Adblock auf Androidgeräten (noroot) per DNS

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  • Moin,


    ich habe mich gestern Mal wieder so über eine mit Werbung zugemüllte Website geärgert, dass mir danach jede einzelne Werbung negativ ins Auge fiel.


    Innerlich verdrängt man die ganze Werbung ja bereits und scrollt einfach weiter.


    Auf dem PC läuft auf den meisten Seiten ein Adblocker, sodass ich dort verschont bleibe.


    Auf dem Handy sieht das allerdings anders aus. Ohne Root ist man hier, zumindest dachte ich das bis gestern, der Werbung ausgeliefert.


    Gestern habe ich in meinem Frust Duckduckgo bemüht und adblocker per DNS gefunden.


    Zwei davon sind als Opensourceprojekte in die nähere Auswahl gekommen.


    DNS66 - beziehbar über F-Droid.
    personalDNSfilter - nur als .apk beziehbar


    Weitere adblocker wie Adguard und Blokada, welche die gleiche Methode nutzen, habe ich bisher nicht genutzt.


    Aufgrund des guten und professionell wirkenden App-Aufbaus bin ich schließlich bei DNS66 geblieben.


    Und nachdem man die Hostfiles (die Liste, wo die zu blockenden Werbeanzeigen) und der zu nutzende DNS Server eingerichtet sind, funktioniert es super.


    Allerdings nicht über chrome. Da wird trotzdessen sämtliche Werbung angezeigt.



    Nun meine Fragen:


    Nutzt jemand von euch einen DNS-Adblocker?


    Würdet ihr aus datenschutztechnischer Sicht einen solchen adblocker nutzen?


    Was könnte im schlimmsten Fall von meinen Daten abgegriffen werden? Ich hatte bereits gelesen, dass Passwörter wohl mitgeschnitten werden könnten - weitere Informationen fand ich jedoch nicht.



    PS:
    Ich möchte hier keine grundelgende Diskussion über die Nutzung von adblockern entfachen.



    LG m0

  • Ich habe AdGuard Pro auf dem iPhone. Braucht etwas mehr Akku aber funktioniert sonst ohne Probleme.
    [hr]


    Würdet ihr aus datenschutztechnischer Sicht einen solchen adblocker nutzen?


    Ich nutze es hauptsächlich um Facebook Analytics und Zeitungen die ich nicht mag zu blockieren.
    [hr]


    Was könnte im schlimmsten Fall von meinen Daten abgegriffen werden? Ich hatte bereits gelesen, dass Passwörter wohl mitgeschnitten werden könnten - weitere Informationen fand ich jedoch nicht.


    Naja, alle Daten die für den VPN sichtbar sind. Passwörter gehören wohl meistens nicht dazu weil die meist mit https verschlüsselt werden.
    [hr]


    Alternativ einen DNS nehmen der Werbung blockt, spart einem die App.


    Dazu muss man dann aber dem Betreiber des DNS Servers vertrauen.

    Jeder Tag könnte Threema Web für iOS Tag sein.


    Jeder Tag ist Threema Web für iOS Tag.


    Nur mit Threema Safe schläft man ruhig.

    Einmal editiert, zuletzt von schuschu ()

  • Ein PiHole ist im LAN und greift nur, wenn Du über das WLAN online gehst.


    Wenn Du per Mobilfunk (z.B. LTE) online gehst, kann kein PiHole dazwischen sein. Also würdest Du dann Werbung bekommen. Ein lokaler Werbe- und Trackingblocker ist deshalb sinnvoll.


    Mir sind die Werbeeinblendungen zwar auch lästig, das größere Problem bei der Werbung sehe ich allerdings in den damit verbundenen Datenabgriffen und dazu ist nicht einmal eine Einblendung nötig. Dank der zahlreichen IDs auf Smartphones, ist es essig mit anonym. Man ist bestenfalls pseudonyminisert.

  • Außer natürlich du nutzt ein VPN "nach hause", wo dann dein Pi-Hole steht, unterwegs. Ob das Sinn macht/den Aufwand rechtfertigt, ist aber evt. eine andere Sache…


    Man kann unterwegs auch einfach einen Browser mit entsprechenden Adblockern benutzen (Firefox für Android unterstützt fast alle Add-ons, die es auch für den Desktop gibt) und sich keine Apps installieren, die mit Trackern und Werbung "vollgepflastert" sind bzw. diesen Apps den Internetzugriff ganz verbieten (z.B. mit AFWall+, benötigt aber root; oder Netguard, oder in neuen Android-Versionen geht dies auch versteckt in den System-Einstellungen zu jeder App lohne Zusatzttools).

  • Dann stellt sich wiederum die Frage nach der Sinn des PiHole.


    Von Firefox rate ich seit geraumer Zeit ab, denn der trackt selbst. Ich nutze Fennec (ein Firefox-Fork, für die die ihn nicht kennen), aber den gibt es nur bei F-Droid: https://f-droid.org/repo/org.m….fennec_fdroid_630210.apk


    Was die App-Auswahl betrifft, ist es mein Reden. Die meisten haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Vorstellung davon, was sie sich alles installiert haben.

  • Ja oder halt Fennec. (Bei FF für Android kann man das auch alles ausschalten, aber das ist jetzt eine andere Diskussion. Soll da jeder nutzen, was er will. Solange Fennec up-to-date ist, ist es ja gut.) Auf jeden Fall kann das im Gegensatz zu Chrome/ium & co Add-ons nutzen, darauf wollte ich ja hinaus. Und sowas wie "uBlock origin" oder "Privacy Badger" kann man dann auch am Handy nutzen.

  • Zitat von "dbrgn" pid='41862' dateline='1545139576'


    Wieso nutzt du nicht Firefox mit uBlock Origin?


    Ich wusste bisher nicht, dass man addons bei Firefox (android) nutzen kann.


    Ich habe mir Fennec jetzt mal runtergeladen und mit uBlock Origin versehen.


    Scheint dann doch erstmal die einfachste Variante zu sein.


    Der Thread hat mir schon viel gebracht. Danke für die vielen Tipps und Anregungen.


    Was könnt ihr sonst noch für Addons und Einstellungen bei Fennec/Firefox empfehlen?



    LG m0

  • Cookie AutoDelete habe ich noch im Einsatz
    Cookies von Drittanbietern nicht erlauben
    Erweitertes Debugging per USB nur wenn benötigt aktivieren.
    Keine Zugangsdaten synchronisieren
    Sich mit einer E-Mail-Adresse für die Synchronisation anmelden, die Spam erhalten darf, weil diese Adresse bei Android unter Konten erscheint und von jeder App mit entsprechenden Berechtigungen gelesen werden kann. Wer weiß, was man sich auch bei größter Vorsicht einfängt?
    Suchmaschine ändern: DuckDuckGo oder Startpage
    Datenübermittlung abschalten


    Es kann sein, dass ich noch etwas vergessen habe.

  • Hier läuft auf allen Mobile-Devices der Fennec Browser mit den entsprechenden Plugins, wie ich sie auch unter Firefox nutze.


    Zuhause läuft seit einiger Zeit schon ein PiHole um alle Geräte im Netzwerk schonmal vor "unnützen" Verbindungen zu schützen. (Smart TV, Lautsprecher, etc.)
    Das ganze noch in Kombination mit der Kindersicherung der FritzBox um Geräte komplett oder nur per Whitelist ins Netz/zu bestimmten Seiten zu lassen. Manchem Gerät ist auch nur einmal die Woche kurz eine Verbindung zum Update Server gestattet, mehr nicht.


    Bisher bin ich ganz zufrieden. Es erfordert aber auch einiges an Zeit, wenn man mal wieder zu restriktiv war und man suchen muss wer nun dort blockiert.