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WhatsApp gibt Nutzerdaten an Facebook weiter!
#1
Die Datenkrake hat ihre Tentakeln weiter ausgebreitet: Daten wie die Handynummer werden am Facebook übermittelt.
http://www.fr-online.de/digital/whatsapp...74402.html

Die wichtigsten Änderungen:

Welche Informationen soll Facebook bekommen?
Facebook soll die Telefon-Nummer des Nutzers bekommen sowie Informationen dazu, wann er bei dem Dienst aktiv war. Diese Daten sollen für Werbung sowie für weitere Facebook-Dienste wie Instagramm genutzt werden.

Kann man dem widersprechen?
Der Nutzung der Profilinformationen zur Personalisierung der Werbung und Freunde-Vorschläge kann man widersprechen (bis 24.September!), der Weitergabe der Telefonnummer nicht. Für neue Nutzer gilt diese Möglichkeit nicht.
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#2
Naja überraschend ist das ja nicht.
Ärgerlich ist nur das ich die AGB und DSB vor zwei Wochen erst nochmal langwierig durchgelesen und -gearbeitet habe und dabei war was dazu zu schrieben. Da habe ich mir aber zeit gelassen, weil die ja seit 4 Jahren nichts geändert haben... Weinen

Ps: Sie ist zwar jetzt in Deutsch verfügbar, ist dafür aber 50% länger geworden (nun sind es 15 Seiten) plus noch weitere Informationen (+3 Seiten) Mund offen

Da legen die die latte schon in der EInführung ziemlich hoch.

"Respekt für deine Privatsphäre ist in unseren Genen programiert" Tränen lachen Der ist Gut.
Aber auch das alles in den AGB und DSB verständlich ist und endlich auch auf die neunen Funktionen (WA Call, WA Web) und den FB Beitritt eingegangen wird, wird versprochen. Ich bin gespannt.

Ich finde es gut, das bestehende Nutzer die Möglichkeit haben sich gegen die Verbindung der eigenen Daten zwischen FB und WA aussprechen kann. Glaube aber das die Daten schon zuvor verknüpft wurden und es jetzt nur Vertraglich gemacht wird. Aber das ist natürlich nur Spekulation.

Haben die WA Nutzer eigentlich einen Hinweis auf die neuen AGB & DSB bekommen?
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#3
Der Verbindung der Daten kan man - nunja - fast widersprechen:


Zitat:Bestehende WhatsApp-Mitglieder können Facebook verbieten, die Profilinformationen zur Personalisierung der Werbung und Freunde-Vorschläge einzusetzen, heißt es. Die Telefonnummer und Daten zur Nutzung würden aber in jedem Fall mit Facebook geteilt.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/W...05057.html
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#4
Zitat:
In den neuen Nutzungsbedingungen geht es auch um die Pläne, WhatsApp für die Kommunikation zwischen Nutzern und Unternehmen einzusetzen.


Ob nun unsere Datenschutzbehörde mal hellhörig wird?
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#5
Sooo ich habe sie mir mal durchgelesen.
Zunächst das Positive - sie ist in Deutsch geschrieben und recht verständlich.
Das war es aber auch schon. Mit 18 Din a4 Seiten auf jedenfall keine Sache für zwischendurch. Wäre man gezwungen, die AGB und DSB tatsächlich zu lesen, würde die Nutzerbasis (nicht nur wegen des Inhalts) drastisch sinken.

Aber zum Inhalt.
Meines Erachtens hat sich gar nicht so viel Geändert, zudem finde ich Teile der AGB und DSB etwas schwammig. So wurde der Begriff " Informationen" zuvor noch genau definiert, wodurch klar waren welche Daten WA teilt.
Neue Funktionen wurden zudem nur angerissen und auch die "Zusammenarbeit" nur in einem Abschnitt kurz erwähnt.
Informationen werden nun also zwischen allen zur FB Gruppe gehörenden Unternehmen ausgetauscht um die Dienste zu betreiben, verbessern, verstehen, individualisieren, zu vermarkten etc. Das lässt ziemlich viel Handlungsspielraum. Es wird zudem noch auf die DSB von der FB Gruppe hingewiesen um deren Praxis mit den Daten zu verstehen.
Es sollte dabei klar sein, das FB neben den selbst gegründeten Unternehmen auch schon fast 60Unternehmen gekauft hat, was den Kreis des freundlichen Teilens nicht gerade klein hält.

Wichtigste Punkte sind zu dem noch:
- Nutzen nun ab 13 falls vom Staat nicht anders bestimmt (vorher war es 16)
-alle Angaben müssen korrekt und aktuell sein
-Daten und Informationen werden mit Drittanbietern geteilt die nicht näher definiert sind, außer das sie helfen den Dienst bereitzustellen.
- Das Adressbuch wird (die Telefonnummern) werden regelmäßig auf die Server geladen. Daher muss jeder Nutzer autorisiert sein, diese Informationen zu teilen.
- Daten werden in die USA und überall in die Welt übertragen und dort verarbeitet. Gesetze und Verarbeitung können zu denen im eigenen Land abweichen. (Es gelten also dann deren Gesetze)
-WA erhält weitreichende Lizenzen an deinen Daten
- Rechtsangelegenheiten werden in Kalifornien ausgetragen
- VPN und Proxy sind untersagt.
- Fusionen oder Umstrukturierungen können im Prinzip die beschriebenen Sachen unwirksammachen
- Nachrichten werden Normalerweise nicht gespeichert
- Kommunikationsprotokolle werden gespeichert inklusive aller möglichen Metadaten
- Standort wird gesammelt wenn: Wir sammeln Standortinformationen des Geräts, wenn du unsere Standort-Funktionen verwendest, also z. B. wenn du deinen Standort mit deinen Kontakten teilst, Orte in der Nähe anschaust, Standorte, die andere dir gesendet haben, anschaust oder Ähnliches.


Ganz spannend fand ich, das WA ja durch e2e keinen Zugriff auf die Daten und Nachrichten hatt, sich jedoch das Recht einräumt eben jene länger zu speichern, falls sie vermehrt geteilt werden und so eine effizientere Zustellung garantiert werden kann.

Also im Westen nichts Neues.
Wenn es nicht gerade schwammig gehalten ist, sind sie sehr ehrlich in ihren neuen AGB und DSB. Aber bei 18 Seiten kann man das glaube ich auch sein. Zwincker
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#6
http://www.verbraucherzentrale.nrw/whatsapp-facebook
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#7
(25.08.2016., 22:49)ok-mobil schrieb: http://www.verbraucherzentrale.nrw/whatsapp-facebook

Zitat:Besonders dreist kommt die Formulierung zum Sammeln der Daten aus dem Adressbuch in den Nutzungsbedingungen daher: "Du bestätigst, dass du autorisiert bist, uns solche Telefonnummern zur Verfügung zu stellen, damit wir unsere Dienste anbieten können." Im Klartext: Der Nutzer trägt Sorge dafür, dass alle seine gespeicherten Kontakte damit einverstanden sind, dass ihre Daten an die WhatsApp-Server in den USA gesendet werden. Ist ein Kontakt damit nicht einverstanden, ist es das Problem des Nutzers.

Interessant auch der Beitrag der NZZ:
Zitat:Fakt ist aber auch, dass Koum oft gesagt hat, WhatsApp werde unabhängig bleiben. Spätestens jetzt weiss man, was von dieser Aussage zu halten ist.
....
In jedem Fall müsste WhatsApp dem Facebook Messenger und Googles Allo folgen: In diesen Apps ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung standardmässig deaktiviert, um Nutzerverhalten und -daten für Werbezwecke auswerten zu können.
....
Mit der von vielen Experten hochgelobten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die WhatsApp in diesem Jahr eingeführt hat, konnte der immer wieder wegen Privatsphären- und Datenschutzrisiken kritisierte Messenger viel Sympathie gewinnen. Als damals die Facebook-Übernahme publik wurde, tobte im Netz vielerorts ein Sturm der Entrüstung, weil mancher Nutzer den Ausverkauf seiner Daten befürchtete. Abzuwarten bleibt, welcher Protestler sich nun noch daran erinnert.
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#8
[Bild: flieht-ihr-narren.jpg]
So betittelt Netzpolitik.org die Folgen der neuen AGB von WhatsApp: https://netzpolitik.org/2016/whatsapp-bi...cebook-an/

Gefällt mir das Bild. Zwincker
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#9
Ich hab mal im Bekanntenkreis gefragt, wer die Meldung von WhatsApp bekommen hat. Es sind einige und ALLE haben auf "zustimmen" gedrückt. Den meisten ist das egal was Whatsapp da macht.
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#10
Ein guter Kommentar auf heise.de: http://www.heise.de/newsticker/meldung/K...05945.html

Leider kommt der Autor nicht eindeutig zu dem Schluss, dass Messenger, die Geld kosten, definitiv die bessere Alternative sind, auch wenn es sich natürlich rauslesen lässt. Dafür wird deutlich, wie und dass Facebook mit WhatsApp Geld verdienen will - auf dem Rücken der Nutzer. Ob das allerdings die breite Masse zu einem Umdenken veranlassen wird, da habe ich so meine Zweifel.

Wie sieht es eigentlich mit Leuten aus, die WhatsApp haben, aber nicht bei Facebook sind? WhatsApp wird ja so oder so die Handynr. und weitere Daten weitergeben, dem kann ja nicht widersprochen werden. 
Verstehe ich das richtig, dass man auch als Nicht-Facebooknutzer identifiziert werden kann (per Facebooks Werbenetzwerk Audience und den Likebuttons)? Also wenn man z.B. WhatsApp auf dem Handy nutzt und gleichzeitig ohne AdBlocker und ohne dementsprechende Privacy-Addons surft?
Hab diesen Artikel hier gefunden: http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2...mitglieder

Wenn das so ist, wäre ja dieses "Ich bin ja nicht bei Facebook, deswegen bin ich für die irrelevant" tatsächlich irrelevant. Zwincker
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#11
Ja ich gehe davon aus das das egal ist. Die haben natürlich weniger Daten dann. Aber vielleicht nutzt man ja noch andere FB Dienste.
Und es ist ja nicht nur auf die Telefonnummer beschränkt wie ich die AGB und DSB verstehe...

"Als Teil der Facebook-Unternehmensgruppe erhält WhatsApp Informationen von den Unternehmen dieser Unternehmensgruppe und teilt Informationen mit ihnen."

Also sehr global gehalten. Wenn man es nur auf die Account-Informationen beschränkt wären das immernoch:
"Deine Telefonnummer, dein Profilname und -bild, dein Online-Status und deine Statusmeldung, dein „zuletzt online“-Status sowie Empfangsbestätigungen."
Und in einem anderen Bereich:
"Um einen WhatsApp-Account zu erstellen, gibst du deine Mobiltelefonnummer an. Du stellst uns regelmäßig die Telefonnummern in deinem Mobiltelefon-Adressbuch zur Verfügung, darunter sowohl die Nummern von Nutzern unserer Dienste als auch die von deinen sonstigen Kontakten."

Also ja Facebook erhält weitgehende Informationen. Und wie wir wissen - und wie du gerad gesagt hast - verbindet FB seine Daten mit allen Daten der Seiten wo ein Like Button ist.
Es wird ja auch smarter weise nichts genaues über FB DSB gesagt sondern nur auf deren Seite verlinkt. Also werden die Daten dort - oder auch bei den anderen FB Diensten - anders behandelt.

Aber nochmal zur eigentlichen e2e verschlüsselung. Wie wissen die ob ein Bild vermeht geteilt wird, wenn sie keinen Zugriff auf die Daten haben? Sie wollen das ja dann zur effizienteren Bereitstellung auf den Servern belassen.
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#12
(27.08.2016., 09:15)Badener schrieb: ...Wie sieht es eigentlich mit Leuten aus, die WhatsApp haben, aber nicht bei Facebook sind? WhatsApp wird ja so oder so die Handynr. und weitere Daten weitergeben, dem kann ja nicht widersprochen werden. 
Verstehe ich das richtig, dass man auch als Nicht-Facebooknutzer identifiziert werden kann (per Facebooks Werbenetzwerk Audience und den Likebuttons)? Also wenn man z.B. WhatsApp auf dem Handy nutzt und gleichzeitig ohne AdBlocker und ohne dementsprechende Privacy-Addons surft?
Hab diesen Artikel hier gefunden: http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2...mitglieder

Wenn das so ist, wäre ja dieses "Ich bin ja nicht bei Facebook, deswegen bin ich für die irrelevant" tatsächlich irrelevant. Zwincker

Stichwort: "Shadow Profile"




(27.08.2016., 10:32)TheDeckie schrieb: ...Aber nochmal zur eigentlichen e2e verschlüsselung. Wie wissen die ob ein Bild vermeht geteilt wird, wenn sie keinen Zugriff auf die Daten haben? Sie wollen das ja dann zur effizienteren Bereitstellung auf den Servern belassen.

Evtl. über einen hash der Mediendatei.
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#13
(26.08.2016., 11:03)Anton schrieb:
Zitat:Besonders dreist kommt die Formulierung zum Sammeln der Daten aus dem Adressbuch in den Nutzungsbedingungen daher: "Du bestätigst, dass du autorisiert bist, uns solche Telefonnummern zur Verfügung zu stellen, damit wir unsere Dienste anbieten können." Im Klartext: Der Nutzer trägt Sorge dafür, dass alle seine gespeicherten Kontakte damit einverstanden sind, dass ihre Daten an die WhatsApp-Server in den USA gesendet werden. Ist ein Kontakt damit nicht einverstanden, ist es das Problem des Nutzers.
Das bedeutet also im Umkehrschluss, wenn ich als WhatsApp-Verweigerer nicht möchte, dass meine Daten weitergegeben werden, darf ich niemandem meine Handynummer geben, der WhatsApp nutzt. 
Wer tritt dem Club der Vereinsamten bei? Aetsch
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#14
Das war auch meine Überlegung. Ich könnte mir nun erstmal eine neue Handynummer zulegen. Die alte ist eh schon verloren ...

Aber was dann? Dann gebe ich die neue Nummer nur an die Leute, die kein Whatsapp nutzen? Spannend. Beim ersten Nachdenken wären das genau drei. Zwei davon haben nur kein Whatsapp, weil sie kein Smartphone besitzen ...

Da muss wohl erst mal jemand klagen. Alle seine Freunde verklagen, weil die die Nummer ungefragt nach USA freigeben ...
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#15
Das ist doch pervers, was Facebook da treibt. Das kann doch nicht rechtens sein? Jetzt müssen alle Facebook und Whatsapp Verweigerer die A-Karte ziehen, nur weil die Telefonnummer im Telefonbuch von Whatsapp Usern gespeichert ist und die Whatsapp User die an Dritte weitergeben, bewusst oder unbewusst?
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