Threema für NPO/Verein

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  • Hallo zusammen,
    ich halte Threema in Vereinen für eine super Möglichkeit den Bekanntheitsgrad zu verbreiten. Schließlich gibt es immer etwas zu besprechen, Termine zu verteilen oder Aktivitäten zu organisieren. Vor dem Hintergrund der DSGVO bleibt außer Mail auch kaum eine "legale" Möglichkeit zur Kommunikation über Messenger. Zudem sind fast immer Kinder oder Jugendliche involviert was den Datenschutz deutlich weiter erhöht. Jedoch gilt auch hier, je früher man mit einer Technik aufwächst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dass man dabei bleibt.


    Nun jedoch das große ABER: Threema verursacht erhebliche laufende Kosten die für Non-Profit-Organisation(NPO) bzw. Vereine kaum bis überhaupt nicht tragbar sind. Da z.T. Gruppen mit mehr als 100 Teilnehmern notwendig werden ist zudem die Work-Version notwendig.
    Sprich für einen Verein mit angenommenen 200 Mitgliedern sind das ca 2000EUR/Jahr (trotz 30%NPO-Rabatt).
    Alternative 1: Rein Threema Broadcast, jedoch sind wir hierbei auch bei ca. 850EUR/Jahr (hier gibt es kein Rabatt).
    Alternative 2: Nutzung des Gateway: Jede Rundnachricht kostet 4-9EUR(je nach Mengenrabatt). Somit sind wir auch hier bei 150Nachrichten/Jahr bei zwischen 540 und 1300EUR/Jahr.
    Mit Threema Work Education wäre aufgrund der einmaligen Kosten evtl. noch etwas zu machen, jedoch gilt dies leider nur für Bildungseinrichtungen.


    Egal wie ich es drehe und wende, komme ich auf keine Möglichkeit Threema im NPO-Umfeld zu den aktuellen Bedingungen auszurollen.
    Seht ihr noch eine Möglichkeit, bzw. habt Ideeen? Wie gesagt, ich würde Threema sehr gerne nutzen um Whatsapp zu verdrängen.
    Sponsoring gibt es ja leider nicht, oder?


    Gruß Sascha

  • Hallo Sasha,


    wie ist es denn mit der privaten Version für die einzelnen Nutzer?
    Ihr habt dann zwar keine Möglichkeit der Organisation oder "Bevormundung", da jeder die App nutzen kann, wie er oder sie möchte, aber Kosten entstehen pro Person nur einmalig von etwa maximal 3,50 Euro, je nach Shop.
    Wenn es Android ist, dann könnte man auch mehrere Lizenzen im Threema Shop kaufen und diese weitergeben. Nachteil: manuelles Herunterladen und Aktualisieren der App - anders als z. B. per Google Play Store oder Apple Store.


    Diese Version können die Anwender dann auch weiterhin privat nutzen um untereinander oder mit anderen Kontakten zu kommunizieren. Und wenn die Person mal den Verein verlässt, kann sie die App ebenso weiterhin verwenden und muss ihre Lizenz nicht abgeben.


  • wie ist es denn mit der privaten Version für die einzelnen Nutzer?


    Hey, Ziel ist die Kommunikation im Sinne einer Rundmail.
    Klar können sich alle die Nachrichten empfangen wollen den Messenger kaufen, nur wie versenden wir an die große Gruppe?
    Bei mehr als 100 Usern in einer Gruppe benötige ich Threema Gateway oder Broadcast, oder sehe ich dies falsch?
    Zudem ist die Gruppenverwaltung in Work oder Broadcast einfacher.

  • Gruppen mit über 100 Mitgliedern gehen bei Threema doch gar nicht. Da müsstest du dir Wire anschauen. Einen Ende zu Ende verschlüselten Messenger mit grösseren Gruppen gibt es nach meinem Wissen nach nicht.


    Aber wenn du nur an eine grosse Gruppe versenden möchtest und die Gruppe dann nicht darüber diskutieren muss, dann ist Threema Broadcast tatsächlich was du suchst (etwas vergleichbares gibt es soweit ich weiss nicht günstiger).
    Da Threema Broadcast bei Threema Work mit dabei ist, müsste man sich doch einen Threema Work Account erstellen können und hat dann "kostenlos" das grösste Broadcast Programm dabei oder?
    [hr]
    Und wenn es nur eine günstige Lösung sein soll, dann reichen doch die Verteilerlisten aus der Androidversion von Threema oder nicht?

    Jeder Tag könnte Threema Web für iOS Tag sein.


    Jeder Tag ist Threema Web für iOS Tag.


    Nur mit Threema Safe schläft man ruhig.

    Einmal editiert, zuletzt von schuschu ()

  • Ich habe von einer Pfadfinder-Gruppe gehört, wo explizit in den Beitrittsanträgen steht (sinngemäß) "Ich verpflichte mich die Messenger-App Threema zu nutzen und dem Vorstand die ID mitzuteilen". Somit kann man das Ganze datenschutzkonform aufziehen und hat keine laufenden Kosten.


    Bei bereits bestehenden Mitgliedern in einem Verein könnte man Ähnliches ja zur Abstimmung bringen und beschließen - ggf. indem man den monatlichen Mitgliedsbeitrag dann einmalig um die Kosten für Threema kürzt.


    Bzgl. der vereinsinternen Newsletter / Rundschreiben dürften die Verteilerlisten von Threema ausreichen. Flexibel genug und kostet nichts. Und falls es mehr als 100 Empfänger sind: Dann macht man eben zwei Verteilerlisten.


  • Aber wenn du nur an eine grosse Gruppe versenden möchtest und die Gruppe dann nicht darüber diskutieren muss, dann ist Threema Broadcast tatsächlich was du suchst


    Soviel ich weiss, kann Broadcast auch Gruppen, in denen man diskutieren kann. Allerdings werden dann die Nachrichten zentral verwaltet/gespeichert wie bei anderen Messengern, was halt den Datenschutz-Vorteil von Threema-Gruppen zunichte macht.

  • Broadcast kann man auch unabhängig von Threema Work nutzen: https://broadcast.threema.ch/ 100 Empfänger wären da 26€ im Monat.


    Eine weitere Möglichkeit: Wenn du Kontakt zu einem Softwareentwickler hast, könnt ihr über https://gateway.threema.ch/ auch selber ein einfaches Broadcast-System bauen. Da bezahlt man dann so zwischen 2-5 Cent pro Nachricht. Die Mitglieder würden dann einfach ihre private Threema-ID bei euch registrieren, und ihr könntet dann News an sie verteilen.

  • Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen.



    Hast du dir Threema Broadcast mal angeschaut? ...


    Ja Broadcast kenne ich, wie bereits auch oben beschrieben. Für den Userkreis benötige ich jedoch das 500er-Packet (zwischen 100 und 500 gibt es nichts) das für NPO schlichweg unbezahlbar ist. Ja wir könnten sicher mit 100 Starten, dies nutzt jedoch nichts wenn das 101-Mitglied Threema nutzt und wir vom Beitrag auf das knapp das dreifache steigen.



    ...
    Da Threema Broadcast bei Threema Work mit dabei ist, müsste man sich doch einen Threema Work Account erstellen können und hat dann "kostenlos" das grösste Broadcast Programm dabei oder?
    [hr]
    Und wenn es nur eine günstige Lösung sein soll, dann reichen doch die Verteilerlisten aus der Androidversion von Threema oder nicht?


    In den Work-Accounts(Enterprise) ist Broadcast enthalten, jedoch sind die Feeds/Verteilerlisten/Bots und Gruppen auf die Anzahl der Lizenzen beschränkt. Sprich für jeden Empfänger wird eine Lizenz benötigt was somit wieder den Rahmen sprengt.



    Bzgl. der vereinsinternen Newsletter / Rundschreiben dürften die Verteilerlisten von Threema ausreichen. Flexibel genug und kostet nichts.


    Eine Pflege von mehr als 20-Teilnehmern will ich keinem im Handy-Client zumuten, geschweige denn über 100.


    Broadcast kann man auch unabhängig von Threema Work nutzen: https://broadcast.threema.ch/ 100 Empfänger wären da 26€ im Monat.


    Eine weitere Möglichkeit: Wenn du Kontakt zu einem Softwareentwickler hast, könnt ihr über https://gateway.threema.ch/ auch selber ein einfaches Broadcast-System bauen. Da bezahlt man dann so zwischen 2-5 Cent pro Nachricht. Die Mitglieder würden dann einfach ihre private Threema-ID bei euch registrieren, und ihr könntet dann News an sie verteilen.


    Wie im ersten Beitrag gepostet (Alternative 1/2) übersteigt dies das Budget mit 500EUR/Jahr aufwärts. Ja es ist günstiger als per Post, aber soweit wollen wir auch nicht zurück ;)


    Schade, aber ich sehe schon, wir müssen bei E-Mail bleiben und hoffen dass nicht zuviel Whatsapp im Hintergrund läuft :weinen:


  • Eine Pflege von mehr als 20-Teilnehmern will ich keinem im Handy-Client zumuten, geschweige denn über 100.


    Ich kenne Leute die verwalten WhatsApp Newsletter für mehr als 5000 Leute über mehrere Verteilerlisten. Die sind bei WhatsApp auch auf 256 Leute pro Liste beschränkt.

    Jeder Tag könnte Threema Web für iOS Tag sein.


    Jeder Tag ist Threema Web für iOS Tag.


    Nur mit Threema Safe schläft man ruhig.

  • Zitat von 007sascha


    Eine Pflege von mehr als 20-Teilnehmern will ich keinem im Handy-Client zumuten, geschweige denn über 100.


    Echt? Gibt doch genug private Chat-Gruppen im Freundeskreis die diese Größe haben. Habe eine Teilnehmerzahl von >20 bisher noch nicht als ein Problem oder eine Belastung wahrgenommen ;)


    Zitat von schuschu


    Ich kenne Leute die verwalten WhatsApp Newsletter für mehr als 5000 Leute über mehrere Verteilerlisten. Die sind bei WhatsApp auch auf 256 Leute pro Liste beschränkt.


    Gut, war zumindest ein Vorschlag ;) Wobei ich das ähnlich unproblematisch sehe wie @"schuschu" weil:
    1) Man für den Versand des Newsletters die Nachricht maximal in zwei Verteilerlisten kopieren müsste und schon wäre das erledigt.
    2) Sich die Pflege wohl in Grenzen hält (ab und zu mal ein Neuzugang, ab und zu mal ein Abgang).
    3) Man auch nicht auf den Handy-Client angewiesen ist sondern das bequem in Threema Web machen kann.


    Nur zu Beginn müsste man eben mal alle IDs einpflegen was sicher ein wenig dauern wird - sofern man die Teilnehmer nicht z.B. bei einer Versammlung mal eben per QR-Code scannen kann.
    Ist aber auch kein größerer Aufwand als früher. Da hat man seine Vereins-Newsletter per e-Mail versandt und musste dort genau die gleichen Verteilerlisten pflegen.


    Jedenfalls würde ich dieses Vorgehen für einen kleinen Verein oder NPO nutzen. Aber du hast natürlich Recht: Wenn du mehr Komfort willst oder die Sache teilautomatisieren willst kommst du um die genannten Kosten nicht herum.
    Mir persönlich wäre es diese Summe nicht wert, vor allem weil sich der Aufwand zur Pflege der Verteilerlisten in äußerst engen Grenzen hält.


  • Nachricht maximal in zwei Verteilerlisten kopieren müsste


    Kopieren? Ich wäre da eher bei Weiterleiten, dann bleibt die eigene Zwischenablage frei :D



    alle IDs einpflegen was sicher ein wenig dauern wird - sofern man die Teilnehmer nicht z.B. bei einer Versammlung mal eben per QR-Code scannen kann.


    Man kann sonst auch seine ID (die ID des Verwalters) verteilen, alle Mitglieder schreiben diese Person dann an. Oder man hängt seinen QR-Code aus, den alle scannen können und dann eine kurze Nachricht schicken.


    Am besten wäre für dieses Vorgehen meines Erachtens nach eine eigene, neue ID (für die verwaltende Person). Dann kann man nämlich niemanden Unbeteiligten versehentlich in die Listen (oder Gruppen) aufnehmen.