Hi Ihr,
mich würde mal intressieren was das Threema-Team davon hält, kommt das durch?.
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Seit den Enthüllungen von Edward Snowden sowie der Übernahme von WhatsApp durch Facebook spielt der Datenschutz eine immer größere Rolle. Die sogenannten Messaging-Dienste kommen diesem Bedürfnis der Nutzer nach und bieten eine mehr oder weniger sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an. Doch die Tage dieser Schutzfunktion könnten gezählt sein, denn erste Gesetzesinitiativen im Ausland verlangen eine Abschaltung. Und offenbar können sich auch deutsche Politiker für solche Pläne begeistern
Als Facebook den Messaging-Dienst WhatsApp übernommen hat, machten sich auf einmal viele Nutzer Gedanken darüber, was eigentlich mit ihren Nachrichten und Daten angestellt wird. Nicht wenige Kunden, vor allem in Deutschland, machten sich daher auf die Suche nach Alternativen, und wurden dabei unter anderem bei Telegram sowie Threema aus der Schweiz fündig. Diese Dienste bieten direkt ab Werk eine Verschlüsselung an, die im Falle von Threema sogar besonders sicher sein soll und über eigene Server abgewickelt wird. Und auch der unangefochtene Marktführer WhatsApp hatte das Thema auf einmal auf dem Schirm, denn dort wurde die Verschlüsselung im November 2014 schrittweise eingeführt (auch wenn es mittlerweile ziemlich still um das Thema geworden ist).
Was den Nutzern einen halbwegs guten der Schutz der Privatsphäre bietet, ist den Politikern auf dieser Welt ein Dorn im Auge. Als erstes meldete der britische Premierminister David Cameron seine Bedenken an, der im Januar zumindest eine Hintertür in den Messaging-Diensten forderte. Nach der Wahl im Mai macht Cameron jetzt offenbar ernst mit seinen Plänen, denn laut britischen Medien plant der Premier ein neues Gesetz, mit dem eine Verschlüsselung in sämtlichen Kommunikationswegen untersagt werden könnte. Zumindest aber sollen die Daten von den Anbietern gespeichert und auf Wunsch unverschlüsselt an Behörden übergeben werden.
Sollte Cameron damit durchkommen, stünden auch verschlüsselte Mails vor dem Aus. Zumindest gäbe es keine Garantie mehr, dass Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden nicht auf die Daten zugreifen können. Das alles wird natürlich unter dem Deckmäntelchen "Schutz vor Terrorismus" verkauft. Und da ziehen auch deutsche Politiker nur zu gerne mit, wie die neuen Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung zeigen. Dementsprechend berichtet der Focus wenig überraschend, dass sich "auch unsere Politiker immer mehr gewillt [zeigen], diese Grundrechte im Namen der Terrorismusbekämpfung immer weiter auszuhöhlen". Und letztlich dürften eigentlich die Geheimdienste aller Länder ähnliche Anliegen haben, weswegen ein europa- oder gar weltweites Ende der Verschlüsselung fast schon absehbar ist.
