Der Anfang vom Ende der GEZ/"Beitragsservice"

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  • "Die Zahl der Mahnmaßnahmen – von Zahlungserinnerungen bis zu Vollstreckungsersuchen – stieg um rund 20 Prozent auf 25,4 Millionen... "Aber wir sehen da keine Massenbewegungen", sagte Wolf."
    Ein schönes Beispiel wie weit die Akteure sich bereits von der Realität entfernt haben. Eine gigantische Anzahl an Menschen lehnen es ab sich weiter ausnehmen zu lassen, um einer kleine Clique von Profiteuren ihren Mist zu finanzieren.
    Millionen von Menschen werden ignoriert, schikaniert und sollen zwangsweise zur Zahlung verdonnert werden, weil sonst die Gefahr bestünde, dass sich der Pöbel auch gegen andere Maßnahmen wehrt. Aus genau dem gleichen Grund darf jetzt NICHT nachgelassen werden, ist der Damm einmal gebrochen ist das der Anfang vom Ende. Und eine Wende zum Guten!
    Steuern sind Raub!
    https://pod.geraspora.de/tags/steuern
    http://www.heise.de/newsticker…?wt_mc=rss.ho.beitrag.rdf

  • Ähm... will jetzt keine Grundsatzdiskussion auslösen, aber man muss das alles dialektisch sehen.
    Jede Münze hat 2 Seiten - und einen guten Service gibt es nun mal nicht zum Nulltarif.



    Um das mal auf dieses Forum herunterzubrechen: Threema kostet Geld - trotzdem benutzen wir es, weil wir denken, dass es gut ist. Andere Messenger kosten kein Geld, aber man bezahlt mit anderen Sachen, z.B. mit seinen Daten...


    Ohne GEZ und allgemein geförderte Medien haben wir bald nur noch Bauer sucht Frau, Trash-TV und Werbung im 5-Minuten-Takt, weil nur noch das gesendet wird, was irgendjemand bezahlt.


    "Steuern sind Raub" ist der blödeste Satz, den ich jemals gehört habe!
    Steuern kommen (im Normalfall) Allen zugute.
    Ohne Steuern z.B. auch kein öffentlicher Nahverkehr...



    Was nicht bedeutet, dass ich auch denke, es gibt sinnlose Steuern und Gebühren - und viele Steuern werden sinnlos verschwendet... Und über die Höhe kann man immer diskutieren...


  • Volle Zustimmung!


    Sicherlich kann man über die massiven Gelder in Fußball-Rechte und die Mittel für das Kopieren der Privaten zum Quotenfang diskutieren, aber ohne den Rundfunkbeitrag gäbe es kein Arte, 3sat, keine investigativen Magazine, die verantwortlich sind für vielerlei Aufdeckung (uA Panama Papers).
    Es käme sogar der Diskriminierung im deutschen Fernsehen gleich, weil nur noch das gesendet werden würde was Geld bringt die Mehrheit sehen will, dass sich die Mehrheit eben nicht für bspw. Datenschutz oder die Freihandelsabkommen interessiert würde sich wiederspiegeln.


    Wenn der Beitrag jetzt von den Steuern gezahlt werden würde, dann würde sich wahrscheinlich kaum einer beschweren, weil er das gar nicht mitbekommt - gleiches Spiel beim EEG!
    Wäre das aber so, so könnten die öffentlich-rechtlichen nicht mehr (einigermaßen) unabhängig agieren, weil sie direkt dem Staat und damit der Regierung unterstellt wären - das will ja auch keiner.


    Geht man mal ins Ausland, so beneiden uns alle um unsere "Lügenmedien", in den meisten Staaten gibt es nämlich gar keinen investigativen Journalismus mehr.
    Da können wir uns glücklich schätzen!


  • Ich bin auch sehr für den Erhalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.


    Ja das ist der Punkt. Man erhält diesen Steinzeitsaurier mit aller Gewalt, weil es niemand einsehen will, dass dieser Laden absolut überholt und im Konkurrenzgeschäft schon längst der Wirtschaftlichen Selektion zum Opfer gefallen wäre. Wer zahlt heute schon gerne 18€ im Monat (tendenz steigend)!!!! Für etwas worauf er bestenfalls keinen Bock mehr hat und das in einer Zeit in der moderne Konkurrenzangebote alles besser und billiger und vorallem ohne Repressalien anbieten?


    In der jetzigen Form ist das alles einfach nur noch ein riesen Mist. Warum nicht einfach alles aufs wesentliche reduzieren und fürn 5er im Monat aufrechterhalten? Da wäre mal zumindest irgendwo ein Gegenwert da, aber für den Preis......


    Abschaffen muss man das nicht. Einfach reformieren.



    Ohne GEZ und allgemein geförderte Medien haben wir bald nur noch Bauer sucht Frau, Trash-TV und Werbung im 5-Minuten-Takt, weil nur noch das gesendet wird, was irgendjemand bezahlt.


    Und das haben die ÖR nicht? Schon jetzt orientieren sich diese, durch uns finanzierten Sender, richtung Trash-TV, weil sie Quote riechen. Wenn du mir das nicht gaubst, schau dir mal das Nachmittagsprogramm von ARD und ZDF an. Das nennen die dann "Bildungsfernsehen"


    Ich boykottiere den Laden schon lange. Was man da alles erlebt... Das hat nichts mehr mit seriösen Geschäftspraktiken zutun. Da wird gedroht, gelogen, ausgesessen. Zuständig dafür fühlt sich keiner.
    Früher war das System zumindest fairer: Menschen ohne TV zahlten weniger, fertig. Heute wird man vor die Wahl gestellt, zahlen oder sich mit dem Saftladen anlegen. Andere Möglichkeiten hat man nicht. Schlimmstenfalls knasten die dich ein, weil du kein TV zahlen magst.


    Das kann man doch gar nicht alles gut finden. Da läuft soviel falsch.

  • Ich zahle gerne GEZ, nicht das mir die Nachrichten gefallen würden die täglich ausgestrahlt werde . Da werden nur Terror und Hass gezeigt und die Bevölkerung verunsichert. Jedoch wäre die Abschaffung der GEZ gleichzustellen mit Volksverdummung auf allen Kanälen. Je populistischer die Nachricht, desto mehr Geld für die private Nachrichtenagentur. Wer also nicht nurnoch "Bild" niveau ausgesetzt sein möchte, der sollte nicht allzu laut die Abschaffung fordern.
    Ich habe einen Dauerauftrag für Netzpolitik.org fände es also auch schön, wenn man bsp. das Einsatzgebiet seines GEZ-Beitrags wählen könnte.

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    "Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, mit Geld, das wir nicht haben um Leute zu imponieren, die wir nicht mögen“


  • Früher war das System zumindest fairer: Menschen ohne TV zahlten weniger, fertig.


    Heute kann man fast alle Sendungen live im Internet oder in der Mediathek nachschauen - Internet und die Endgeräte hat so gut wie jeder.


    Es freut mich ja, dass es Leute gibt, die weder Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen noch irgendein Programm schauen und trotzdem glücklich und gebildet sind, mir würden die Privaten dazu nicht genügen und auf Netflix finde ich auch nichts zur EM, TTIP oder der Voratsdatenspeicherung.


    Es geht da glaube ich auch nicht um dich oder mich, sondern darum was für die Allgemeinheit gut ist und wir unter einem Bildungsauftrag bei der Grundversorgung verstehen. Da kann man ja immer über die Inhalte diskutieren - bin ich ja auch dafür - aber machen wir uns nichts vor, ohne die Öffentlich-Rechtlichen sähe es sehr viel schlechter aus.


  • Heute kann man fast alle Sendungen live im Internet oder in der Mediathek nachschauen - Internet und die Endgeräte hat so gut wie jeder.


    Ja richtig. Nur ist die Abgabe nicht mehr an ein Gerät gekoppelt sondern an eine Wohnung, mit der Argumentation das eine Wohnung per se irgendein Empfangsgerät bereit hält. Das eine Wohnung aber selbst kein Empfangsgerät sein kann, wird rechtlich irgendwie "hingebogen". Einige Kläger hatten zwei Wohnungen und versuchten deutlich zu machen das sie sich physikalisch aber nur einer Wohnung befinden können. Egal, da wird dann total solidarisch zweimal abkassiert. Die Hotels werden ebenso abkassiert und geben den Preis an den Kunden weiter, der aber schon privat abkassiert wird, die Betriebsstätte wird abkassiert, obwohl jeder der dort arbeitet auch privat bereits belastet wird. Also wenn das faierness ist...



    mir würden die Privaten dazu nicht genügen und auf Netflix finde ich auch nichts zur EM, TTIP oder der Voratsdatenspeicherung.


    Und das ist ein Punkt den jeder für sich selbst entscheiden können sollte. Der ÖR finanziert sich heutzutage aus einem Zwangsbeitrag. Wer nicht zahlt, der wird bedroht. Ist das richtig? Ich denke nicht. Es gäbe, in anbetracht der technischen Mitteln, eine Menge Szenarien wie man das Problem angehen könnte, aber das Rentnerkonsortium der ÖR möchte zwar Gebühren für moderne Endgeräte erheben, sich aber keinesfalls der moderne beugen. Und warum? Weil zahlreiche Umfragen nahelegen das das Konstrukt der ÖR so überholt ist, das es nach einer Neuausrichtung wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt.


    Dieses System überdauert nur deshalb sich selbst, weil Geld mit Gewalt eingetrieben wird und nicht, weil die Menschen davon überzeugt sind, das das Zukunft hat. Und hier herrscht durchaus Gesprächsbedarf, zwischen dem Volk und dem ÖR, oder der Politik.


    Es muss ein faires Angebot geben, eine Grundversorung die jeden 2-5€ im Monat kostet und ein Programm welches freiwillig dazubestellt werden kann, je nach Bedarf. Nur das ist fair und hat Zukunft. Mit 18€ jedoch belastet diese Abgabe sozialschwache Menschen, die sich erstmal vor dem ÖR entbloßen müssen, um "befreit" zu werden.



    .....Und das alles für einen TV Sender.....


    Netflix wollte noch nie wissen was ich verdiene, als ich es abbestellt habe.




    Es geht da glaube ich auch nicht um dich oder mich, sondern darum was für die Allgemeinheit gut ist und wir unter einem Bildungsauftrag bei der Grundversorgung verstehen. Da kann man ja immer über die Inhalte diskutieren - bin ich ja auch dafür - aber machen wir uns nichts vor, ohne die Öffentlich-Rechtlichen sähe es sehr viel schlechter aus.


    Ich würde dir sehr gerne Recht geben wollen, aber der "Bildungsauftrag" und die "Grundversorung" sind genau die Dinge die die ÖR vielleicht zu einem sehr geringem prozentsatz leisten. Das Hauptprogramm wird von TV-Formaten eines Hirntoten dominiert. "Rote Rosen", "Sturm der Liebe", "Panda, Gorilla und co" sind nur einige Beispiele der "Grundversorung" bei den ich ganz enschieden sagen muss, das der Beitrag von 18€ total abgehoben ist, weil sich die ÖR zunehmend, auch wenn sie von uns liebevoll mit Geld supportet werden, richtung privates Fernsehen entwickeln. Soviel schlechter würde es vermutlich nicht aussehen und letzendlich halten sich Zeitungen wie die Süddeutsche doch auch über Wasser, indem hochwertig recherchiert wird und ein Abomodell (mit mehr Inhalten) genutzt werden kann. Warum dieses System nicht auf die ÖR angewendet wird, ist mir ein Rätsel.


    Im Kern kann man sagen: Gäbe es soetwas wie die Grundversorung in der Realität, würde diese Anstalt um 80% ihres Volumens schrumpfen. Ganz Köln würde von den Merchandise-Geschäften der ÖR befreit werden und wir hätten endlich ein Programm welches unbahängig von der Quote gestaltet werden würde, für unter 5€ im Monat.


    Deshlab bin ich voll dafür das da was passiert.


    Kritik gibts ja auch seitens Böhmi :D
    http://www.huffingtonpost.de/2…ermann-zdf_n_8087214.html


  • Und das haben die ÖR nicht? Schon jetzt orientieren sich diese, durch uns finanzierten Sender, richtung Trash-TV, weil sie Quote riechen. Wenn du mir das nicht gaubst, schau dir mal das Nachmittagsprogramm von ARD und ZDF an. Das nennen die dann "Bildungsfernsehen"
    ...
    Das kann man doch gar nicht alles gut finden. Da läuft soviel falsch.


    Ääää... sagte ich auch nicht, dass ich das alles gut finde...
    Und zum Nachmittagsprogramm kann ich leider überhaupt nichts sagen, weder ARD und ZDF, noch RTL und PRO7.
    Falls dort auch so ein Mist läuft, kann man das auch nur verurteilen.


    Und ja - auch die Privaten haben teils gute Sendungen. Kann man ja nicht verleugnen.
    Persönlich nehme ich dann sowas aber eher auf, damit die Werbeunterbrechung übersprungen werden kann ("No to HD+"!)


    Fernsehkritik-TV kenne ich nicht. (Die nehmen ja wohl lt. Wikipedia ÖR und Private gleichermaßen auf die schippe)
    Aber diverse Youtube-Beiträge (o.Ä.), in denen sich manche Leute profilieren wollen, dürfte jede Art von Trast-TV der ÖR- oder Privarsender bei weitem übertreffen... :rolleyes:


  • Ja richtig. Nur ist die Abgabe nicht mehr an ein Gerät gekoppelt sondern an eine Wohnung...


    ...Und das ist ein Punkt den jeder für sich selbst entscheiden können sollte. Der ÖR finanziert sich heutzutage aus einem Zwangsbeitrag.


    Denke das ist so etwas wie eine Art Pflichtethik: gibt bestimmte Dinge wie die Steuer oder das Strafgesetz, da ist nicht immer alles fair für jeden und perfekt, aber wenn sich jeder die Rosinen raussucht, dann funktioniert das System wahrscheinlich nicht.
    Zahle auch für den Straßenbau, obwohl ich kein Auto fahre, trotzdem muss ich für die SUVs und deren Belastungen zahlen - ist halt nich immer fair.
    Für mich ist das auch eine Art Steuer, nur dass sie eben unabhängig vom Staat erhoben werden muss und ja da ist der rechtliche Rahmen wackelig, aber mir fällt kein besseres System ein.


    Über die Höhe des Beitrags kann man diskutieren, allerdings glaube ich könnte man die Sport-Millionen auch in ein besseres Programm stecken, mehr Kultur, mehr Aufklärung.


    Dann diskutieren wir über den Inhalt: jeder will was anderes sehen. Wie will man Leuten, die politikverdrossen sind wieder solche Inhalte nahebringen, wenn sie den ganzen Tag amerikanische Serien schauen wollen? Da versuchen jetzt eben neue Formate wie das Neomagazin, oder Jugendsender ihr Glück - sonst sind diese Leute komplett an die Privaten verloren.
    Und wie bringt man ihnen Inhalte nahe, die sie sonst nicht selbständig "konsumieren" würden?


    Ganz schwierige Diskussion...


  • Zahle auch für den Straßenbau, obwohl ich kein Auto fahre, trotzdem muss ich für die SUVs und deren Belastungen zahlen - ist halt nich immer fair.


    An der Behauptung deines #3 Postings ist insofern was dran, dass es wahrhscheinlich nicht mal mich groß aufregen würde, wenn dieser Beitrag eine Steuer wäre und vom Gehalt abgeozgen wird. Die ÖR wehren sich aber gegen alle Anschuldigungen eine Steuer zu erheben. Eine Steuer ist aber genau das was du beschreibst, sie dient dem Allgemeinwohl und für irgendeine Art des sozialen miteinander.


    Daran halte ich persönlich fest. Ein "Beitrag", welchen man bei den ÖR entrichten "sollte", ist eine freiwillige Leistung die ich für die Allgemeinheit erbringen möchte. Und dann beginnt die Achterbahnfahrt. Was ist eigentlich, wenn ich es nicht möchte? Die Antwort darauf erinnert eher an Schutzgelderpresser und Schlägerbanden. Was ist eigentlich, wenn ich sehe das Amazon Prime (in meinen Augen) ein besseres Programm für weniger Geld bereit stellt+zeitunabhängig? Dann möchte ich die Frieheit haben meinen Beitrag in Frage zu stellen. Das alles wird mir jedoch verwehrt bzw. muss über gerichtliche Instanzen ausgefochten werden.


    Das kratzt sehr am Image der ÖR.



    Dann diskutieren wir über den Inhalt: jeder will was anderes sehen. Wie will man Leuten, die politikverdrossen sind wieder solche Inhalte nahebringen, wenn sie den ganzen Tag amerikanische Serien schauen wollen? Da versuchen jetzt eben neue Formate wie das Neomagazin, oder Jugendsender ihr Glück - sonst sind diese Leute komplett an die Privaten verloren.


    Ganz schwierige Diskussion...


    Es ist eine schwierige Diskussion, aber dieser Problematik will sich kein Zuständiger stellen und das ist eher das Problem. Die Einnahmen die eingefahren werden liegen bei 8 Mrd €, damit ist der Kleinstaat der ÖR bereits jetzt konkurrenzlos. Die Summe des Geldes hat aber wenig mit der Qualität des Programms zutun, es wird vielmehr in die aufrechterhaltung des ~70 Jahre alten Systems investiert und mit neuartigen Angeboten angereichert.


    Wenn man mich fragt wie es anders gehen sollte, muss ich immer sagen: Grundversorung. Nachrichten, Kultur, Themen aus der Politik, der Wissenschaft, der Philosophie, Kunst. Diesen Grundstock sollte jeder bezahlen, die Kosten wären nur nich mehr so exorbitant hoch und jeder sollte sich das Leisten können, am besten tatsächlich als Steuer deklarieren. Alle anderen Kanäle sollten optional buchbar bleiben. Technisch wäre das aufjedenfall möglich.


    Das ist nur meine Meinung. Mir schon klar das es sich ziemlich nah am "Pöbel" orientiert. Zeigt aber auch das eine Diskussion darüber geführt werden sollte und das die Verantwortlichen mal endlich Transparent aufschlüsseln wohin die 8 Mrd € hingehen. Denn die nächste Erhöhung steht schonwieder vor der Tür und keiner weiß eigentlich wofür.


    Zudem denke ich das Politikverdorssenheit und der Konsum von Ami-Serien eher in der Erziehung verankert sind. Ich würde jetzt mal nicht soweit gehen und die ÖR als Heilsbringer hinstellen ;)
    Sowohl für die Ami Serie als auch für die Doku ist immer noch meine Entscheidung nötig und diese Sinnig zu fällen, bzw. sich richtig zu entscheiden, das gibt man uns in der Regel mit auf den Weg.


  • Für mich ist das auch eine Art Steuer, nur dass sie eben unabhängig vom Staat erhoben werden muss und ja da ist der rechtliche Rahmen wackelig, aber mir fällt kein besseres System ein.


    Genau, es ist eine "Art" Steuer, die aber nicht wie eine normale Steuer erhoben werden kann und soll.
    Warum?
    a) Da so die Finanzierung unabhängig vom Staat ist (sonst gibt's nur für regierungsfreundliche Beiträge Finanzierung aus Steuermitteln)
    b) Da Steuern nicht zweckgebunden sind und irgendwo im Haushalt hinfließen (es gibt keine Steuern für einen bestimmten Zweck)






    - AndyG


  • Das sind die entscheidenden Punkte, warum der Beitrag nicht aus Steuermitteln kommen sollte, obwohl er wie vieles andere von der Allgemeinheit bezahlt werden sollte:
    a) unabhängig vom Staat (sonst nur gelenktes regierungtreues Fernsehen)
    b) Steuern sind nicht zweckgebunden und fließen irgendwo hin.


    Ich bin auch für die öffentlich rechtlichen. Aber bitte nicht 24 Fernsehsender und 79 Radiosender wo alle bezahlt werden wollen.


    Zwei Fernsehsender für die Grundversorgung ohne Werbung. Radiosender wegen meiner einer pro Bundesland und das war es dann auch. Und dann kommen wir auch mit 2 Euro pro Monat aus. Aber das geht ja nicht weil man abgehalfterte Politiker irgendwo unterbringen muss. Und zu irgendwelchen Großveranstaltungen muss ARD und ZDF auch mit einem riesengroßem Tross einreiten.

  • Ich bin auch für die öffentlich rechtlichen. Aber bitte nicht 24 Fernsehsender und 79 Radiosender wo alle bezahlt werden wollen.


    Zwei Fernsehsender für die Grundversorgung ohne Werbung.


    Nur zwei Sender? Dann gäbe es nur noch TV auf Bundesebene.


    Wie sollen denn dann Belange von regionalem Interesse verbreitet werden? Z.B. Landtagsdebatten o. ä.? Gerade Parlamentsdebatten müssen unbedingt öffentlich übertragen werden, sonst ist es ganz dahin mit der Transparenz!


    Aber ich stimme insofern zu, dass der Beitrag mehr nach Leistungsfähigkeit der jeweiligen Beitragszahler bemessen werden sollte - wie es ja auch bei Steuern unterschiedliche Steuerklassen je nach Einkommen gibt. Denn es ist schon ungerecht, dass der Millionär und der Student denselben Beitrag liefern sollen. Fragt sich nur, wie das in der Praxis gemacht werden könnte, ohne dass man dazu seine Einkommensverhältnisse der GEZ offenbaren müsste...

  • Moin,
    ist ein anderes Thema, aber brennt mir auf den Nägeln bzgl. Bezahlung nach Leistungsfähigkeit:
    Egal, ob man den GEZ-Beitrag nun senken sollte, oder nicht: Wir reden hier von "überschaubaren" Beträgen.
    Ich frage mich immer wieder, wie sich extrem viele Leute, die ich kenne - und die wirklich knapp bei Kasse sind - immer die neusten Smartphones und umfangreichten Tarife leisten können...
    Das wäre mir persönlich wirklich zu teuer...
    Aber: So ein Ding hat man eben in der Hand (und viele sollen ja ihr iPhone oder andere Typen sogar lieben).
    Einen Beitrag für öffentlichen Rundfunk kann man eben im ersten Moment nicht angreifen, wenn der vom Konto abgebucht wird ("da hab ich ja nix davon").
    Meine Meinung ist eben: Wenn der ÖR (egal wie und wie hoch der bezahlt werden muss) entfallen würde, ginge es mit Kultur, gesundem Menschenverstand, Umgangsformen, Realitätssinn und Wichtung von Priorotäten noch weiter bergab...
    Ist so schon schlimm genug...


  • Egal, ob man den GEZ-Beitrag nun senken sollte, oder nicht: Wir reden hier von "überschaubaren" Beträgen.
    Ich frage mich immer wieder, wie sich extrem viele Leute, die ich kenne - und die wirklich knapp bei Kasse sind - immer die neusten Smartphones und umfangreichten Tarife leisten können...


    Es werden doch immer Kosten gegen den Nutzen gestellt. Ich würde nicht verhungern, wenn die mir die 18€ abziehen würden, aber hätte ich die Wahl zwischen Tariferhöhung meines Mobilfunkvertrages und den Leistungen des ÖR, dann würde ich den Mobilfunkvertrag wählen. Einfach weil der Gegenwert da ist und ich mittlerweile sehr viel mit dem Smartphone erledige.


    Zudem kenne auch die anderen Menschen, die mit 1200 Netto in München auskommen müssen und nur eine prepaid Karte ohne Mobilfunk besitzen und vom öffentlichen Wlan (der in Deutschland bescheiden ist) abhängig sind. Was meinst du wovon die mehr profitieren würden? 18€ für die ÖR welche sie nicht mal konsumieren, oder von einem Mobilfunkvertrag für 12,99€ ?
    Fest steht, beides geht nicht.



    Meine Meinung ist eben: Wenn der ÖR (egal wie und wie hoch der bezahlt werden muss) entfallen würde, ginge es mit Kultur, gesundem Menschenverstand, Umgangsformen, Realitätssinn und Wichtung von Priorotäten noch weiter bergab...


    Die Menschen die tatsächlich aktiv bei dem Boykott dabei sind, wollen die ÖR nicht abschaffen, sondern reformieren. Zeitgemäßer gestalten. In der jetzigen Form ist es einfach zu teuer und zu ineffizient. Wie zuvor erwähnt sollte der kulturelle Grundstock aufjedenfall bestehen und von uns finanziert werden, die Gebühr wäre aber weitaus geringer und von jedem Menschen tragbar. Nur darum geht es. Einen vertretbaren Gegenwert zu einer vertretbaren Gebühr zu schaffen. Über 5€ würde sich vermutlch keiner mehr aufregen.


    Heute ist der ÖR genau das Gegenteil dieser Forderungen. Es ist eine Made im Speckhaufen die sich nicht mehr vom Fleck bewegen kann und von teuer erworbenem Pflegepersonal noch mehr in ihrer Rückständigkeit verankert wird.


    Ich möchte das Thema nicht verlassen, deshalb nur eine Anmerkung: Kultur ist nicht das Produkt des ÖR. Die ÖR sind eher das Produkt einer Kultur, so wie ein Museum.
    Ich habe die ÖR nie konsumiert und bin deshalb nicht weniger deutsch, oder habe nicht weniger Menschenverstand oder Umgangsformen. So nehme ich mich selbst zumindest wahr :D

  • @andrgg
    Ja, nur zwei Sender für die Grundversorgung wo jeder für bezahlt, ob er es nutzt oder auch nicht. Da können auch abends jeweils für 30 Minuten Aktualitäten aus der Region gesendet werden. Ging früher auch.
    Dann bleibt es ihnen überlassen ob Fußball oder Musikantenstadl werbefinanziert oder verschlüsselt auf anderen Frequenzen bezahlt werden.
    Und wenn man schon von Gleichberechtigung redet, dann dürfte über Satellit generell nur verschlüsselt und gegen Bezahlung gesendet werden, oder wie werden Deutsche im Ausland oder Nutzer im Ausland zur Kasse gebeten. In Paraguay lachen sich die deutschen Zuschauer kaputt über die GEZ. Anderswo natürlich auch.


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