Metadaten bei Threema

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  • Hallo,
    hoffe ich werde jetzt nicht für mein Unwissen ausgebuht.

    Wie ist das eigentlich mit den Metadaten bei Threema? Könnte die NSA nachvollziehen wer wann mit wem geschrieben hat?

    Habe vor kurzem einen Beitrag gesehen in dem es um Metadaten geht, leider weiss ich nichr mehr wo ich es gesehen habe.
    Es wurde eine Art Metadaten-Verschleierung durch Datenmüll gezeigt.
    Dabei werden einfach dutzende Scheindten verschickt, so dass die richtigen Metadaten in einem Datenmüll untergehen.
    Wäre doch auch für Threema interessant, wenn es eine Option gibt dass die App dutzende Nachrichten im Hintergrund verschickt, die die App dann aber nicht anzeigt.

  • Jeder Nutzer kommuniziert lediglich mit den Threema Server. Diese Verbindung ist sauber verschlüsselt und gegen MitM-Angriffe gesichert. Metadaten bekommt man nur mit direktem Zugang zum Server

  • Moinsen,

    also die Frage habe ich mir auch gestellt, denn rein theoretisch, dürften keine Verbindungsdaten anfallen, jedenfalls nicht zwischen den einzelnen Usern, sondern nur jeweils mit dem Threema Server. Hier mal die Antwort des offiziellen Support:

    Guten Tag

    Bitte entschuldigen sie die späte Antwort.

    Threema speichert keine Metadaten. Des Weiteren sind alle Nachrichten verschlüsselt und können nur mit ihrem persönlichen Schlüssel gelesen werden. Selbst wenn der Threema-Server gestohlen würde, könnte der Dieb die Daten nicht lesen.

    Weiterhin viel Spass mit Threema.

    Mit freundlichen Grüssen,

    Threema Support

    So ganz eindeutig ist das leider auch nicht :( obwohl meine Frage eindeutig gestellt war, however, im Grunde dürften die Schnüffler alt aussehen.

  • Da die Geheimdienste die Netze kontrollieren, werden die auch allerlei Metadaten über dich sammeln.

    • mit wem du schreibst
    • wie oft du eine Nachricht schickst
    • wann du Threema öffnest
    • möglicherweise wie groß/lang deine Nachrichten sind
    • wie viele verschiedene Kontakte du hast


    Mehr fallen mir gerade auf die schnelle nicht ein.

  • Hi,

    nicht das denke ich nicht so ganz, jedenfalls punktuell nicht.

    Mit wem ich schreibe, dürfte nicht nachvollziehbar sein, denn ich schreibe nur mit dem Threema Server. Solange der nicht geknackt ist, kann niemand sehen, an wen den Nachricht geht.

    Die Anzahl der Kontakte wäre vorstellbar, aber nicht welche, denn laut Threema werden beim Synch nur verschlüsselte Hashwerte der Kontaktdaten abgeglichen.

    Die Größe der Nachricht, da bin ich nicht ganz sicher, ich meine gelesen zu haben, dass Threema - ähnlich wie andere auch - zusätzliche Daten in die Nachricht packt, damit nicht nachvollziehbar ist, was der Inhalt der Nachricht sein könnte.

    Zudem ist mein Handy gerootet und ich nutze XPrivacy (was ich jedem nur wärmstens empfehlen kann) und Cyberghost VPN, sodass meine eigentliche IP Adresse nicht so leicht zu ermitteln sein dürfte, jedenfalls nicht solange Cyberghost mit den Schnüfflern kooperiert.

    Aber grundsätzlich finde ich, dass Threema zu diesem Thema etwas mehr Infos veröffentlichen dürfte und werde das daher mal auf Google+ direkt an die Leute schreiben. Ihr könnt die ja auf Facebook auch noch antickern, denn das ist schon sehr interessant und wie wir wissen, lassen sich aus den Metadaten viel mehr Infos gewinnen, als aus den Nachrichten Inhalten.

    Bastie

  • Nachrichten, die an iOS-Geräte gehen, enthalten in der Pushnachricht die Threema-ID und den Nickname, die nicht Ende/Ende-verschlüsselt sind. Dies betrifft dann natürlich die Seite vom Threema-Server zum Empfänger bzw. eigentlich von Threema zu Apple zum Empfänger. Insofern fallen hier schon Metadaten an.
    Ich weiß gerade nicht, ob das so von Threema irgendwie notiert wurde, kann das aber indirekt daraus schließen, dass ID/Nickname bei den iOS-Pushnachrichten gezeigt werden, und daran ist aus technischen Gründen noch nicht die App mit der Entschlüsselung beteiligt. Es muss also in der (unverschlüsselten? wie macht Apple das?) Pushnachricht stehen.

    Wie das mit den Nachrichten an Android-Geräte über den Google-Pushdienst aussieht, weiß ich entsprechend auch nicht, aber ich hoffe mal, dass hier gar keine Metadaten im Klartext übertragen werden. Denn hier kann – im Gegensatz zu iOS – die App den Inhalt selbst entschlüsseln, bevor die Pushnachricht angezeigt wird. Es bestünde also kein Grund für Klartextdaten.

    Einmal editiert, zuletzt von spillo71 (5. August 2014 um 20:46)


  • Wie das mit den Nachrichten an Android-Geräte über den Google-Pushdienst aussieht, weiß ich entsprechend auch nicht, aber ich hoffe mal, dass hier gar keine Metadaten im Klartext übertragen werden. Denn hier kann – im Gegensatz zu iOS – die App den Inhalt selbst entschlüsseln, bevor die Pushnachricht angezeigt wird. Es bestünde also kein Grund für Klartextdaten.

    Gemäss FAQ:
    "Threema verwendet Google Cloud Messaging nur, um die App im Hintergrund über die Tatsache zu informieren, dass neue Nachrichten vorhanden sind. Es werden keinerlei Details über die Nachrichten via GCM übertragen (der GCM-Payload ist also leer)."

    Das einzige was Google also weiss, ist, wer wann eine Nachricht erhalten hat. In der Push-Nachricht steht nicht von wem und schon gar nicht was.

    "Wir bemühen uns, nur die absolut notwendigen Informationen für die kürzestmögliche Zeit zu speichern. Wir garantieren, dass wir keine Kundendaten sammeln, auswerten oder verkaufen."

    Das Aufbewahren von Metadaten (wer hat wem wann etwas geschickt) ist aus technischer Sicht nicht nötig und die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz schreiben für solche Anwendungen derzeit keine Vorratsdatenspeicherung vor.

    Auch wenn nun Threema irgendwann verpflichtet würde, Metadaten zu sammeln und an den Staat zu liefern, ist es im Gegensatz zu TextSecure und anderen Diensten, wo die Verknüpfung einer Handynummer obligatorisch ist, möglich, eine ID ohne Verknüpfung zu lösen und einen Proxy oder Tor zu benutzen, um völlig anonym zu bleiben.

  • Ah, ich wusste doch, dass ich das mal gelesen hatte. Danke. :) Und dabei gleich ein neuer Wunsch: Einführen eines Nicknames getrennt für Einzel- und Gruppennachrichten. Wird gleich morgen erledigt.