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Berichte über andere Messenger
Wäre Threema zumindest mit einer kostenlosen Testphase versehen, hätte es auch profitieren können.
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Glaube ich nicht. Telegram betont, es würde die Privatsphäre geschützt, es wird aber nichts per Voreinstellung E2E verschlüsselt. Gruppenchats können gar nicht E2E verschlüsselt werden. Die DAUs nutzen es trotzdem. Nicht einmal Signal, was ja kostenlos ist, wird genommen.
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Bitte "Privatsphäre" nicht immer gleichsetzen mit "Verschlüsselung".

Am Beispiel Telegram: Dort kann meine Privatsphäre geschützt werden indem ich im Gegensatz zu WhatsApp niemandem meine Telefonnummer geben muss sondern mit einem Benutzer-Alias arbeiten kann. Als ein einziges Beispiel. Obwohl also standardmäßig nichts verschlüsselt wird, ist es ein Plus an Privatsphäre.

Und Signal ist zwar verschlüsselt, schützt aber bzgl. der Rufnummer meine Privatsphäre überhaupt nicht, insofern hinkt der Vergleich.

Threema schafft dagegen halbwegs eine Balance zwischen den beiden Themenbereichen Privatsphäre und Verschlüsselung. Aber - und da bin ich leider ganz deiner Meinung - hat es Threema leider nicht geschafft, eine große Nutzerbasis zu generieren. Ob der fehlende Testzeitraum dafür die einzige Ursache ist: Kann man drüber streiten.
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Naja, solange man alle Nachrichten mitlesen kann, spielt die Handynummer meiner Meinung nach keine grosse Rolle. Ein Glashaus wird nicht weniger durchsichtig nur weil du deinen Namen nicht neben die Tür schreibst.
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Ja klar, deswegen nutze ich auch kein Telegram. Mit diesem Beispiel wollte ich die Sache an sich verdeutlichen, weil mich die häufige Vermischung bzw. Verwechslung von Privatsphäre und Verschlüsselung stört.

Ein anderes Beispiel:
Wenn ich nur einen E2E-verschlüsselten Messenger will, dann habe ich eine große Auswahl. Das ist bei Weitem kein Alleinstellungsmerkmal mehr sondern bei den meisten Messengern Standard.

Wenn ich aber einen Messenger will der meine Privatsphäre schützt, dann wird es eng. Also zum Beispiel dass ich eine andere Benutzerkennung als die Telefonnumer haben möchte. Oder dass es keine zwingenden Lesebestätigungen gibt. Oder dass ich verbergen kann ob ich die App jetzt nutze oder wann ich zuletzt online war. Und viele Punkte mehr, von denen Threema leider nicht alle aber zumindest die Wichtigsten bedient.

Und ja: Ich mag Telegram auch nicht und nutze es nicht. Und ich habe sehr großes Verständnis für alle Telegram-Hasser. Aber bei aller Abneigung muss man fairerweise sagen: Telegram würde meine Privatsphäre gegenüber anderen Chat-Teilnehmern deutlich besser schützen als es z.B. WhatsApp tun würde.

(15.03.2019., 09:01)schuschu schrieb: Naja, solange man alle Nachrichten mitlesen kann, spielt die Handynummer meiner Meinung nach keine grosse Rolle.

Das ist der Punkt: Von den Usern oder meinen Kontakten kann ja niemand Nachrichten mitlesen die nicht für sie bestimmt sind. Egal ob der Messenger E2E-verschlüsselt oder nicht. Dieses Argument gilt also nicht gegenüber Nutzern und Kontakten (gegenüber denen ich meine Privatsphäre geschützt wissen will - eben nicht nur bzgl. Nachrichteninhalten).
Selbstverständlich hast du Recht wenn es um das Vertrauen gegenüber dem Anbieter geht. Der kann im Fall von Telegram sehr wohl meine Nachrichten mitlesen. Das hat aber wenig mit Privatsphäre zu tun, sondern vielmehr mit einem möglichen Zustand der Überwachung - der eben nur technisch durch den Einsatz von E2E-Verschlüsselung vermieden werden kann.

Und das sind grundverschiedene Dinge, die oftmals viel zu indifferenziert und unzulässig verkürzt betrachtet werden.

Ich weise nur deswegen so vehement darauf hin:

Aries schrieb:Telegram betont, es würde die Privatsphäre geschützt, es wird aber nichts per Voreinstellung E2E verschlüsselt.

Telegram behauptet, die Privatsphäre [implizit: gegenüber anderen Telegram-Usern] besser zu schützen als WhatsApp. Und das stimmt, obwohl standardmäßig nichts E2E-verschlüsselt, wohl aber transportverschlüsselt wird. Das schließt sich nicht aus.
Und deswegen haben die bösen Jungs von Telegram mit dieser Aussage tatsächlich leider Recht. So ungern ich das sage.
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Ich habe von "Privatsphäre" geschrieben und nicht von "Privatsphäre für einzelne Teilbereiche"!

Wenn wir es aufdröseln wollen, dann schützt WhatsApp die Privatsphäre bei Chatinhalten besser als Telegram, weil bei WhatsApp grundsätzlich alle Chatinhalte E2E verschlüsselt sind, bei Telegram hingegen nur geheime Einzelchats und dies nicht als Voreinstellung. Das bedeutet, Telegram kann einen bedeutenden Teil der Chatinhalte lesen und auswerten. Dies als besseren Privatspärenschutz gegenüber WhatsApp darzustellen, ist von Telegram frech.

Wenn wir die Privatsphäre die Kontakte betreffend anschauen, verletzt WhatsApp deren Privatsphäre, weil diese der Nutzung nicht gegenüber WhatsApp können. Die einzige Information, die zur Erbringung der Dienstleistung (Anzeige welche meiner Kontakte ebenfalls WhatsApp haben) übertragen werden muss, wären die gehashten Telefonnummern (ohne weitere Kontaktdaten). Wobei ich mir bei telegram nicht sicher bin, ob Hintergrund nicht doch etwas mit den Daten erfolgt. Die AGB stehen jedenfalls nicht auf der Website bereit.
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(15.03.2019., 09:35)stefan81 schrieb: Das ist der Punkt: Von den Usern oder meinen Kontakten kann ja niemand Nachrichten mitlesen die nicht für sie bestimmt sind. Egal ob der Messenger E2E-verschlüsselt oder nicht. Dieses Argument gilt also nicht gegenüber Nutzern und Kontakten (gegenüber denen ich meine Privatsphäre geschützt wissen will - eben nicht nur bzgl. Nachrichteninhalten).
Selbstverständlich hast du Recht wenn es um das Vertrauen gegenüber dem Anbieter geht. Der kann im Fall von Telegram sehr wohl meine Nachrichten mitlesen. Das hat aber wenig mit Privatsphäre zu tun, sondern vielmehr mit einem möglichen Zustand der Überwachung - der eben nur technisch durch den Einsatz von E2E-Verschlüsselung vermieden werden kann.

Und das sind grundverschiedene Dinge, die oftmals viel zu indifferenziert und unzulässig verkürzt betrachtet werden.

Nein, Privatsphäre beinhaltet immer auch Verschlüsselung. Bei Telegram noch viel mehr wie bei WhatsApp. WhatsApp löscht deine Nachrichten wenigstens nach dem ausliefern. Darauf zu wetten, dass Telegram in den nächsten 50 Jahren nie geknackt wird halte ich für fahrlässig.
Ausser du möchtest eine öffentliche Gruppe erstellen und dort nicht deine Handynummer verwenden. Aber da gibt es geeignetere Dinge wie einen Messenger.
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