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Selbstzerstörung wie bei SIMSme
#61
(03.02.2018., 18:59)Crixus schrieb: Wenn man allerdings davon ausgeht, dass man seinem Gesprächspartner vertraut, so ist dieses Feature schon sinnvoll und hilft einfach.
Wenn man seinem Gesprächspartner vertraut, wozu braucht man dann eine automatische Löschfunktion?
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#62
Weil man z. B. ein Passwort nicht für Jahre in seinem Verlauf gespeichert haben möchte, es kann ja einiges passieren. Man verliert beispielsweise sein Handy und der Gesprächsverlauf kann eingesehen werden. Es macht schlicht keinen Sinn eine sensible Information jahrelang zu speichern, wenn man sie nur mal kurz braucht - außerdem kann die Funktion helfen seinen Gesprächsverlauf übersichtlich zu halten.

Wenn man mit dieser Funktion ein Passwort verschickt, könnte man z. B. einstellen dass es nach einer Stunde verschwindet und alles passt. Ansonsten müssten beide (!) Gesprächspartner manuell die Nachricht löschen.

Wie gesagt: Es geht bei diesem Feature eigentlich um automatische Unterstützung für einen selbst.

Eventuell könnte man hier ja diese Option hinzufügen.
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#63
Wer hat denn schon jahrelang dasselbe Passwort. Zudem es auch wenig bringt wenn der Chatpartner es anderweitig speichert.
Im Grunde genommen ist alles vor dem Löschen zu speichern.


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#64
Ich muss Crixus zustimmen. Hatte auch schon mehrere Anwendungsfälle, wo ich selbstlöschende Mitteilungen sinnvoll hätte einsetzen können.


Andy

(03.02.2018., 20:11)Jzuchi01 schrieb: Wer hat denn schon jahrelang dasselbe Passwort.
Mehr als man meint... leider!
Zitat:
Zudem es auch wenig bringt wenn der Chatpartner es anderweitig speichert.
Natürlich finden diejenigen, die es wollen, immer Wege, das zu umgehen. Es geht hier nicht um solchen mutwilligen Vertrauensbruch. Sondern einfach darum, dass bestimmte Mitteilungen des Absenders auf seinen eigenen Wunsch hin nicht auf Ewig in andren Verläufen gespeichert sein sollen. Das Beispiel mit verlorenen Handys wurde ja schon erwähnt.

Ich hatte schon früher mal in diesem Zusammenhang den Vergleich von selbstlöschenden Mitteilungen zum gesprochenen Wort hergestellt, das ja auch flüchtig ist und nicht ewig gespeichert wird (siehe unter anderem Beiträge 20 in 38 weiter oben in diesem Thread). Das kann natürlich auch umgangen werden (z. B. durch heimliches Aufzeichnen - das ist am Telefon aber sogar illegal!), aber in aller Regel wird nicht alles, was ich sage, in irgendwelchen Verläufen, die ich nicht kontrollieren kann, für immer und Ewig gespeichert.
Außerdem finde ich, dass es zunächst im Entscheidungsbereich des Absenders liegen solle, festzulegen, wie mit seiner Mitteilung umzugehen ist, und insbesondere, ob sie ewig gespeichert werden soll. Gehört ein bisschen in den Bereich, dass der Absender entscheiden können soll, was mit seinen Daten passiert.
So ein Analogon zum gesprochen Wort, das nicht automatisch unbegrenzt und außerhalb meines Einflussbereichs gespeichert wird, sollte es fürs Messaging auch geben, und da wären selbstlöschende Mitteilungen ein m. M. n. probates Mittel.
Natürlich könnte man nun sagen, ok, dann nutze halt keinen Messenger. Stimmt—ist aber ein Totschlagargument, das ich nicht gelten lasse. Denn ich finde, dass man neue Technologien durchaus erst mal weiterentwickeln sollte, um lösbare Probleme zu beheben. Und hierfür gibt es eine Lösung, und die liegt z. B. in selbstlöschenden Mitteilungen (aber vielleicht auch in anderen Lösungen).

Signal hat das ja auch schon vor über einem Jahr eingeführt und es funktionierte meiner Erfahrung nach sehr gut!

Anmerkung: eine Möglichkeit, nachträglich eigene Mitteilungen aus fremden Chats nach Gutdünken des Absenders zu entfernen, sollte es natürlich nicht geben. Dem Empfänger muss von Anfang an klar sein, ob diese Nachricht flüchtig oder persistent ist - wie in Signal implement.


Andy
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#65
Wenn ich dem Gesprächspartner vertraue, kann ich diesem doch auch einfach sagen/schreiben, dass dieser die Nachricht (z.B. Passwort) nach dem Lesen/im Passwortmanager abspeichern/Einloggen/… löschen soll.
Andererseits verstehe ich, dass es da angenehmer sein kann, wenn man das als Absender vorher festlegen kann.
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#66
(04.02.2018., 21:42)rugk schrieb: Wenn ich dem Gesprächspartner vertraue, kann ich diesem doch auch einfach sagen/schreiben, dass dieser die Nachricht (z.B. Passwort) nach dem Lesen/im Passwortmanager abspeichern/Einloggen/… löschen soll.
Momentan handhabe ich das notgedrungenerweise auch so.
Zitat:
Andererseits verstehe ich, dass es da angenehmer sein kann, wenn man das als Absender vorher festlegen kann.
Ja... so gesehen ist es auch ein Komfortmerkmal.


Andy
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#67
Also für mich ist das nur ein aufblähen des Programms wie so vieles andere. Zudem ich auch niemanden etwas schreiben würde was der andere nicht für sich speichern kann. Wäre in etwa das gleiche als wenn ich einen Brief schreibe der nach zwei Tagen in Flammen aufgeht. Also für mich völlig sinnfrei. Und wenn es für mich komfortabler sein soll, na ja, Einmal festgehalten und gelöscht.

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#68
(04.02.2018., 23:18)Jzuchi01 schrieb: Und wenn es für mich komfortabler sein soll, na ja, Einmal festgehalten und gelöscht.

Stimmt. Ich finde selbstzerstörende Nachrichten auch unnötig. Wenn es wirklich mal zu so wichtigen Nachrichten kommen soll wie z.B. Passwörter, kann man die Empfänger bitten, diese Nachrichten nach Erhalt zu löschen. Nachdem man die Nachricht auch selbst gelöscht hat, ist diese ja auch "ganz verschwunden", da Nachrichten ja nur auf den jeweiligen Geräten gespeichert werden.
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#69
(03.02.2018., 22:40)andyg schrieb: Anmerkung: eine Möglichkeit, nachträglich eigene Mitteilungen aus fremden Chats nach Gutdünken des Absenders zu entfernen, sollte es natürlich nicht geben. Dem Empfänger muss von Anfang an klar sein, ob diese Nachricht flüchtig oder persistent ist - wie in Signal implement.

Facebook zeigt gerade, wie man es mMn eben NICHT machen sollte (willkürliches Herumlöschen in fremden Inboxen):
Zitat:Mark Zuckerberg und einige Führungskräfte von Facebook haben gesendete Nachrichten aus den privaten Nachrichteneingängen der Empfänger gelöscht. Nachdem das bekannt wurde, kündigte das Unternehmen nun diese Funktion für alle an.
[...]
Ob es sich dabei wirklich um die gleichen Rechte handeln wird, die jedem Facebook-User die Möglichkeit einräumen, verschickte Nachrichten aus den privaten Posteingängen der Empfänger zu löschen, bleibt abzuwarten.

“Facebook: Zuckerberg löschte seine Nachrichten aus den Posteingängen der Empfänger | heise online”

https://m.heise.de/newsticker/meldung/Fa...12858.html


Andy
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#70
Moin,
da es hier auch hingehört, verlinke ich mal meinen Beitrag im anderen Thema.

Ich bin also sehr wohl für die Möglichkeit einer Nachträglichen Löschung, aber nur KURZZEITIG nach dem Senden zur Korrektur von Fehlern. Wäre mir sehr wichtig...
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#71
Telegram hat bei den Geheimen Chats die Funktion ebenfalls mit eingebaut.
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