Beiträge von Enduro67

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    Hallo Mira,


    Ich glaube hier liegt prinzipiell ein Missverständnis vor. Deine ID ist quasi nur eine Adresse (so wie ein Postfach) Bei einem Backup (Ich gehe bei Dir von einem ID Backup aus, weil Deine Threemaversion so alt ist), wird Deine ID + Deinem privaten Schlüssel gesichert. Damit kannst Du auf einem anderen Gerät Threema einrichten, so dass Du von dort Nachrichten verschicken kannst. Das würdest Du aber in jedem Fall mitbekommen, weil es Dein Threema melden würde.


    ABER das bedeutet nicht, dass in dem Backup die Kontakte drin sind. Das ist erst im Threema-Safe oder aber im Datenbackup der Fall. Ich gehe davon aus dass ersteres bei Dir aufgrund des Alters von Threema nicht ging und zweites bedeutet, dass die Daten manuell vom Handy auf den PC kopiert werden müssen (Bei Android noch gut machbar, bei iOS eine größere Herausforderung). Das hättest Du mitbekommen müssen.

    In jedem Fall aber sind das, bis auf den Safe, Snapshots. D.h. der Datenstand zum Zeitpunkt des Zugriffs. Du sagst aber, den Kontakt gab es da noch nicht. Also bleibt nur die Möglichkeit, dass er über einen Umweg (z.B. Googlecloud) in den Zugriff gekommen ist.


    Also selbst wenn er ein ID-Backup von Deinem Threema hätte und dies auf einem Hand einrichten würde, hätte er nur Zugriff auf SEINE Kontakte und Du würdest eine Hinweis dazu bekommen.


    Das (sehr empfehlenswerte) Threema-Safe Passwort bitte niemandem weitergeben (nur einfach gut merken!)

    Es braucht natürlich entweder das Mitwirken vom OS-Hersteller (halte ich für eher unwahrscheinlich) oder das Ausnutzen einer Sicherheitslücke im OS (wahrscheinlicher).

    Was macht Dich da so sicher? Wenn ich sehe, wie schnell die Covid19-Schnittstelle OSunabhängig implementiert wurde, scheint es mir nicht so unwahrscheinlich, dass mit den "richtigen" Argumenten (und ich rede nicht vom BND) auch noch andere Schnittstellen direkt im OS verankert werden.

    Hallo Mira,


    also wenn Du Threema Web ausgeschlossen hast dann gibt es technisch keine Möglichkeit eine Nachricht in Deinem Namen zu verschicken.
    Ich bin zwar kein Experte aber das ist via Design von Threema ausgeschlossen. Derzeit ist Threema nicht multidevicefahig. Das bedeutet, dassder private Schlüssel zum Versenden von Nachrichten ausschließlich auf Deinem Smartphone liegt. Derzeit ist es nur via Threema-Web und im Auto (in BT Reichweite) Nachrichten zu verschicken. Aber all diese Nachrichten erscheinen in Deinem Threema Chat als Deine Nachricht.

    Um an eine Threema-ID zu kommen muss man
    a) diese erhalten (mündlich, schriftlich) und manuell eintragen

    b) wenn diese mit einer Telefonnummer/eMailadresse verknüpft ist, Kenntnis der Telefonnummer/eMailadresse haben und diese im eigenen Telefonbuch hinterlegt haben, dass man dann mit Threema abgleicht.


    Man korrigiere mich, wenn ich falsch liege.


    In Deine Fall vermute ich trotz allen Beteuerungen, dass Dein Ex Zugriff auf Deine Kontakte hat/hatte und so an die ID gekommen ist

    Ich bin mir nicht sicher, aber theoretisch kann ich doch an jede x-beliebige Threema-ID eine Nachricht senden, indem ich sie als Kontakt hinzufüge?
    Wäre das nicht auch bei Anrufen möglich? Und wäre es nicht möglich solche ID-Kombinationen automatisch gescriptet anzulegen und dann "auszuprobieren" welche funktionieren? Oder hat Threema hier eine Sicherung gegen Bruteforce Attacken beim Anlegen von Kontakten eingebaut?

    Signal arbeitet ja gerade daran die Telefonnummer abzukoppeln, so dass es wieder ein paar Sympathiepunkte geben könnte ;)

    Das tun sie aber schon eine Weile. Weiß man bis wann das final kommen soll?

    Ein Investor bringt Geld. Damit können neue Entwickler eingestellt und das Entwicklungstempo gesteigert werden.

    Genau das macht mir Sorge. Ein Investor tut dies nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern er will Rendite. Und wenn die Erträge aus Work so üppig wären, das querzufinanzieren, warum stemmt das Threema nicht alleine mit diesen Mitteln?

    Für mich sieht es einfach so aus, dass zusätzliche Mittel fließen (müssen) und diese wollen refinanziert sein. Wo aber sollen die Erträge herkommen, wo sie nicht bisher auch an Threema flossen? Und darauf hoffen, dass sich Threema und Work jetzt schlagartig verbreitet und diese Mittel generiert, welche diesen Invest refinanzieren ... Naja an den Weihnachtsmann glaube ich auch seit einiger Zeit nicht mehr...

    Ich sehe das erst mal kritisch

    Dass eine profitorientiertes Unternehmen eingestiegen ist, sehe ich auch kritisch. Irgendwoher muss das Geld fließen. Verkauf der Metadaten scheidet aus und wenn auf ein Werbe- oder Abomodell gesetzt wird, denke ich, sind die meisten User weg.

    Keiner meiner Threema-Partner wäre bereit ein Abo zu bezahlen. Die einmalige Zahlung ist schon für viele zu viel. Und Werbung zu akzeptieren, Nö! (auch vor dem Hintergrund der zwangsläufig anfallenden Metadaten bei den Werbeplattformen). Wer schon einmal versehentlich auf ein aufpoppendes Werbebanner getippt hat und hinterher Scherereien mit Aboverträgen hatte, dem kommt keine App mit Werbung mehr aufs Gerät.


    Bei uns in der Fa. war der Zeitpunkt als Threema Work zum Abomodell umgeschwenkt ist, der Zeitpunkt, an dem wir ausgestiegen sind. Denn für die rein interne Kommunikation war unsere GL nicht dazu zu bewegen, monatlich Geld auszugeben und die Zahl der externen Kommunikationspartner war zu klein.

    Laut Threema Work Channel soll Videotelefonie für Threema Work am 8.9. kommen.

    Zitat

    Demnächst lassen sich auch in Threema Work Ende-zu-Ende-verschlüsselte Videoanrufe führen, wie es seit kurzem in Threema möglich ist. Die entsprechenden App-Versionen erscheinen voraussichtlich am 8. September 2020.

    Aber warum die App bzw. Lizenz nicht im Threema eigenen Shop kaufen, wenn man sie verschenken möchte? Wen einem der Datenschutz schon wichtig ist und da gehe ich bei Threema Nutzern mal von aus.

    Weil Ottonormaluser sich darum nicht schert und ich einfach mit dem kommunizieren möchte. Je mehr Aufwand desto weniger die Bereitschaft es zu tun. Beim Threema-Shop muss ich erst mal den Sicherheitsmechanismus aushebeln, dass Apps von Drittquellen installiert werden können (ist bei mir übrigens auch aus!) wovor in allen Medien und Fachzeitschriften gewarnt wird. Ich "verkaufe" also ein "sicheres" Programm und erwarte, dass der Benutzer das Gerät erst mal unsicherer macht. Ist schwer zu vermitteln.

    Dann haben die meisten ihre Apps auf automatische Aktualisierung gestellt und 90% der Leute, die ich kenne, wollen sich auf Ihrem Handy nicht manuell mit App-Updates auseinandersetzen, was auch wieder nötig wäre, wenn es über Threema läuft.