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Vor WhatsApp-Datenweitergabe schützen
#31
Hier meine Mail an die Bundesdatenschutzbeauftragte:


Zitat:Betreff: Beschwerde gegen whatsapp Datenschutzrichtlinie bezüglich Verwendung Telefonnummern von Nichtnutzern

Guten Tag,

meine Beschwerde richtet sich gegen den folgenden Abschnitt der Datenschutzrichtlinie vom 25.08.2016 der Whats App Inc.:

" ...  Du stellst uns regelmäßig die Telefonnummern in deinem Mobiltelefon-Adressbuch zur Verfügung, darunter sowohl die Nummern von Nutzern unserer Dienste als auch die von deinen sonstigen Kontakten. Du bestätigst, dass du autorisiert bist, uns solche Nummern zur Verfügung zu stellen.  ..."
https://www.whatsapp.com/legal/?l=de#pri...we-collect

Unternehmensadresse gemäß Homepage:
WhatsApp Inc.
Privacy Policy
1601 Willow Road
Menlo Park, Kalifornien 94025
Vereinigte Staaten von Amerika

Beschwerde:
Als Nichtnutzer ( ... sonstige Kontakte ... ) der Dienste der Facebookunternehmensgruppe können meine Telefonnummern ohne meine Einwilligung, Wissen und Kontrolle von diesem Unternehmen verwendet und genutzt werden, sobald meine Telefonnummern im Gerätetelefonbuch von Whatsapp Nutzern erfasst sind und diese die Datenschutzrichtlinie akzeptiert haben.
Das widerspricht meiner Meinung nach dem Bundesdatenschutzgesetz Paragraf 4.

Mit freundlichen Grüßen

Name
Anschrift

@MK70
Fast genau so erlebe ich es auch in meinem Umfeld! (wie wahrscheinlich jeder, der ein bisschen mehr für Aufmerksamkeit beim Datenschutz argumentiert)
Aber das ist ja hier im Forum schon öfter ausgiebig Thema gewesen.
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#32
Ich werde heute auch noch eine Mail schreiben.

Mal eine Frage wäre es nicht auch eine weitere Möglichkeit eine Mail an die Bundesregierung oder der Bundeskanzlerin zu senden? Wenn ja würdet ihr den gleichen Inhalt wie bei der Mail an die BfDI verwenden?
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#33
@MK70
Ich habe die Mail mal für diejengen angepasst die nicht bei FB oder WA sind. Obwohl es auch für diese geeignet ist. Ich hoffe das stört Dich nicht.


Zitat:An den Datenschutzbeauftragten der Bundesrepublik Deutschland
per Email an servicebuero@bfdi.bund.de


Sehr geehrte Damen und Herren

Am 25. August diesen Jahres hat WhatsApp neue Nutzungsbedingungen zum 25.09.2016 angekündigt. In diesen stehen einige rechtlich zumindest fragwürdige Absätze drin wegen derer ich mir um meine Daten große Sorge machen.

Außer dass über die neuen Nutzungsbestimmungen in den technischen News "gemeckert" wird, hat sich noch keine Rechtsseite mit den neuen Nutzungsbedingungen beschäftigt, beziehungsweise dazu etwas veröffentlicht. Auch von Seiten des Datenschutz / der Datenschützer in Deutschland habe ich noch keine Stellungnahme gefunden. Daher wende ich mich heute an Sie um weitere Informationen zu erhalten wie ich mich gegebenenfalls WhatsApp gegenüber verhalten soll.

Mich, und da denke ich mal bin ich nicht der einzige,  stören mindestens zwei Punkte in den neuen Nutzungsbedingungen.

1.: Die Herausgabe der Daten aus Adressbüchern in denen ich gelistet bin. Da ist die Frage, welche Daten werden tatsächlich weitergegeben. Neben Telefonnummern können auch persönliche Anschriften, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten sowie weitere persönliche Informationen eingegeben worden sein. Hier ist die Frage ob diese Daten in ihrer Gesamtheit an Facebook übermittelt werden. Denn in einem weiteren Absatz steht,, dass selbst bei Verweigerung auf jeden Fall die Telefonnummer weiter gegeben wird.

2. Des weiteren ist es rechtlich Zweifelhaft das jeder WhatsApp User der mich im Adressbuch gespeichert hat autorisiert sein soll diese meine Daten aus seinem dem Adressbuch weitergeben darf. Diese Autorisation habe ich niemanden gegeben so das theoretisch kein WhatsApp User meine Daten weitergeben darf. Allerdings ist das für mich nicht überprüfbar, da ich als Nicht-WhatsApp Nutzer auch nicht weiß wer meine Daten wohin auch immer weiter gibt.

Wie soll ich mich jetzt verhalten, da ja anscheinend jeder dritte Deutsche WhatsApp auf seinem Telefon hat und ich keine Chance mehr auf informelle Selbstbestimmung meiner Daten, wie im bundesdeutschen Recht vorgesehen, habe?

Des weiteren müsste ich allen meinen Kontakten, die meine Telefonnummer und weitere Daten im Telefon/PC etc. haben untersagen den Nutzungsbestimmungen zuzustimmen  da ich nicht möchte dass meine Daten bei einer dem Facebook Konzern angehörigen, bzw. neu erworbenen oder neu gegründeten Firma zur weiteren Verwertung bereit gestellt werden. (ich bin kein Nutzer dieser Firmen). Zudem müsste ich auch Leute kontaktieren, von denen ich gar nicht weiß das sie meine Daten eingespeichert haben, um die Übertragung der Daten zu verhindern.
Letztlich ist es mir also gar nicht möglich zu verhindern, das meine Daten an den Facebook Konzern gehen, weil irgend jemand mit Sicherheit durch diese Zustimmung meine Daten weitergeben wird.

Besteht die Möglichkeit, das ganze zumindest in Deutschland, besser noch generell zu verhindern das meine Daten ohne meine Einwilligung nicht weiter verbreitet werden?


Ich bitte um eine Rückantwort Ihrerseits.
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#34
Kein Problem... Lächeln 

Ist kein Urheberrechtlich hohes Gut Zunge
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#35
Danke,

vielleicht fällt dem ein oder anderen auch noch was dazu ein.
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#36
Beschwerden würde ich mich beim Datenschutzbeauftragten des Landes und des Bundes.

Desweiteren bei den von mir gewählten Politikern in Kreis oder Stadt bzw. Bundesland.


Ne Mail lässt sich ja relativ einfach neu adressieren. Ich denke bei einem solchen Thema muss die Masse es machen, je mehr desto besser.
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#37
Ich habe es auch mal abgeschickt und zusätzlich eine E-Mail an Jan Phillip Albrecht [email=jan.albrecht@europarl.europa.eu]E-Mail[/email]
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#38
Soeben Email an bfdi geschickt.
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#39
Ich habe auch ne E-Mail an BfDI und LDI geschrieben
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#40
Ich habe ebenfalls eine eMail an den bayerischen Landesbeauftragten für Datenschutz geschrieben.
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#41
(17.09.2016., 19:42)Doppellhelix schrieb: Ich habe es auch mal abgeschickt und zusätzlich eine E-Mail an Jan Phillip Albrecht [email=jan.albrecht@europarl.europa.eu]E-Mail[/email]

@"Doppellhelix"

Danke für die obige Adresse und den Link zum Europaabgeordneten, der sich besonders für Datensicherheit und Datenschutz in Europa einsetzt.

Ich habe ebenfalls eine Mail an Ihn gesendet:

Zitat:Sehr geehrter Herr Albrecht,

wie ich durch Recherche erfahren habe, setzen Sie sich als Europaabgeordneter sowie Ihr Mitarbeiterstab besonders für die Datensicherheit / Datenschutz im europäischen Maßstab ein.

Ich habe folgendes Anliegen:

Zum 25.09.16 tritt die neue Datenschutzrichtlinie der Whatsapp Inc.in Kraft.

Mir geht es speziell um folgenden Abschnitt der Datenschutzrichtlinie, der die Nichtnutzer der Dienste betrifft:

" ...  Du stellst uns regelmäßig die Telefonnummern in deinem Mobiltelefon-Adressbuch zur Verfügung, darunter sowohl die Nummern von Nutzern unserer Dienste als auch die von deinen sonstigen Kontakten. Du bestätigst, dass du autorisiert bist, uns solche Nummern zur Verfügung zu stellen.  ..."

https://www.whatsapp.com/legal/?l=de#pri...we-collect

- durch den geplanten Datenaustausch von Whatsapp und Facebook bekommt dieser Passus eine größere und für den Privatmenschen unüberschaubare Dimension - Welche Daten werden wie und durch wen komerziell verwertet?

- Nichtnutzer ( ... sonstige Kontakte ... ) der Dienste der Facebookunternehmensgruppe, die sich ganz bewußt gegen eine Nutzung dieser Dienste entschieden haben, haben keine Möglichkeit die Weitergabe und Verwertung Ihrer Telefonnummern (und eventuell weiterer Daten - unbekannt?) zu verhindern, wenn ein Whatsapp Nutzer die Datenschutzrichtlinie aktzeptiert hat.

Es gibt für Nichtnutzer keine Möglichkeit, zu erkennen und zu kontrollieren, welcher Whatsapp Nutzer die Nichtnutzer Telefonnummer gespeichert hat und unautorisiert der Verwendung zugestimmt hat. 

Zum Einen wälzt die Facebookunternehmensgruppe die Verantwortung für die Einholung der Einwilligung zur Datenverwertung auf den einzelnen Whatsapp Nutzer ab - für mich rechtlich fragwürdig.

Zum Anderen wird hier meiner Meinung (mindestens)

- nach das Recht auf informelle Selbstbestimmung  der Nichtnutzer verletzt.
- gegen das Bundesdatenschutzgesetz Paragraf 4 verstoßen
- gegen Telekommunikationsgesetz TKG Paragraf 88 Abs. 3, TKG Paragraf 105 Abs. 2 verstoßen
- welches europäisches Recht verletzt wird, ist mir leider nicht bekannt

Ich bin Laie (in Bezug auf Datenschutz und Recht) und betroffener Nichtnutzer. Mein Rechtsempfinden sagt mir, daß sich auch ausländische Firmen mit Sitz im Ausland an deutsches / europäisches Recht halten müssen.

Ich bin höchst empört über die Vorgehensweise des Facebookunternehmens und möchte mich dagegen wehren.

Bisher habe ich Folgendes unternommen:

- Beschwerdemail an die Bundesdatenschutzbeauftragte mit Antwort:
Zitat: " ... Ich habe WhatsApp auf den Verstoß gegen deutsches Telekommunikationsrecht hingewiesen und zur Stellungnahme aufgefordert. ..."

(zur Info: Antwortmail des BFDI im Anhang)

- Anfragemail an die Verbraucherzentrale, ob von deren Seite Maßnahmen gegen die Datenschutzrichtlinie geplant sind sowie mit der Bitte, falls noch nicht geschehen, dagegen vorzugehen.

Meiner Meinung nach hat das Problem jedoch eine europäische Dimension, weswegen ich mich an Sie und Ihre Mitarbeiter wende, mit der Hoffnung, dass Sie sich des Problems forciert annehmen.

Wie ich aus den Medien erfahren habe, will sich die EU Wettbewerbskommision erneut der Datenfusion zwischen Facebook und Whatsapp annehmen.

Für die aktuelle Situation hilft das jedoch wenig, wenn die Datenschutzrichtlinie zum 25.09.16 wirksam wird und die Daten der Nichtnutzer erfasst und in der Facebookunternehmungsgruppe im Umlauf sind bzw. verwertet werden.

Ich bitte Sie, sich verstärkt dafür einzusetzen, daß dies nicht geschieht.

Mit freundlichen Grüßen
Name
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#42
Zwei weitere E-Mails gingen an die Verbraucherzentrale und Jan Philipp Albrecht.
 
Ich bin wirklich skeptisch, dass in den nächsten 6 Tage etwas passiert.
Auch kann ich mir nicht vorstellen wenn Facebook einmal die Daten hat diese im Nachhinein löscht.
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#43
(19.09.2016., 07:37)EinGast schrieb: ...Auch kann ich mir nicht vorstellen wenn Facebook einmal die Daten hat diese im Nachhinein löscht.

Das seh ich auch so. Diese Runde geht an Whatsapp/facebook. Denn jeder steht wohl irgendwo im Adressbuch eines (ich drücke mich mal vorsichtig aus) unbedarften Whatsapp Users, der den neuen AGB schon längst zugestimmt hat.


Aber dennoch lohnt es natürlich, weiter auf das Thema aufmerksam zu machen und sich an passender Stelle zu beschweren. Damit vielleicht in Zukunft die Daten nicht mehr aktualisiert bzw. übertragen werden. Manchmal ändert man ja seine Telefonnummern doch.

Und je älter ein Datensatz ist, desto weniger ist er auch wert in der heutigen Zeit.
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#44
Bei der Verbraucherzentrale scheint es Bewegung zu geben. Der Bundesverband hat Whatsapp abgemahnt.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/V...26585.html
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#45
Ist aber nur für den Teil, dass WA Nummern an FB weitergibt. Dennoch läd (bzw. wird) WA immer noch Nummern von unbekannten Leuten zu ihren eigenen Servern.
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