EU plant Verbot von Verschlüsselung

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  • Liege ich mit meiner Vorstellung falsch?

    Ja. Jegliche Möglichkeit einer Analyse von Inhalten, Nachrichten usw. auf Betriebssystem- und/oder Anwendungsebene ist vollständig abzulehnen! Ist eine solche Infrastruktur mal aufgebaut, bietet sich die Möglichkeit für massiven Ausbau und Missbrauch. Heute wird nach Kindesmissbrauch/Nacktheit gescannt, morgen nach Terrorismus, unliebsamen Äußerungen gegen eine Regierung, Vorbereitungen für Demonstrationen...! Heute wird noch nichts ausgeleitet, morgen aber schon...! Ich erinnere auch daran, dass es immer wieder Meldungen gibt über rechtsextreme Netzwerke innerhalb von Sicherheitsbehörden. Dass diese Leute dann evtl. Zugriff auf gesammelte Informationen haben könnten, macht die Sache endgültig zum Alptraum!


    Unsere eigenen Geräte müssen ein absolutes Tabu bleiben! Genauso muss es bspw. durch die Möglichkeit verschlüsselter Kommunikation die Möglichkeit einer Online-Privatsphäre geben, wie wir sie auch analog mit Briefen und unseren Wohnungen haben. Wir laufen analog auch nicht mit einem Namenschild um den Hals rum. Also brauchts entsprechend Netzanonymität.


    Dass übrigens Google und Microsoft ihre Nutzer derart analysieren und auswerten, gehört mMn verboten. Politiker sollten den Bürger eigentlich davor schützen!

  • Dass übrigens Google und Microsoft ihre Nutzer derart analysieren und auswerten, gehört mMn verboten. Politiker sollten den Bürger eigentlich davor schützen!

    Nach meinem Dafürhalten ist das auch verboten. Die DSGVO sollte die Bürger eigentlich auch davor schützen. Es juckt nur keine Sau. Dasselbe wie bei WhatsApps Telefonbuchabgleich, bei dem kein WA-Nutzer von irgendeinem Kontakt in seiner Liste die explizite Einwilligung eingeholt hat, dass seine Nr. mit den Facebook-Servern abgeglichen werden darf.

    Wo sind denn die Abmahnanwälte, wenn man sie mal braucht?

  • Hier ein Beitrag auf Arte von gestern:


    Kinderpornografie als Vorwand für Überwachung? - Die ganze Doku | ARTE
    Im Kampf gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet diskutiert die EU-Kommission derzeit einen Gesetzesentwurf, der eine umfassende Überwachung…
    www.arte.tv

    Threema seit 16.02.2014 - immer mit derselben ID.

    Seit 03.02.2021 gleichzeitig mit zweiter veröffentlichter (Arbeits-) ID - am Handy, wie am Rechner.

  • Ups! Sehe gerade, dazu gab's schon oben eine Meldung, die holydiver eingestellt hatte. Jetzt lasse ich den Link zu Heise aber dennoch stehen:


    Auch das klingt doch ganz gut:


    Messenger-Überwachung: Familienministerin Paus will keine Chatkontrolle
    Der auch für die Jugend zuständigen Ministerin Lisa Paus geht die EU-Initiative für flächendeckende Kinderporno-Scans zu weit. Die Regierung sei sich einig.
    www.heise.de

    Threema seit 16.02.2014 - immer mit derselben ID.

    Seit 03.02.2021 gleichzeitig mit zweiter veröffentlichter (Arbeits-) ID - am Handy, wie am Rechner.

  • Bei dem arte-Beitrag könnte man sich wegen dem Kommissionsvertreter ja schon wieder den Schädel gegen die Wand hauen. Erst nach richterlicher Anordnung wird sozusagen der Brief geöffnet..., nee, es werden massenweise Briefe von sehr vielen Nutzern geöffnet und nicht einfach nur von EINEM Verdächtigen. Ich sag euch, die halten uns alle für dämlich!

  • Die ganzen Kontrollen und Verifikationen bringen doch nix, wenn die Eltern nicht mitspielen.

    Als meine 10-jährige Nichte ihr erstes Smartphone bekommen hat, da haben Ihre Eltern ihr da direkt auch Whats App draufgespielt, als wäre es das normalste der Welt.

    Selbst wenn Facebook/Meta hier eine konsequente Kontrolle hätte (woran die natürlich schon überhaupt kein Interesse haben), dann wäre das doch ruck-zuck durch die Eltern umgangen worden.


    Man könnte natürlich auch bei der Hardware ansetzen. Wozu muss ein Minderjähriger überhaupt eine funktionierende Kamera an seinem Gerät haben…


    Nach meinem Dafürhalten ist das auch verboten. Die DSGVO sollte die Bürger eigentlich auch davor schützen. Es juckt nur keine Sau. Dasselbe wie bei WhatsApps Telefonbuchabgleich, bei dem kein WA-Nutzer von irgendeinem Kontakt in seiner Liste die explizite Einwilligung eingeholt hat, dass seine Nr. mit den Facebook-Servern abgeglichen werden darf.

    Wo sind denn die Abmahnanwälte, wenn man sie mal braucht?

    Da gibt es für die ja kein Geld zu holen. Ich würde vermuten, wenn die Strafen beim Verstoß gegen die DSGVO nicht an den Staat, sondern an den Geschädigten gehen würden, dann würde sich da auch ruck-zuck eine entsprechende Abmahn-Industrie drum herum aufbauen.

  • Hier noch eine ganz gute Zusammenfassung:


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  • Snoopy  holydiver Wie wahrscheinlich ist es aus jetziger Sicht, dass diese Chatkontrolle kommt?


    Mich würde abseits dieses Themas auch interessieren, ob und welche Verschlüsselung das "normale" Telefon (Festnetz, Handy) verwendet und wie einfach / wie schwer es bereits jetzt ist, Gespräche unbefugt bzw. befugt mitzuhören. - Also mit "echter" Telefonnummer (und nicht wie bei Threema über das Internet und einer App).

  • Wie wahrscheinlich ist es aus jetziger Sicht, dass diese Chatkontrolle kommt?


    Mich würde abseits dieses Themas auch interessieren, ob und welche Verschlüsselung das "normale" Telefon (Festnetz, Handy) verwendet und wie einfach / wie schwer es bereits jetzt ist, Gespräche unbefugt bzw. befugt mitzuhören. - Also mit "echter" Telefonnummer (und nicht wie bei Threema über das Internet und einer App).

    Zur Frage 1 (und ich geb hier nur Einschätzungen von Patrick Breyer und Linus Neumann weiter): Es sollte unbedingt auf gesamteuropäischer Ebene mehr Druck von der Bevölkerung kommen. Deutschland war/ist mit Abstand das aktivste Land. Es wird aber offensichtlich über die EDRi versucht, dies zu koordinieren. Es ist außerdem die Frage, inwiefern Nancy Faeser im Ministerrat ihren Einfluss geltend machen kann. Letzten Freitag war ja ein Treffen der Innenminister, bei dem auch die Chatkontrolle Thema war und man hört bisher nichts. Wenn nicht mehr Druck kommt, sagen beide, dass die Chancen erst mal schlecht für uns stehen.


    Zu Frage 2: Keine Ahnung, wie der Stand der Technik ist, gehe aber davon aus, dass entsprechende Dienste nicht wirklich Probleme hätten, Festnetztelefonie mitzuhören. Meine persönliche Waffe hier: Schnell reden, grausamer Dialekt und nuscheln. :D

  • Snoopy  holydiver Wie wahrscheinlich ist es aus jetziger Sicht, dass diese Chatkontrolle kommt?

    Nach meiner Einschätzung als interessierter Laie haben wir ganz schlechte Chancen, dass die Chatkontrolle nicht kommt, weil „wir Deutschen” in der EU die Einzigen sind, die gegen diesen menschenverachtenden EU-Gesetzesentwurf sind.


    Kaum eine andere Bevölkerung hat das perfide Vorhaben begriffen.

    Seit Jahren versuchen Schurkenstaaten und solche, die es werden wollen, die Rechte der Bevölkerung zu unterdrücken und deshalb unbedingt mit allen Mitteln Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abzuschaffen.

    Notfalls nimmt man sich dafür Zeit und macht das in Etappen.


    Damit die Bevölkerung es nicht durchschaut, nutzt man scheinheilige Argumentationen („Buzz-words”) wie „Terrorismusbekämpfung” (greift nicht mehr) oder versucht es nun eben mit „Kindeswohl”, „Kampf gegen KiPo” (engl.: CSAM).


    Aber egal welche Bildung jemand hat, möchte ich allen zurufen:

    „Leute, merkt ihr denn gar nix mehr? Seit wann engagiert sich denn ein Staat oder sogar die EU-Kommission so vehement für Kinder?
    – Klingeln da nicht eure Alarmglocken? Da müsste doch jeder Dummkopf sofort merken, dass jemand versucht, ihn/sie total für dumm zu verkaufen!"

  • Snoopy  holydiver ... Der Beitrag ist von 2013 ... keine Ahnung, ob und wie sich die / eine allfällige (E2E) Verschlüsselung von "normalen" Telefonen verbessert hat


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    Ich würde mal glauben, dass das "normale" Telefon (Festnetz aber auch Handy) nicht schwer abzuhören ist ... Dann gäbe es sowieso fast schon eine Art (ungewollte) "Chatkontrolle" ...


    Hier ein Beitrag von 2010:

    Handys abhören für jedermann
    Ein deutscher Verschlüsselungsexperte hat womöglich ein Verfahren gefunden, mit dem sich mobile Telefonate bald abhören lassen - auch von Laien.
    www.sueddeutsche.de

  • Zitat

    ecosviszero schrieb:

    Mich würde abseits dieses Themas auch interessieren, ob und welche Verschlüsselung das "normale" Telefon (Festnetz, Handy) verwendet und wie einfach / wie schwer es bereits jetzt ist, Gespräche unbefugt bzw. befugt mitzuhören. - Also mit "echter" Telefonnummer (und nicht wie bei Threema über das Internet und einer App).

    Nun meine Einschätzung zum zweiten Teil Deiner Frage:

    Kann mich holydiver nur anschließen und ergänze:

    Zwar ist es den deutschen Geheimdiensten nicht erlaubt, uns abzuhören.

    Aber einerseits gibt es nicht nur deutsche Geheimdienste und andererseits sind es ja Geheimdienste, weil sie Verbotenes trotzdem tun, aber im Geheimen. Sonst nennt man das ja bei uns in Deutschland Polizei. Und die tragen Uniformen. ;) ^^

    Ach ja, die Verschlüsselung (haha!). Normales Festnetz: gar nix. GSM war Jahrzehntelang mit extraschwacher Verschlüsselung, damit es die „Dienste” nicht so schwer haben. Als LTE (mit besserer Verschlüsselung) kam, war die etwas verbesserte GSM-Verschlüsselung bestimmt auch schon wieder kein Problem mehr für die „Dienste”. Und 5G sollte ursprünglich zumindest offiziell eine wesentlich bessere Verschlüsselung erhalten, aber da hatten sich Innenministerium und „Dienste” längst auf Verwässerung der Verschlüsselung geeinigt.

    Fazit: wir Laien können Mobilfunk nicht abhören (ging bei GSM mal ein paar Jahre, hatte srlabs.de sogar mal in ZDF: WISO live vorgeführt).

    Aber für Regierungen und deren Spitzeldienste mit entsprechendem Equipment kein Problem.

    Ciao

    Snoopy


    Threema-Nutzer seit 23.12.2020 (mit immer gleicher Threema-ID!) 8)

    Kein Backup? – Kein Mitleid! 8o