geht es nur tierisch auf die Nerven, dass direkt auf alles eingedroschen wird, was irgendwelche Nutzerdaten verwendet, völlig egal für welchen Zweck. Aluhut auf und alles dient dem Überwachungsstaat. Das ist nur mein Eindruck - kann auch anders sein.

Mir geht es ehrlich gesagt tierisch auf die Nerven, dass die Digitalisierung immer mehr Bereiche erfasst und zunehmend Algorithmen über unser Leben entscheiden und die allermeisten überhaupt gar keine Ahnung haben wer, wie und wo Entscheidungen trifft, völlig überfordert sind deshalb fatalistisch reagieren und dementsprechend wir keinen Diskurs darüber führen können. Wie schnell Daten missbraucht werden können, die ursprünglich einem anderen bestimmen Zweck dienen sollten lehrt uns die Geschichte oder die aktuelle Politik in einigen Ländern, China treibt es mit seinem Punktesystem auf die Spitze.

Wir waren und sind in Europa auch deshalb so führend, weil unsere Kultur uns Reflexion und Diskussion beigebracht hat, während diese Kultur in anderen Regionen der Erde nicht greift und sich die Menschen vielem völlig naiv ausliefern. Dann heißt es aus Amerika die Deutschen haben zu viel Angst und sind deshalb nicht innovativ genug.
Ja bitte, wer hat denn mit die strengsten Umwelt und Verbraucherschutzgesetze und eine der ausgeprägtesten Zivilgesellschaften? Das muss dann wohl an den 'Aluhüten' liegen und ich bin ihnen sehr dankbar dafür!
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#23
Nochmal zum Artikel: Ob diese Statistik (Personengruppe mit Alter und Geschlecht, wie lange wird auf die Werbung geglotzt) eine Maschine anlegt oder eine reale Person, spielt doch gar keine Rolle. Wohlgemerkt, ich spreche von der Speicherung der Auswertung und nicht von der Speicherung des Bildes! Der Artikel gibt eindeutig an, dass die zugehörigen Bilder lediglich 150ms im Zwischenspeicher gehalten werden. Ich verstehe die Aufregung nicht - auch nicht von den Datenschützern.

(02.06.2017., 14:30)Mogli schrieb: Ich möchte nicht aufgenommen werden, ohne dass ich VORHER meine Zustimmung gebe [...]

Du erklärst dich als damit einverstanden, sobald du das Schild im Supermarkt gelesen hast. Das ist Hausrecht (IANAL).

(02.06.2017., 14:30)Mogli schrieb: [...] und ich möchte erst recht nicht, dass meine Daten (egal in welcher Form auch immer) an "irgendeine" (dubiose) Firma weiter gegeben UND dann auch noch ausgewertet wird.

Und wenn die Firma nicht dubios wäre? Wenn diese die Daten nur kurzzeitig verwendet und dann verwirft? Du vertraust Threema doch auch deine Nutzerdaten an.
(Andere Frage: Warum ist diese Firma dubios aber der Supermarkt z.B. nicht?)

(02.06.2017., 14:57)Miaz schrieb: [...] Heute nimmt sich jeder Pimpel-Supermarkt raus, mich aufzunehmen, auszuwerten und zu manipulieren. Von offiziellem Stellen ganz zu schweigen. [...]

Wie gesagt, Status Quo. Der einzige Unterschied ist, dass die Daten jetzt nicht nur zum Überführen von Ladendieben über einen wesentlich längeren Zeitraum gespeichert werden, sondern dessen Inhalt für andere Zwecke ausgewertet wird. Anonymisiert oder nicht persistent - wie im Artikel beschrieben.

(02.06.2017., 14:57)Miaz schrieb: Noch dazu kommt, dass ich mal gelesen habe, dass 90% aller weltweit verfügbaren Daten in den letzten 2 Jahren erstellt wurden. Ich frage mich, wo das noch hingehen soll...

Ja... vor dem maschinellen Buchdruck gab es auch wesentlich weniger Bücher. So what?

(02.06.2017., 15:11)3ma schrieb: Das ist doch eine ganz normale Reaktion, wenn den treuen Bürgern (zumindest denen, denen ihre Privatsphäre am Herzen liegt) mehr und mehr der Überblick über derartige Aktivitäten verloren geht. Es steht ja wohl außer Frage, dass die Themen "Überwachung" und "Anlasslose Datenspeicherung" für den Einzelnen kaum noch überschaubar sind. [...]

Was definiert denn einen treuen Bürger? Gibt es auch untreue Bürger? Und zur eigentlichen Antwort: Sorry, aber es geht gar nicht darum, Daten dauerhaft zu speichern.

(02.06.2017., 15:11)3ma schrieb: Wie schnell Daten missbraucht werden können, die ursprünglich einem anderen bestimmen Zweck dienen sollten lehrt uns die Geschichte oder die aktuelle Politik in einigen Ländern, China treibt es mit seinem Punktesystem auf die Spitze.

Jaha, aber können wir bitte einmal annehmen, dass es Institutionen auf der Welt gibt, die Daten sicher von A nach B transportieren können, ohne dass sich jemand dazwischenhängt? Die ihre Versprechen einhalten und die Daten tatsächlich in dem angegebenen Zeitfenster wieder löschen und die Daten nicht für andere Zwecke missbrauchen? Wie ihr das zum Beispiel auch von Threema erwartet? Weil, wenn nicht, dann Doppelmoral und so.
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#24
(02.06.2017., 19:20)lgrahl schrieb: Du erklärst dich als damit einverstanden, sobald du das Schild im Supermarkt gelesen hast. Das ist Hausrecht (IANAL).
Wie ich oben bereits geschrieben habe, impliziert für mich der Satz "Dieser Laden wird Videoüberwacht!", dass das zur Abwehr potenzieller Ladendiebe oder der Überführung selbiger dient und nicht, dass ich aufgenommen und ausgewertet werde.

(02.06.2017., 19:20)lgrahl schrieb: Und wenn die Firma nicht dubios wäre? Wenn diese die Daten nur kurzzeitig verwendet und dann verwirft?
Ich habe das "dubios" deswegen in Klammern gesetzt, weil ich diese Firma nicht kenne und auch wenn die Firma absolut seriös wäre, möchte ich nicht ungefragt aufgenommen und ausgwertet werden, auch nicht 1ms, von NIEMANDEM!

(02.06.2017., 19:20)lgrahl schrieb: Du vertraust Threema doch auch deine Nutzerdaten an.
Ich denke, man kann einen Lebensmittelladen (wo ich Produkte für's tägliche Leben kaufe) nicht mit einer IT-Firma vergleichen. (Auf Threema kann ich notfalls auch verzichten Zwincker ) Bei Threema kann ICH frei entscheiden ob ich meine Telefonnummer / Email angebe oder nicht! Zwincker Der Vergleich hinkt nicht nur, sondern der rutscht grad ganz gewaltig den Abgrund runter! Zwincker

(02.06.2017., 19:20)lgrahl schrieb: (Andere Frage: Warum ist diese Firma dubios aber der Supermarkt z.B. nicht?)
Für mich ist damit real absolut dubios und unseriös geworden. Hab ich in der Vergangenheit dort eigentlich immer gerne eingekauft, ist das ab sofort für mich ein absolutes NO GO.
Jede Firma die ungefragt Daten erhebt ist für mich absolut dubios und unseriös, egal ob das ein Supermarkt oder sonst eine andere Firma ist.


Ich sehe aber noch eine ganz andere Problematik: real fängt jetzt damit an, andere Firmen denken ebenso darüber nach. Langfristig bedeutet dass, das man nirgends mehr hingehen kann ohne erfasst zu werden, weil man immer irgendwie irgendwo irgendwann erfasst und ausgewertet wird und dann lass mal den nächsten Terroranschlag kommen und du kannst darauf warten, dass die Politiker danach schreien: "Wir wollen Zugriff auf die Daten!". (sinngemäß gesagt) Beispiel --> Autobahnmaut (KFZ-Kennzeichen-Auswertung, Gesichtserfassung)
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#25
(02.06.2017., 17:47)Anton schrieb: Mir geht es ehrlich gesagt tierisch auf die Nerven, dass […] wir keinen Diskurs darüber führen können.

Na dann ist dieser Thread ja für dich. Ist doch gut, dass wir hier mal einen Diskurs führen, auch wenn das hier natürlich eine ziemliche Filterblase ist…
Dementsprechend finde ich es gut, dass hier auch mal ein paar Gegenmeinungen zu hören sind. Top!
So viel zum Allgemeinen…

(02.06.2017., 14:12)lgrahl schrieb: Mir geht es nur tierisch auf die Nerven, dass direkt auf alles eingedroschen wird, was irgendwelche Nutzerdaten verwendet, völlig egal für welchen Zweck. Aluhut auf und alles dient dem Überwachungsstaat. Das ist nur mein Eindruck - kann auch anders sein.

Also erstens habe ich noch keinen Post vor deinem zu dem Thema mit dem Wort "Überwachungsstaat" gelesen.
Zweitens geht es hier, sage ich (und ich hoffe auch ein paar andere in diesem Thread) nicht um staatliche Überwachung. Ich meine, hey, das ist Rewe. Extreme Freude

Um einen besseren Vergleich zu bringen: Benutzt du Trackingblocker im Browser? Warum?
Wenn ja, würdest du die auch benutzen, um eine Nutzerauswertung (Eye-Tracking oder so) via Webcam zu verhindern, würde dies so eingesetzt werden?

Genau das gleiche wäre es doch in dem Fall. Nur kannst du nicht so einfach einen Blocker verwenden. Hier passiert eine Sammlung und Auswertung deiner Daten (schnell, okay, aber naja…) und du musst wissen, ob du das willst. Und es ist eben auch keine staatliche Überwachung, sondern eine private… Wenn du aber Trackingblocker nutzt, dann scheint dir diese Überwachung ja auch nicht ganz egal zu sein.

(02.06.2017., 14:12)lgrahl schrieb: Ja, und? In welcher Branche ist das denn nicht so? Wenn wir die Überwachung automatisieren können, warum nicht auch die Überwachung der Überwacher?

Weil Kontrolle von Überwachungen Menschen benötigt – im Gegensatz zu Kameras und Algorithmen. Versuche den Satz mal bitte beim BND oder so anzuwenden und dann erkläre mir, wie das automatisch kontrolliert werden soll.

(02.06.2017., 10:17)lgrahl schrieb: Es gibt durchaus spannende und sinnvolle Ideen in der Mustererkennung/maschinelles Lernen, die mit personenbezogenen Daten arbeiten und Menschen in ihrem Alltag unterstützen.

Ja, sicher. Sowas fände ich auch immer spannend (muss man im Einzelfall betrachten), aber das hier ist eindeutig eine Technologie die mir als Mensch, als Rewe-Kunden nicht hilft. Die hilft den Werbetreibenden.

ZU dem Schild:
(02.06.2017., 19:20)lgrahl schrieb: Du erklärst dich als damit einverstanden, sobald du das Schild im Supermarkt gelesen hast. Das ist Hausrecht (IANAL).

Ganz erntshaft, selbst wenn man die Technologie dahinter gut findet. Der Hinweis: "Dieser Laden wird videoüberwacht" ist doch wohl daneben. Das steht nahezu überall.
"Dieser Lade wird videoüberwacht und die Zeilgruppen-Wirksamkeit der Werbemittel kameratechnisch geprüft." wäre da schon das Minimum, bzw. zumindest korrekt.

(02.06.2017., 19:20)lgrahl schrieb: Jaha, aber können wir bitte einmal annehmen, dass es Institutionen auf der Welt gibt, die Daten sicher von A nach B transportieren können, ohne dass sich jemand dazwischenhängt?

Stopp… Du solltest ja mal am Besten wissen, das hinter "Sicherheit" hier viel mehr steckt. Was ist denn nun sicher? HTTPS, Cipher, Key Pinning, Forward Secrecy, blablabla…
Diese Institutionen gibt es sicherlich, nur mit unterschiedlicher Auslegung, was sicher ist. Und Werbefirmen (echion im Artikel macht Raum/Tongestaltung und anderes auch zur "digitalen Kommunikation" – und das nicht von Kunde zu Kunde Grinsen ) würde ich da nicht unbedingt das vollkommen sicher zutrauen.

(02.06.2017., 19:20)lgrahl schrieb: Die ihre Versprechen einhalten und die Daten tatsächlich in dem angegebenen Zeitfenster wieder löschen und die Daten nicht für andere Zwecke missbrauchen?

Ja die gibt es vlt.

(02.06.2017., 19:20)lgrahl schrieb: Wie ihr das zum Beispiel auch von Threema erwartet? Weil, wenn nicht, dann Doppelmoral und so.

Aber hallo, den Vergleich nimmst du bitte zurück. Erstens habe ich mich freiwillig zur Nutzung von Threema entschieden. Im Supermarkt ist das eher so naja, … Wenn es noch bei MediaSaturn eingeführt wird, in welchen Laden gehst du dann noch? (Wenn Electronics oder so nicht in der Nähe ist.) Richtig freiwillig wäre das hier nur, wenn ich als Kunde der Auswertung meiner Daten widersprechen könnte. Nur dann müssten sie entweder mich als Kunden erkennen (was ja dem Datenschutz nicht zuträglich wäre) oder ich irgendein Zeichen tragen, was erkannt werden müsste.

Zweitens, weiß ich von Threema viel mehr (u.a. zu der Transportverschlüsselung, siehe oben) und vertraue der Firma dementsprechend, weil ich mich mit einer informierten Entscheidung dazu, naja, entschieden habe.

Und drittens, und vielleicht am wichtigsten, vergleichst du bitte nicht ernsthaft eine Werbefirma mit einem Messaging-Anbieter. Die Werbefirma hat von Natur aus ein großes Interesse an Datenauswertung. Threema kann mir, wenn das so passt, ausreichend logisch darlegen, warum es dieses Interesse nicht hat bzw. nicht braucht.

Der Vergleich ist etwa so wie: Na wenn ihr von Threema eine sichere Datenkommunikation erwartet, warum erwartet ihr das nicht von WhatsApp? Die verschlüsselst doch auch e2e… (Gleiches kann man auch auf die Kontakte anwenden.) Und ich glaube dieses Thema brauchen wir hier nicht noch einmal anzuheizen.

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Alles in allem fehlt mir eigentlich noch eine wichtige Info, die ich in keinen Artikel genau sehen konnte: Werden die Kamerabilder alle live an echion übertragen und erst da ausgewertet (innerhalb von 150ms) – das wäre so das "Cloud-Computing-Prinzip" oder werden sie schon auf der Kamera ausgewertet und nur die Statistiken an Echion gesendet? (Das wäre ein datensparsames Prinzip) Das ist ein fundamentaler Unterschied, ob meine Kamerabilder über evt. sichere oder auch nicht so sichere Verbindungen durch Netz schwirren (siehe oben) oder nur die anonymen Statistiken. Denn die Bilder/Kameraaufzeichnung ist nicht anonym. Das werden sie erst durch die Umwandlung in "Mann, 45 Jahre, …".
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#26
(02.06.2017., 19:20)lgrahl schrieb: Was definiert denn einen treuen Bürger?

Treue Bürger sind die, die ALLES treu und brav über sich ergehen lassen.

(02.06.2017., 19:20)lgrahl schrieb: Und zur eigentlichen Antwort: Sorry, aber es geht gar nicht darum, Daten dauerhaft zu speichern.

Und wer möchte dafür die Hand ins Feuer legen? Warum soll sich eine Supermarktkette oder deren Partner an Versprechungen und geltendes Recht halten, wenn es ganz offensichtlich und nachweislich nicht mal die Bundesregierung tut?

Und dieses Zitat ist nicht von mir (siehe Anhang)!

   
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#27
(02.06.2017., 22:06)rugk schrieb: Alles in allem fehlt mir eigentlich noch eine wichtige Info, die ich in keinen Artikel genau sehen konnte: Werden die Kamerabilder alle live an echion übertragen und erst da ausgewertet (innerhalb von 150ms)  – das wäre so das "Cloud-Computing-Prinzip" oder werden sie schon auf der Kamera ausgewertet und nur die Statistiken an Echion gesendet?

In dem Bericht steht u.a. folgendes:
Zitat:Das Unternehmen nutzt nach eigener Aussage die entstandenen Daten nicht, sondern übermittelt sie an den Betreiber Echion.

Ich interpretiere das so, dass die Daten direkt an die Firma gesendet werden. Jetzt bleibt noch die Frage offen, wie die Daten übertragen werden.
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#28
Naja, du interpretierst. Ist eben Interpretationssache…
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#29
Moin.
Heiße Diskussion hier - und das ist gut so. Ich denke mal, alle die hier sind, sind bzgl. Datenschutz sensibilisiert.
Mittlerweile hab ich von vielen Leuten gehört: "Ist mir egal".
Und das gibt mir zu denken...
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#30
Ganz wichtiger Punkt den @rugk genannt hat: was nützt MIR die Technologie?

Ich möchte doch selbst noch frei entscheiden können was ich für mein Leben brauche und demnach die besten Möglichkeiten mir ausmalen, anstatt das eine mich manipulierende Software entscheiden zu lassen, die von starken Marken mit viel Geld für ihre Gewinnsteigerung geschrieben wird.

Warum sollte ich sowas überhaupt zulassen? Sorge ich damit nicht dafür, dass der Markt zunehmend verschwindet und nur noch sehr wenige Weltkonzerne überleben, die den Wettbewerb und die Vielfalt zerstören?!

Leider werden viele sogenannte technologischen Fortschritte gern als Nutzen für die Allgemeinheit verkauft, letztlich nützen sie in allererster Linie dem Verkäufer.
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