Stark wirtschaftsorientierte Preispolitik?

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  • Hi Leute,

    kommt es mir nur so vor, oder ist die Preispolitik bei Threema extrem stark an wirtschaftlichen Unternehmen orientiert und vernachlässigt andere potenzielle Nutzer?

    Ich denke da vorallem an kleine und durchschnittliche, gemeinnützige Vereine (e.V.), sowie informelle Gruppierungen. Für derartige Nutzer sind die Preise doch extrem unfreundlich.


    Stellen wir uns zum Beispiel mal vor ein kleiner Verein würde seine Mitglieder, oder potenzielle Interessenten gerne per Threema Broadcast erreichen. Die Kosten für das kleinste Paket liegen bereits bei 4,50 € pro Monat… das wären im Jahr 54 €. Bei den Vereinen, die ich so kenne entspräche dies schon in etwa dem Jahresbeitrag von einem bis drei Mitgliedern und damit schon ein ziemlich einschneidender Kostenfaktor. Wenn es sich dann noch um „Wenignutzer“ handelt, also vielleich nur ein bis viermal im Jahr überhaupt eine Nachricht verschickt wird, dann rechnet sich das ja überhaupt nicht mehr… da kann man auch gleich einen Brief mit der Post schicken.

    Und das ist jetzt nur Threema Broadcast im kleinsten Tarif. Würde der Verein seinen Mitgliedern womöglich per Threema Work auch die Lizenzen zur Verfügung stellen wollen, käme dies nochmals teurer.


    Für Unternehmen mag diese Preispolitik zwar sinnvoll sein, aber denkt ihr nicht auch, dass andere Nutzergruppen eine eher nutzungsabhängige Preispolitik eher entgegen käme? Schaut man sich z.B. Threema Gateway an, dann wird dort ja nach tatsächlich versandten Nachrichten berechnet. So ein kleiner Centbetrag für eine tatsächlich verschickte Nachricht dürfte auch für diese Art von Zielgruppen sinniger sein.

    Was denkt ihr?

  • Die Preise von Threema finde ich prinzipiell in Ordnung, außer bei Threema Broadcast. Da gebe ich dir voll und ganz recht!


    Threema Broadcast ist aus meiner Sicht ausschließlich ein Produkt für wirtschaftsorientierte Unternehmen, die können sich das ohne Probleme leisten. Ansonsten ist es Wucher!


    Angenommen man möchte regelmäßig 101 Personen erreichen (was bei einem e. V. oder anderen Gruppen schnell möglich ist), dann zahlt man 73,40 EUR pro Monat, macht also 880 EUR im Jahr! Wenn man nur ca. alle sechs Wochen eine Nachricht schreiben möchte, dann würde man im Jahr 727 EUR bezahlen, wenn man diese Nachrichten als Briefe (!) verschicken würde. Macht also eine Ersparnis von 153 EUR im Vergleich zu Threema Broadcast!


    Ich hätte Threema Broadcast schon öfter mal für gewisse Dinge auf dem Radar gehabt (z. B. als schöner Newsletter-Service für Vereine oder kleinere Kommunen). Der Preis ist aber nicht zu rechtfertigen, wenn man nur ab und an etwas verschicken möchte (alle paar Wochen oder max. 1x pro Woche). Dann ist es ggf. günstiger die Nachrichten auszudrucken und per Post an die Adresse der Personen zu senden.


    Wirklich durchdacht ist diese Preisgestaltung meiner Meinung nach nicht.

  • Kann es sein, dass Threema Broadcast unterm Strich nichts weiter ist, als eine Art Webinterface & Benutzerverwaltung für die Funktionen von Threema Gateway? Wenn ich mir die Beschreibungen so ansehe, dann wirkt es so, als könne man alle Funktionen auch mit einem entsprechenden Gateway-Account erreichen, müsste sich die Verwaltung und das Interface dann allerdings selbst bauen.

    Wenn dem so ist, dann würde es den Broadcast-Dienst nur noch mehr in den Wucher-Bereich bringen.

    Auf der anderen Seite wäre das dann doch aber auch eine Chance: Würde man eine entsprechende Community finden, die eine passende Alternative auf die Beine stellt und programmiert könnte man dann mit dieser und den deutlich günstigeren Gateway-Preisen das ganze doch noch (preislich) attraktiv machen.