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WhatsApp an der Schule - was geht, was nicht?
#1
Zitat: Datenschutz WhatsApp an der Schule - was geht, was nicht?

Dürfen Lehrer WhatsApp benutzen? Sollen sie sogar? SPIEGEL ONLINE hat mehrere Datenschutzbeauftragte nach ihren Empfehlungen gefragt.

SPIEGEL ONLINE - http://spon.de/aeXxY


Vielleicht sollten die Threema-Macher sich überlegen, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen eine entsprechende Lösung anzubieten. So kommt man auf die Geräte der jungen Leute, denen der Datenschutz sonst nicht so wichtig ist und wenn dann erstmal ganze Schulen damit ausgestattet sind...

Man könnte die Work in eine "Edu" Version umbauen. Nur günstiger und vielleicht mit integrierten Gateway/Broadcast Funktionen. (Essensplan, ausgefallene Stunden, Schulfrei, etc... all das liese sich doch prima über einen Messenger verbreiten)


Als erstes würde ich in einem Pilotprojekt mal eine Schule kostenlos mit Lizenzen versorgen und dann das Projekt anpassen.
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#2
Hi,
das würde ich voll und ganz unterstützen.
Wir hatten vor einiger Zeit genau so ein praktisches Thema, dass in der Schule eine WhatsApp-Gruppe gestartet wurde - und schon damals wurde von Datenbeauftragten definitiv argumentiert, das die Lehrer eine besondere Verantwortung zum Schutz der Schüler haben. WhatsApp darf sowieso nur privat genutzt werden und nicht in Unternehmen, Schulen usw.
Anhänge wären in WhatsApp-Schulgruppen sowieso verboten.
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#3
Auch Threema ist keine gute Lösung für Schulen.
Sowohl WhatsApp als auch Threema sind gewinnorientierte Unternehmen. Beide bieten prorpietäre Software an, Threema kostet dazu noch Geld.

Gerade im Bildungsbereich sollte man auf frei verfügbare Alternativen zurückgreifen.

Nichtsdestotrotz: Aus Sicherheitsgesichtspunkten sind sowohl WhatsApp als auch Threema, aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, deutliche Verbesserungen der klassischen E-Mail gegenüber.
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#4
(24.04.2017., 13:00)Crixus schrieb: Nichtsdestotrotz: Aus Sicherheitsgesichtspunkten sind sowohl WhatsApp als auch Threema, aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, deutliche Verbesserungen der klassischen E-Mail gegenüber.

na... na...na... Da vergleichst Du aber jetzt nicht nur Äpfel mit Birnen, sondern Äpfel mit Pflastersteinen... Mundschutz
E2EE ist eben bei weitem nicht alles.
Eine Spezial-Lösung für Schulen wäre für Threema auch eine gute Alternative, so wie es @"threemat" schon vorgeschlagen hatte.
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#5
(24.04.2017., 12:46)Miaz schrieb: Hi,
das würde ich voll und ganz unterstützen.
Wir hatten vor einiger Zeit genau so ein praktisches Thema, dass in der Schule eine WhatsApp-Gruppe gestartet wurde - und schon damals wurde von Datenbeauftragten definitiv argumentiert, das die Lehrer eine besondere Verantwortung zum Schutz der Schüler haben. WhatsApp darf sowieso nur privat genutzt werden und nicht in Unternehmen, Schulen usw.
Anhänge wären in WhatsApp-Schulgruppen sowieso verboten.


Nicht zu vergessen, dass Whatsapp in den AGB deutlich schreibt, dass man mind. 16 Jahre alt sein muss, wenn man es nutzen will.
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#6
Zu mal auch kostenpflichtige Programme akzeptabel sind. Auch wenn ich denke, dass solche Programme im allgemeinen nicht verpflichtend gemacht werden sollten.
Aber man bedenke, das auch die pflicht-Bücher Geld kosten. Daher sind die 3€ mehr dann auch nicht mehr von belangen.

Einzig eine Möglichkeit die App auch an der Schule zu bezahlen wäre noch praktisch.
Für iOS Geräte, kann man die App ja an der Schule zahlen und die Verschenken die App dann über iTunes. Bei Android ginge das wenn über die Lizenzen aus dem Threema Store.

Work sehe ich da nicht als Alternative, da die App dort mitlerweile teurer ist.

-> Ich sehe kein Problem darin, dass die Unternehmen gewinn orientiert sind. Mir fällt kein Unternehmen (Schulbezogen) ein, welches nicht Gewinnorientiert ist.
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#7
(24.04.2017., 13:00)Crixus schrieb: Nichtsdestotrotz: Aus Sicherheitsgesichtspunkten sind sowohl WhatsApp als auch Threema, aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, deutliche Verbesserungen der klassischen E-Mail gegenüber.
Dem kann ich bezüglich WA ganz und gar nicht zustimmen, insbesondere da WA nach wie vor zwangsweise das gesamte Telefonbuch (!) der Nutzer hochlädt, d. h. inclusive sämtlicher auch z. T. sehr vertraulicher Kontakte (Ärzte etc.).


- Andy
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#8
(24.04.2017., 15:09)threemat schrieb: Nicht zu vergessen, dass Whatsapp in den AGB deutlich schreibt, dass man mind. 16 Jahre alt sein muss, wenn man es nutzen will.
Das wurde im Zuge auf die verpflichtende Verfügbarkeit der AGBs in deutsch auf 13 Jahre runter gesetzt. Quelle
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#9
(24.04.2017., 13:00)Crixus schrieb: Nichtsdestotrotz: Aus Sicherheitsgesichtspunkten sind sowohl WhatsApp als auch Threema, aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, deutliche Verbesserungen der klassischen E-Mail gegenüber.

Das dürfte zwischenzeitlich wohl bekannt sein: Die so genannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aus dem Hause "Zuckerberg" (WhatsApp) ist eine ganz klassische Mogelpackung. Den Nutzern wird hier eine trügerische und zugleich sehr gefährliche Sicherheit suggeriert, die tatsächlich unter den Gegebenheiten gar nicht existiert, gar nicht existieren kann.
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#10
(24.04.2017., 17:04)Mogli schrieb: Das wurde im Zuge auf die verpflichtende Verfügbarkeit der AGBs in deutsch auf 13 Jahre runter gesetzt. Quelle


Oh, das wusste ich nicht!

Aber auch mit 13 ist es nicht praktikabel. Die Kids in der Grundschule haben heute schon ein Handy und ich kenne auch Fälle wo da die Lehrerein mit Whatsapp Gruppen arbeitet. Macht es also nicht besser!


Ich sehe auch kein Problem darin, dass die App bezahlt wird. Zu welchem Preis, darüber lässt sich natürlich noch streiten. (Für Bildungseinrichtungen könnte man sich ja was spezielles überlegen. Sind ja die Kunden von morgen ;-) )

Und mit einem Lizenzmodell wie in der Work Version könnten die Schüler beim verlassen der Schule doch auch ihre Lizenz wieder zurückgeben müssen, oder? Hat man also mal einen Pool an Lizenzen laesst sich dieser ja wiederverwenden.
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#11
Dass WhatsApp, was den Datenschutz anbelangt, keine gute Lösung ist, dürfte ja bekannt sein. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist dennoch eine klare Verbesserung.

Die Problematik, die ich ansprechen möchte:
Wenn ein Teil der Kommunikation unserer öffentlichen Infrastruktur (wie eben auch Schulen) auf gewinnorientierte Unternehmen basieren, dann haben wir aus meiner Sicht einen Fehler gemacht. Gerade in Schulen, Universitäten und sonstigen Bildungseinrichtungen finde ich es gut, wenn frei verfügbare und offene Programme verwendet werden.
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#12
Der Köder ist doch immer der Preis. Deshalb nehmen ja Schulen auch gerne 'Geschenke' von Apple, Google und Microsoft an - die wiederum sich treue spätere Kunden schaffen und nebenbei noch ein Profil erstellen.

Da nun endlich auch das EU Parlament aufgewacht ist und einige Parlamentarier verstanden haben, dass sowohl die gesamte Administration als auch die meisten Bürger der EU abhängig sind von amerikanischen Diensten, sollte hier für die Bildungseinrichtungen dringend eine Unabhängigkeit geschaffen werden.

WhatsApp kann und darf es also nicht sein, aber - da Bildung Ländersache ist - es muss auch die finanzielle Komponente Anreiz bieten für eine gute Lösung.

Vielleicht könnte es ein Projekt einer Universität sein eine neue Plattform für Schüler und Studenten zu schaffen (ein erweitertes Moodle bspw)?
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#13
(24.04.2017., 19:33)Crixus schrieb: ...Die Problematik, die ich ansprechen möchte:
Wenn ein Teil der Kommunikation unserer öffentlichen Infrastruktur (wie eben auch Schulen) auf gewinnorientierte Unternehmen basieren, dann haben wir aus meiner Sicht einen Fehler gemacht. Gerade in Schulen, Universitäten und sonstigen Bildungseinrichtungen finde ich es gut, wenn frei verfügbare und offene Programme verwendet werden.

Klingt zwar schön idealistisch und gut aber wer soll denn sowas entwickeln, pflegen etc.?

Die Lehrer in Ihrer Freizeit? Die Eltern in Ihrer Freizeit?


Warum nicht die Arbeit von Profis in Anspruch nehmen, die darauf spezialisiert sind?

Für die Profis ist es ja auch eine Chance ihr Produkt an eine neue Kundengruppe zu bringen.
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#14
(24.04.2017., 19:33)Crixus schrieb: Wenn ein Teil der Kommunikation unserer öffentlichen Infrastruktur (wie eben auch Schulen) auf gewinnorientierte Unternehmen basieren, dann haben wir aus meiner Sicht einen Fehler gemacht.
Dem pflichte ich bei! Das gilt m. E. für sämtliche Infrastruktur, auf der die Gesellschaft aufsetzt, zu der Kommunikation dazugehört: denn ein Konzern, der diese betreibt, wäre ungeheuer mächtig und kann seine Systemrelevanz zu seinem Vorteil einseitig nutzen. Infrastruktur muss stets durch die Öffentlichkeit kontrollierbar sein.
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#15
(24.04.2017., 21:14)andyg schrieb: Dem pflichte ich bei! Das gilt m. E. für sämtliche Infrastruktur, auf der die Gesellschaft aufsetzt, zu der Kommunikation dazugehört: denn ein Konzern, der diese betreibt, wäre ungeheuer mächtig und kann seine Systemrelevanz zu seinem Vorteil einseitig nutzen. Infrastruktur muss stets durch die Öffentlichkeit kontrollierbar sein.

Ich fürchte der Punkt wurde schon lange in sämtlichen Bereichen überschritten. Das Schienennetz gehört einer AG, bei der der Bunderechnungshof keine vollständige Aufsicht betreiben kann, die Autobahnen werden bald auch in einer AG der Kontrolle des Parlaments entzogen (da macht dann die Maut wieder Sinn) und Telefon und Internet wird überwiegend von Unternehmen angeboten, die komplett privat sind nur durch die Netzagentur 'überwacht' werden.
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