Ist Threema Work das richtige für eine Schulklasse?

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  • Liebe Caro , bitte sieh es mir nach, aber ich bin praktizierender Volljurist, und ich habe selten einen solchen Blödsinn gelesen, wie das, was nach Deinen Worten Euer Datenschutzbeauftragter verzapft. Dabei kannst Du im entsprechenden Thread EU plant Verbot von Verschlüsselung nachlesen, daß ich auch kein Freund davon bin, was da in Brüssel geplant wird.


    Aber deswegen gleich jeden Messenger ablehnen heißt, das Kind mit dem Bade ausschütten. Euer Datenschutzbeauftragter benutzt sicherlich Telefon, E-Mail, Telefax? Das kann alles abgehört werden, immer mit richterlichem Beschluß, versteht sich. Daß das zulässig ist, ergibt sich aus Artikel 10 des Grundgesetzes in Verbindung mit den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften, z.B. § 100a Strafprozeßordnung. Und diese Vorschriften gelten auch für jedes Handy.


    Also: Die Frage, ob den Anbietern vorgeschrieben wird, daß sie Backdoors einzubauen haben oder ob es besser dabei bleibt, daß die Strafverfolgungsbehörden sich (nach richterlichem Beschluß, weil es einen erheblichen Verdacht gibt, daß Du eine Terroristin bist z.B.) mit einem auf Dein Handy applizierten Staatstrojaner jedesmal einen Screenshot anfertigen und sich zuschicken müssen, hat mit der DSGVO und mit der Frage, welcher Messenger zu empfehlen ist, null nichts gar nichts zu tun. Abgehört und mitgelesen werden kann immer, auch jetzt schon.

  • Threema ist in meinen Augen nicht nur für die Eltern einer Schulklasse gut - egal in welcher Version. Es kann mir vorstellen, dass manchen Leuten der Preis für Threema zu hoch ist. Der Preis für ein Handy oder für einen Handyvertrag ist doch aber auch nicht umsonst.

    Caro : Was macht Ihr denn jetzt, wenn der Datenschutzbeauftragte sich nicht auskäst? Bei Whatsapp bleiben?


    Ich weiß, dass in vielen Betrieben oder Unis WhatsApp benutzt wird, obwohl das verboten ist. Ich mache diesen Blödsinn nicht mit. Wir sind 2 Leute (von 13) in unserer Abteilung, die nicht im Abteilungsgruppenchat von Whatsapp sind. Ist auch ganz gut, nicht immer erreichbar zu sein. 😁

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    Gruß - Miaz (Samsung Galaxy S7; Sony Xperia Z1C; Threema seit 08/14; Closed-Beta seit 02/18)

  • Der Preis für ein Handy oder für einen Handyvertrag ist doch aber auch nicht umsonst.

    Da bin ich bei Dir. Nur befürchte ich, dass diese Rechnung nicht alle nachvollziehen können :rolleyes:



    Was macht Ihr denn jetzt, wenn der Datenschutzbeauftragte sich nicht auskäst? Bei Whatsapp bleiben?

    vorerst ja. Eventuell nach den Sommerferien nochmal überdenken und ggfs neu entscheiden.




    Ist auch ganz gut, nicht immer erreichbar zu sein. 😁

    :D :thumbup:





    Zur Not gibt es ja noch das gute alte Telefonat, ;) Damit man nicht von der Gemeinschaft abgeschnitten ist.

    Oh stimmt, da war ja was... ^^ ^^ 8o

  • [Bei Whatsapp bleiben?]

    vorerst ja.

    Hallo Caro :)


    also vermeidet Ihr das böse Threema und bleibt beim Musterschüler betreffend der Privatsphäre. Das ist dann ja ein riesiger Fortschritt im Hinblick auf die DSGVO :thumbup: Mark Zuckerberg wird sich sicher freuen. Was sagt denn Euer "Experte" (ich würde den eher völlig ahnungslos nennen) dazu?


    Gruß Ingo

  • vorerst ja. Eventuell nach den Sommerferien nochmal überdenken und ggfs neu entscheiden.

    Der Datenschutzbeauftragte soll von seinem Posten zurücktreten. Er ist nach diesen Schilderungen nicht in der Lage, diesen angemessen auszufüllen. Selten so einen Unsinn gelesen. Genau solche Leute in entsprechenden Schlüsselpositionen sind es, die für das Persistieren von #neuland signifikant mitverantwortlich zeichnen.

  • Der Datenschutzbeauftragte soll von seinem Posten zurücktreten. Er ist nach diesen Schilderungen nicht in der Lage, diesen angemessen auszufüllen. Selten so einen Unsinn gelesen. Genau solche Leute in entsprechenden Schlüsselpositionen sind es, die für das Persistieren von #neuland signifikant mitverantwortlich zeichnen.

    Das vorerst-weiter-WhatsApp-und-im-Septemper-eventuell-neu-entscheiden ist das, was wir Eltern dieser Klasse für uns Eltern entschieden haben. Nicht ideal, aber darauf konnten wir uns eben einigen.


    Die Aussage des Datenschutzbeauftragten war ja schon, WhatsApp und Telegramm sind beide nicht vertrauenswürdig, da sollten wir direkt Abstand von nehmen.

    Wenn wir aber diese Gruppe beibehalten werden, können wir nachher nicht herkommen und sagen, wir hätten nichts gewusst.


    mEn hat er sich da schon vernünftig zu geäußert. Gut möglich, dass ich das hier missverständlich wiedergegeben habe. Sorry.

  • Nicht ideal, aber darauf konnten wir uns eben einigen.

    Tja... Und so machen es eben alle. Und deshalb wird sich auch an der Nutzung von WhatsApp nichts ändern. Kampf gegen Windmühlenflügel!

    Sicher/unsicher... legal/illegal... alles egal...

    EDIT: Hauotsache Mainstream und hauptsache kostenlos. Man hat ja nix zu verbergen...

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    Gruß - Miaz (Samsung Galaxy S7; Sony Xperia Z1C; Threema seit 08/14; Closed-Beta seit 02/18)

  • Hallo Caro :)


    also vermeidet Ihr das böse Threema und bleibt beim Musterschüler betreffend der Privatsphäre. Das ist dann ja ein riesiger Fortschritt im Hinblick auf die DSGVO :thumbup: Mark Zuckerberg wird sich sicher freuen. Was sagt denn Euer "Experte" (ich würde den eher völlig ahnungslos nennen) dazu?


    Gruß Ingo

    böses Threema auf keinen Fall!

    Ihr konntet mich innerhalb der wenigen Tage, die ich nun in diesem Forum bin, erstklassig aufklären und sogar überzeugen :thumbup:


    Nur, und das ist nicht unerheblich, ist es mir im Moment nicht möglich, die anderen Eltern zu einem Wechsel zu bewegen, wenn es noch nichtmal sicher ist, dass Threema im kommenden Schuljahr noch "erlaubt" sein wird von Seiten des Schulamtes.

  • Caro : Geht ja auch nicht gegen Dich. Aber das Problem mit dem "Überzeugen Anderer" haben wir alle. Das ist schlichtweg einfach nicht möglich...

    EDIT: ich für meinen Teil habe das schon lange aufgegeben.

    Und um nochmal auf meine Abteilung mit WhatsApp-Gruppenchat zurückzukommen: Es wäre mir gar nicht Recht, dass die Chefs jetzt alle Threema hätten und mich jederzeit erreichen könnten - und ich jederzet antworten müsste. :P

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    Gruß - Miaz (Samsung Galaxy S7; Sony Xperia Z1C; Threema seit 08/14; Closed-Beta seit 02/18)

  • Das vorerst-weiter-WhatsApp-und-im-Septemper-eventuell-neu-entscheiden ist das, was wir Eltern dieser Klasse für uns Eltern entschieden haben. Nicht ideal, aber darauf konnten wir uns eben einigen.

    Ja gut, sich auf das Beibehalten auf eines Status Quo zu einigen, ist nun kein besonderes Ereignis. Das ist einfach ein Verharren auf der Stelle, kein Fortschritt.

    Die Aussage des Datenschutzbeauftragten war ja schon, WhatsApp und Telegramm sind beide nicht vertrauenswürdig, da sollten wir direkt Abstand von nehmen.

    Wenn wir aber diese Gruppe beibehalten werden, können wir nachher nicht herkommen und sagen, wir hätten nichts gewusst.

    Wenn er das so gesagt hat, ist aber die o.g. Entscheidung ja nochmal um so unverständlicher und weniger nachvollziehbar. Es gäbe ja auch noch mögliche kostenfreie "Zwischenlösungen",...

    -> https://www.messenger-matrix.de/

    -> https://www.messenger-matrix.de/messenger-matrix.html


    ... die es aus anderen Gründen aber gar nicht mal bräuchte, siehe weiter unten:

    böses Threema auf keinen Fall!

    Ihr konntet mich innerhalb der wenigen Tage, die ich nun in diesem Forum bin, erstklassig aufklären und sogar überzeugen :thumbup:

    Es geht dabei ja grundsätzlich nicht nur um Threema und ums "Überzeugen". Es geht vielmehr um eine Grundsatz-Medienkompetenz, die Lehrer, Eltern, ja, Bildungsverantwortliche im verallgemeinerten Sinne, von sich aus, aus eigenem Antrieb, erlangen und ins Handeln übertragen sollten, ganz unabhängig davon, ob sich da gerade ein spezielles Teil-Thema in der aktuellen Diskussion befindet.


    Nur, und das ist nicht unerheblich, ist es mir im Moment nicht möglich, die anderen Eltern zu einem Wechsel zu bewegen, wenn es noch nichtmal sicher ist, dass Threema im kommenden Schuljahr noch "erlaubt" sein wird von Seiten des Schulamtes.

    Das ist völlig unerheblich, weil sich ja die Datenschutzvorteile Threemas nicht in der Verschlüsselung erschöpfen, sondern in vielen anderen Punkten ganz offen auf der Hand liegen:

    • Vermeidung von Metadaten bzw. Prinzip der Datensparsamkeit
    • Rufnummernunabhängige Kommunikationsmöglichkeit
    • Kein Einbinden von Trackern, kein Teilen und Auswerten von Daten in großen Verbünden (Facebook, Instagram, Whatsapp), Stichwort Camebridge Analytica!
    • Möglichkeit der (verschlüsselten) Offline-Datensicherung (und nicht wie bei WhatsApp unverschlüsselt(!) in der Cloud) (alleine das ist schon ein Unding für sich).
    • erfolgte Sicherheitsaudits (fehlen bei WhatsApp)
    • Threema-App ist alternativ datensparsam über den Threema-Shop beziehbar.



    Das heißt, eine Entscheidung kann seitens Elternschaft völlig unabhängig von Dritten getroffen werden, weil es ja ohnehin die eigene Kommunikation untereinander (Eltern, Schüler) im Privaten betrifft, und alleine diesbezüglich bereits ein großer Vorteil wäre, ganz unabhängig davon, was die Schule später vielleicht mal entscheidet!


    Medienkompetenz ist nicht die Nutzung von Facebook, Twitter, Instagram, Youtube oder die Einrichtung von Alexa zu Hause in den eigenen vier Wänden, sowas ist eher eher das komplette Gegenteil davon, eine Medieninkompetenz. Vielmehr zeigt sich eine Medienkompetenz in einer aus Eigenantrieb erkannten Notwendigkeit, sich entsprechend der aktuellen Anforderungen und Entwicklungen selbst zumindest in dem Maße weiterzubilden (als Eltern und Lehrer), wie es erforderlich ist, den Heranwachsenden eine Orientierungsbasis für ihr Handeln zu vermitteln. Und dahingehend gibt es, wie dieses Beispiel wieder sehr gut zeigt, eklatante Defizite.


    Als Beispiel: Ich hatte oben Cambridge Analytica verlinkt, nicht ohne Grund, denn es zeigt, wie sehr sich sorgloser Umgang von Benutzern, die bereitwillig in "Ich-habe-ja-nichts-zu-verbergen"-Chöre einstimmen und dementsprechend freimütig mit ihren eigenen und den Daten anderer Nutzer um sich werfen, in gefährliche gesellschaftliche Entwicklungen ummünzen kann:

    -> https://www.fr.de/politik/us-w…chmeldungen-90079069.html


    Man gibt sich dadurch u.a. einer Manipulierbarkeit hin und gefährdet in elementaren Punkten, die man sich mangels Weitblicks und Sachkenntnis (#neuland) nicht vorzustellen vermag, auch Entwicklungen in der Zukunft und somit auch die der eigenen Kinder. Denn während "da draußen" die professionellen Kenner der Materie (Facebook & Co) von allen Werkzeugen profitieren (und diese auch schamlos ausnutzen), die ihnen durch die freimütig preisgegebenen Datenberge von Milliarden Nutzern an die Hand gegeben wurden, kauft der sich selbst als medienkompetent einschätzende Nutzer beim Aldi für zu Hause eine "Überwachungs-Cam" und glaubt, damit sein Heim abgesichert zu haben. So extrem klafft die Schere auseinander, zwischen Sachlage- und Selbsteinschätzung auf der einen, sowie der gegebenen Realität auf der anderen Seite.

  • Nur, und das ist nicht unerheblich, ist es mir im Moment nicht möglich, die anderen Eltern zu einem Wechsel zu bewegen, wenn es noch nichtmal sicher ist, dass Threema im kommenden Schuljahr noch "erlaubt" sein wird von Seiten des Schulamtes.

    Letztlich sind es doch nicht die Eltern, die du überzeugen musst, sondern die Lehrer/Mitarbeiter der Schule.

    Die sind letztlich die entscheidenden Multiplikatoren. Wenn die Lehrer den Schülern/Eltern nur noch die Kommunikation über Threema anbieten, dann müssen die Eltern entweder nachziehen oder aufs Telefon ausweichen.

  • Ich würde dir raten, dich mal an die Landesdatenschutzbeauftragten zu wenden. Ich habe den Eindruck, euer Datenschutzbeauftragter ist ein Lehrer, der diese Aufgabe noch zusätzlich inne hat. An der Landesdatenschutzstelle sitzen die Leute, die ja auch die Gesetze für die Schulen erlassen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr keine DSGVO-konformen Messenger nutzen dürft. Und an dieser Stelle weise ich noch einmal darauf hin, dass die Basisversion der Schul.cloud sogar kostenlos ist. Mich wundert aber auch,dass diese Diskussion bei euch jetzt erst geführt wird. WhatsApp ist ja schließlich seit dem Erlass der DSGVO nicht mehr zulässig und inzwischen gibt es ja gerade für den schulischen Bereich relativ viele Alternativen, die in Corona auch noch mal besser und umfangreicher geworden sind.

    Bevor ich bei uns an der Schule Schul.cloud (getestet haben wir erst die kostenlose Variante, dann sind wir zur umfangreicheren kostenpflictigen Form übergegangen) eingeführt habe, habe ich auch mit den zuständigen Mitarbeiten vom Landesdatenschutz gesprochen. Auch wenn in ihrem Flyer nicht alle möglichen Messenger aufgeführt waren, hat man doch gesagt, dass alles erlaubt sei, was der DSGVO entspricht und aus Europa stammt.

  • Noch kurz zurück zu Threema Education: Das ist primär für die Schule selbst gedacht, bzw für Schüler/Lehrer. Einer der wichtigsten Unterschiede zu Threema Work ist die Übertragbarkeit der Lizenzen: Wenn ein Kind die Schule abschliesst, kann die Lizenz für Threema Education (was dann über die Threema Work App läuft) zurückgezogen werden und einem neu eintretenden Kind gegeben werden. Im Gegenzug kostet die Lizenz nur einmalig, statt wiederkehrend wie beim "normalen" Threema Work.


    Für die Elterngruppe wäre das aber eher mässig praktikabel. Da bringt man die Eltern zuerst dazu, Threema zu nutzen, und nach einiger Zeit wird dann die Lizenz wieder entzogen? Hier fände ich einen Privatkauf der ganz normalen App Store / Play Store-Lizenz zweckmässiger, dann kann man den Messenger auch gut unabhängig von der Schule benutzen. Die Gruppe würde wohl am besten vom Lehrer eingerichtet werden (achtung: Administrationsrechte sind nicht übertragbar!), die Eltern senden ihre Threema-ID an den Lehrer und dort wird dann die Gruppe manuell verwaltet. Alternativ könntest auch du die Administration übernehmen, wobei das dann einen weniger offiziellen Charakter hat. Hilfreich wäre sicher auch eine Anleitung mit Hinweisen (z.B. auf Threema Safe) und Tipps zur Einrichtung. Je nach Technologie-Affinität der Eltern wäre hier vielleicht ein ausgedrucktes Blatt sinnvoll, wo nötig mit QR-Codes, die dann auf die FAQs auf https://threema.ch/de/support zeigen.


    Im privaten Umfeld biete ich Kollegen jeweils an, ihnen den Betrag zurückzuerstatten, damit das Kosten-Argument gleich mal direkt vom Tisch ist. (Das Angebot hat bisher allerdings noch nie irgend jemand in Anspruch genommen...)

  • Im privaten Umfeld biete ich Kollegen jeweils an, ihnen den Betrag zurückzuerstatten, damit das Kosten-Argument gleich mal direkt vom Tisch ist. (Das Angebot hat bisher allerdings noch nie irgend jemand in Anspruch genommen...)

    Das schreckt auch durch die Umstände ab. Ich habe immer eine Handvoll Lizenzen parat (ich kaufe von Zeit zu Zeit nach ... bevorzugt beim Weihnachtsangebot) und eine Kurzanleitung, die ich dann, um die jeweilige Lizenz ergänzt, verschicke. Wenn Dir der Kontakt wichtig ist und du deshalb ohnehin verschenkst, können die Kosten ganz außerhalb der Debatte bleiben.