Innenministerium will Paketstationen videoüberwachen

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  • Aufgrund des DHL-Erpressungsversuchs will das InnenministeriumPaketstationen videoüberwachen.


    Paketstationen videoüberwacht (Link zu Heise Security)


    Als Nutzer einer solchen Station bin ich etwas unschlüssig, was ich davon halten soll. Einerseits glaube ich das Argument, dass man so das Versenden von gefährlichen zumindest nachträglich (was immer es bringt) nachvollziehen kann. Aber ein komisches Gefühl ist es schon, wenn man gezielt gefilmt wird.


  • Aufgrund des DHL-Erpressungsversuchs will das InnenministeriumPaketstationen videoüberwachen.


    Paketstationen videoüberwacht (Link zu Heise Security)


    Als Nutzer einer solchen Station bin ich etwas unschlüssig, was ich davon halten soll. Einerseits glaube ich das Argument, dass man so das Versenden von gefährlichen zumindest nachträglich (was immer es bringt) nachvollziehen kann. Aber ein ein komisches Gefühl ist es schon, wenn man gezielt gefilmt wird.



    Wenn Du eine Packstation aufsuchst muss Du Dich ja eh anhand einer Karte )oder so) identifizieren. Was genau beunuhigt Dich nun an der Videoüberwachung dieser Station?


    In "meinem" DHL Paktshop hängen insgesamt 3 Kameras an der Decke. Aber auch dort muss ich meinen Perso vorzeigen. Hab also schon blank gezogen.

  • Aber auch dort muss ich meinen Perso vorzeigen. Hab also schon blank gezogen.


    Die Prozedur entspricht aber auch schon lange nicht mehr der "Normalität". Wozu und wofür benötigt Deutsche Post / DHL meinen Personalausweis, wenn ich, wohlgemerkt mit einer Abholkarte (und/oder PostCard), eine zu Hause verpasste und folglich in die Filiale eingelieferte Sendung abholen möchte? Der Kontrollwahn nimmt inzwischen abartige Formen an.

    SAMSUNG Galaxy Tab A (2016) SM-T580 | Android 8.1.0 (M1AJQ.T580XXU4CSA1) | Kernel 3.18.14-15260192 | Knox 3.2 | Version 3.7.482 (Threema Shop)

  • Wenn Du eine Packstation aufsuchst muss Du Dich ja eh anhand einer Karte )oder so) identifizieren. Was genau beunuhigt Dich nun an der Videoüberwachung dieser Station?


    Bisher bin ich eher unbewusst in damit umgegangen. Man nimmt zur Kenntnis, dass irgendwo eine Kamera hängt. Aber man geht nur durch den überwachten Bereich. In der Tankstelle an der Kasse sieht, vermutlich, nur der Inhaber die Aufnahme, wenn überhaupt. Am Bahnhof bewegt man sich durch die videoüberwachten Bereiche. Aber gefühlt, und darauf bezieht sich meine Formulierung, ist man vor der Packstation "Einzeldarsteller" und die Überwachung erfolgt durch irgendwen irgendwo. Irgendwo sitzt ein Mensch oder läuft ein System, was mich in diesem Moment gezielt filmt.
    Auch beim Geldautomat in der Bank habe ich den gefühlten Bezug zur überwachenden Stelle.
    An der Packstation ist es anonymer.
    Und zur vorhandenen Kamera: Gelegentlich frage ich mich schon, ob die gerade aktiv ist.
    Die scheint bisher ja offensichtlich nicht kontinuierlich zu filmen, sonst wäre die kontinuierliche Überwachung nicht das Thema.

  • Die Prozedur entspricht aber auch schon lange nicht mehr der "Normalität". Wozu und wofür benötigt Deutsche Post / DHL meinen Personalausweis, wenn ich, wohlgemerkt mit einer Abholkarte (und/oder PostCard), eine zu Hause verpasste und folglich in die Filiale eingelieferte Sendung abholen möchte? Der Kontrollwahn nimmt inzwischen abartige Formen an.


    Wenn Du mal durch die Stadt läufst, siehst Du wieviele dieser Abholkarten ans Klingelbrett (zugaenglich vom Bürgersteig) geklebt werden, weil niemand erreichbar war.
    In meiner alten Wohnung war das die "Normalität". Ohne zu klingeln wurde direkt die Abholkarte ans Klingelbrett geklebt. Bis ich mich bei DHL beschwert habe, dann wurde auch wieder geklingelt und nur an die Klingel geklebt wenn niemand da war.


    Ohne Authentifizierung wäre es also ein leichtes sich ein paar "Weihnachtsgeschenke" extra zu besorgen. ;)

  • Alle DHL-Packetstationen haben bereits standardmäßig eine integrierte Kamera.


    Und wo soll sich diese im Automat integrierte Kamera befinden?



    Abholkarten ans Klingelbrett (zugaenglich vom Bürgersteig) geklebt


    Das kann ich so nicht bestätigen. Im ländlichen Raum ist das anders. Da kommt die Mitteilung dorthin wo sie hingehört, in den Briefkasten. Ausserdem bin ich im Besitz einer so genannten "DHL GoldCard" (siehe unten). Die ist anhand der "PostNummer" (siehe unten) seiner Besitzerin, seinem Besitzer eindeutig zuordenbar. Das muß doch genügen! Da kann man ja froh sein, dass man zur Abholung eines DHL-Paketes in der Filiale nicht auch noch ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen muß.



    - Abbildung beispielhaft

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  • Das kann ich so nicht bestätigen. Im ländlichen Raum ist das anders. Da kommt die Mitteilung dorthin wo sie hingehört, in den Briefkasten....


    Ja so kenn ich das auch "vom Land" her. Aber in der Stadt ist der Zugang zum Briefkasten nicht immer ganz einfach (barrierefrei) und somit lander die Benachrichtigung schonmal am Klingelbrett am Bürgersteig.


    Zitat

    Ausserdem bin ich im Besitz einer so genannten "DHL GoldCard" (siehe unten). Die ist anhand der "PostNummer" (siehe unten) seiner Besitzerin, seinem Besitzer eindeutig zuordenbar.


    Und was hast Du bei der Beantragung der Goldcard als Authentifizierung vorlegen muessen?


    Wie wirst Du Benachrichtigt, wenn das Paket in der Packstation für dich bereit liegt?

  • Und was hast Du bei der Beantragung der Goldcard als Authentifizierung vorlegen muessen?


    Im Besitz der GoldCard bin ich schon viele Jahre, fast so lange wie es die Packstationen gibt. Damals war das Beantragungsprozedere noch relativ unspektakulär. Die "normalen" persönlichen Daten (Name, Adresse, usw.) waren natürlich auch damals schon notwendig. Kann heute aber nicht mehr genau sagen, wie das genau abgelaufen ist. Damals wurde in Verbindung mit der GoldCard eine feste PIN vergeben und man konnte auch ohne Karte (manuelle Eingabe der Kartennummer) Sendungen abholen. Das hat man dann später (aufgrund illegaler Aktivitäten und Missbrauch) geändert.


    Im Jahr 2013 habe ich eine neue GoldCard beantragen (müssen), weil mir nach längerer Inaktivität die Zugangsdaten (E-Mail-Adresse, Passwort, usw.) meiner ursprünglichen (1.) GoldCard verloren gegangen waren. Schlussendlich hatte ich dann zwei (gültige) GoldCards (geht technisch eigentlich gar nicht), weil später mein Backup im Oberstübchen dann doch wieder abrufbar war und mir die Zugangsdaten wieder eingefallen sind. Auf jeden Fall war 2013 ein PostIdent (Antragsteller <=> Postbote, persönliche Entgegennahme zwingend erforderlich) Grundvoraussetzung.


    Wie wirst Du Benachrichtigt, wenn das Paket in der Packstation für dich bereit liegt?


    Abgesehen von der Zusendung der Einmal-PIN per SMS (System ist mit überschaubaren Aufwand kompromittierbar), könnte ich persönlich auf jegliche Benachrichtigungen verzichten, weil ich mir immer sofort eine Sendungsverfolgung einrichte, sobald der Versender die ID mitgeteilt hat. Bei anderen namhaften Paketdiensten oder Speditionen läuft das ähnlch, nur ohne "GoldCard" und ohne Packstation.



    [hr]
    Weil es hier gerade so schön zum Thema passt ...


    Paketzustellung künftig nicht mehr bis zur Haustür?
    Der Onlinehandel boomt und der Wettbewerb zwischen den Zustellern treibt weitere Blüten
    [...]


    https://heise.de/-3911114

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  • Zitat

    Im Jahr 2013 habe ich eine neue GoldCard beantragen (müssen), weil mir nach längerer Inaktivität die Zugangsdaten (E-Mail-Adresse, Passwort, usw.) meiner ursprünglichen (1.) GoldCard verloren gegangen waren. Schlussendlich hatte ich dann zwei (gültige) GoldCards (geht technisch eigentlich gar nicht), weil später mein Backup im Oberstübchen dann doch wieder abrufbar war und mir die Zugangsdaten wieder eingefallen sind. Auf jeden Fall war 2013 ein PostIdent (Antragsteller <=> Postbote, persönliche Entgegennahme zwingend erforderlich) Grundvoraussetzung.


    Also ebenfalls anhand des Perso authentifiziert, nix anderes als beim Paketabholen in der Filiale nur dass bei Dir nun noch eine weitere zusätzliche Karte (GoldCard) zwischengeschaltet ist und die Perso Daten abgeglichen,vermerkt, gespeichert wurden, oder?


    Mein Gegenüber im DHL Paketshop guckt nur auf meinen Perso um Bild, Namen und Adressen zu checken. Da wird keine Personr. abgegriffen. In meinen Augen also "Datensparsamer".



    Zitat


    Abgesehen von der Zusendung der Einmal-PIN per SMS (System ist mit überschaubaren Aufwand kompromittierbar), könnte ich persönlich auf jegliche Benachrichtigungen verzichten, weil ich mir immer sofort eine Sendungsverfolgung einrichte, sobald der Versender die ID mitgeteilt hat. Bei anderen namhaften Paketdiensten oder Speditionen läuft das ähnlch, nur ohne "GoldCard" und ohne Packstation.


    Wenn ich das also richtig verstehe, dann benötigt DHL eine Handynr. (wegen SMS) und/oder eine Mailadresse um die Benachrichtigung zukommen zu lassen.


    Ebenfalls nicht so Datensparsam.



    Da bleibe ich lieber beim persönlichen Kontakt im DHL Paketshop, der auch noch wesentlich näher liegt als die nächste Paketstation.


  • Der sehr große Vorteil einer Packstation ist halt, dass man auf keine Öffnungszeiten angewiesen ist. Man kann Tag und Nacht zu jeder Uhrzeit sein Paket abholen. :)


    Klarer Vorteil für die Packstation.


    Aber genau da ist es wie immer. Bequemlichkeit oder etwas mehr "Freiheit" bezahlt man auch damit, die Hosen noch etwas weiter runterzulassen.



    Ist ja z.B. bei PayPal, amazonpay usw. usf. nichts anderes.

  • Bequemlichkeit oder etwas mehr "Freiheit" bezahlt man auch damit, die Hosen noch etwas weiter runterzulassen.


    Damit magst du schon Recht haben. Allerdings sind für transportlogische Abläufe ja ohnehin schon persönliche Daten (Name, Anschrift, evtl. Auftr.- oder Kd.-Nr.) notwendig. Deutsche Post / DHL verfügt zusätzlich noch über das Geburtsdatum, über eine gültige E-Mail-Adresse sowie eine gültige Mobilfunknummer seiner GoldCard-Kunden.



    @ rugh: Danke für das Feedback! Kein Problem, ich frage diebzgl. bei der Verbraucherzentrale nach.



    Sitzt bei unserer Packstation am oberen Rand unter dem "Dach".


    Danke für den Hinweis! Muß ich beim nächsten Besuch mal darauf achten. Allerdings würde das Ganze dann diese Diskussion hier (https://heise.de/-3914742) eigentlich überflüssig machen, oder nicht?!!?

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  • Danke für den Hinweis! Muß ich beim nächsten Besuch mal darauf achten. Allerdings würde das Ganze dann diese Diskussion hier (https://heise.de/-3914742) eigentlich überflüssig machen, oder nicht?!!?


    Stimmt eigentlich. Aber vielleicht nicht aktiv, oder nur bei Problemen.......


    Nachtrag:


    Eben noch ein paar Links gefunden, in denen die eingebauten Kameras genannt werden.


    Von 2011 http://www.chip.de/news/Hacker…-der-Hacker-49700563.html
    http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Packstation

  • Ich bin sowieso der Meinung, dass man Packstationen boykottieren sollte. Denn am Ende wird nur darauf hingearbeitet, Personal zu reduzieren, Post-Filialen zu schließen, indem man durch Bonuspunkte und dergleichen den Leuten glaubhaft macht, man brauche keine Menschen mehr.


    Ich versuche Packstationen zu meiden, denn vieles mag darüber funktionieren (der Bequemlichkeit ist es geschuldet, dass man dann auch mal um 22.00 Uhr noch ein Paket wegbringt), aber wie bei den Banken auch, manchmal braucht man eben doch einen Menschen und wenn es die Möglichkeit aber erstmal nicht mehr gibt, wird sie auch nicht mehr eingeführt.


    Die Post-in-Shop-Filialen ist zwar eine Alternative, aber trotzdem waren die Postfilialien flächendeckender. Das wird auch mit dem Wandel vom Brief zur E-Mail zusammen hängen "Oh die E-Mail ist kostenlos. Ich muss mich zwar darum kümmern, dass meine E-Mails sicher sind, sie archivieren usw. aber sie kosten mich kein Porto" - wie kurzsichtig.


    Mein Rat: Nutzt die Postfilialen, denn das sorgt für den Erhalt selbiger!