Baden-Württemberg: Pilotprojekt Instant Messenger an Schulen startet mit Threema

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  • Mit dem Pilotprojekt Messenger testet das Kultusministerium den pädagogischen Einsatz des Instant Messengers „Threema“ für die Schulen in Baden-Württemberg. Insgesamt nehmen 13 Schulen am Projekt teil. „Wir wollen die digitale Kommunikationsform dort einsetzen, wo sie pädagogisch und organisatorisch sinnvoll ist“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

    https://km-bw.de/,Lde/Startsei…essenger/?LISTPAGE=344894

  • Ich gehe davon aus dass das nicht viel bringen wird. Ich hoffe aber dass es was bringt!

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    „Der Zweifel ist der Beginn der Wissenschaft. Wer nichts anzweifelt, prüft nichts. Wer nichts prüft,
    entdeckt nichts. Wer nichts entdeckt, ist blind und bleibt blind.“

  • Na endlich!

    Baden-Württemberg wollte die Bildungsplattform "ella" aufbauen, die sich allerdings, nachdem dabei 8,8 Millionen versenkt worden waren, als Rohrkrepierer entpuppte. Auf Threema Education landesweit als Anbieter für einen Messenger zu setzen, würde ich sehr begrüßen.

  • Ich gehe davon aus dass das nicht viel bringen wird. Ich hoffe aber dass es was bringt!

    Zwar möchte ich ein gutes Projekt nicht totreden bevor man das Ergebnis sieht, allerdings kann ich die Skepsis von DerBär verstehen.


    Es bedeutet einen organisatorischen / verwaltungsmäßigen Aufwand seitens der Lehrkräfte. Die Lizenzen müssen verwaltet werden, Einverständniserklärungen von Eltern schriftlich eingeholt werden. Bei Übertritten und Abschlüssen müssen Lizenzen vergeben, entzogen, aktualisiert werden.

    Ich erinnere mich auch an einen Lehrer hier im Forum, der vor Jahren sagte dass solche Projekte rechtlich schwierig sein können weil die Schule dadurch quasi einseitig Werbung für das Produkt eines kommerzielles Unternehmen machen würde. Möglicherweise kommt da also auch noch ein juristischer Aufwand dazu - nicht auf die Schule, sondern auf das Ministerium - falls sich auch nur eine Person oder gar ein Mitbewerber beschwert.


    Und dann muss die Funktionsweise von Threema auch den Schülern vermittelt werden. Was bedingt, dass die Lehrer quasi "Threema-Profis" werden, damit sie dieses Wissen vermitteln können. Klingt zwar banal, allerdings weiß ich aus dem Bekanntenkreis dass die Handhabung von Threema für "technikferne" Menschen durchaus verwirrend sein kann. "Was soll das mit dem Lizenz-Code?", "Hat der was mit meiner Threema-ID zu tun?", "Was zur Hölle ist Threema-Safe und welches Passwort muss ich da eingeben?", "Mein Handy ist kaputt, was muss ich am neuen Handy eingeben, welche ID, welches Passwort, wo den Lizenz-Code - und warum zum Teufel sind jetzt plötzlich meine ganzen Chats nicht mehr da?!", "Warum bekomme ich keine Benachrichtigung bei Threema wenn ich eine Nachricht bekomme, welche seltsamen Energiespareinstellungen muss ich an meinem Handy machen?", usw.

    Auf all diese Fragen muss der Lehrer Antworten wissen und diese Aufgabe zusätzlich zu seinem normalen Job wahrnehmen. Worauf sicher nicht alle Lehrer Lust und Zeit haben.


    Kommt natürlich auch die Frage der Akzeptanz bei den Schülern dazu. Deren Alltagsrealität besteht aus Instagram, Snapchat, TikTok, WhatsApp, usw. Und dann kommt da plötzlich eine App, die von der Schule aufdiktiert wird und schon alleine deshalb skeptisch betrachtet wird. Was von der Schule kommt ist ja sowieso immer uncool. Und dann ist diese App nicht so bunt und verspielt wie das was sie kennen, es gibt keine Sticker, keinen Videochat und sowieso sieht das alles viel nüchterner und langweiliger aus als in Snapchat und kann auch weniger. Das ist nicht unbedingt meine Meinung, kann mir allerdings gut vorstellen, dass das der Eindruck bei den Schülern ist.


    Ich hoffe dass dieses Projekt erfolgreich sein wird. Aber ich sehe auch eine Menge Herausforderungen, die sicher nicht einfach zu meistern sein werden.

  • Ich verstehe die Skepsis sehr gut. Ich selbst habe sehr große Hoffnungen bezüglich dieses Versuchs. Ob sie sich erfüllen, steht leider auf einem anderen Blatt. Ich bin selbst Lehrer in Baden-Württemberg und könnte mir sehr gut vorstellen, die Threema Education Lizenzen zu verwalten. Es muss aber nicht sein, dass es da an allen Schulen jemanden gibt.

    Ich arbeite bisher mit Wire, wenn es hilfreich ist, über einen Messenger mit Schülern zu kommunizieren. Das kann ich aber aus aktuellem Anlass wahrscheinlich nicht mehr lange vertreten (Wechsel von Wire in die USA).

    Es gibt auch unter den Schülern sehr wohl welche, die sich der Datenschutzproblematik bewusst sind. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass bei einer flächendeckenden Einführung in Baden-Württemberg die Akzeptanz von Threema generell steigt.

    Das Problem mit den Mitbewerbern sehe ich jetzt weniger. Wenn sich eine Schule für einen Verlag bei den Büchern oder für Windows auf den Rechnern entscheidet, kräht da ja auch kein Hahn danach.

  • Hm, wenn man es nicht versucht, wird es auch nichts. :!:


    An jeder Schule gibt es Lehrer, die sich um die IT kümmern. Sei es die Rechner verwalten, Beamer oder sonstiges. Letztendlich gehören solche Zusatzaufgaben dazu. Dass sich da jemand in der Schule drum kümmern soll, sehe ich nicht als Problem.


    Man muss sich auch sonst die Frage stellen, ob denn Threema in der Schule WhatsApp, Snapchat etc. ablösen soll?

    Nein, der Einsatz in der Schule soll das Schulleben vereinfachen. Es sollen Nachrichten, Dokumente oder sonstiges ausgetauscht werden.


    Hier im Forum, wo es nur um Threema geht, kommt natürlich das Thema "WhatsApp ersetzen" auf. Aber das soll für die Schule nicht relevant sein. Für die Schule geht es darum ein sicheres, datenschutzkonformes Kommunikationstool zu nutzen, um die Aufgaben zu erledigen.


    Meiner Meinung nach muss man die Sache aus einem anderen Blickwinkel betrachten, als wir es hier tun (was ja nun mal in der Natur der Sache liegt, da hier das Threema-Forum ist ;) ).

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